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Bad Kreuznach leistet in Ruanda Beitrag für „Marshallplan mit Afrika“
Austausch auf verschiedenen Gebieten

Bad Kreuznach leistet in Ruanda Beitrag für „Marshallplan mit Afrika“

Die ersten gegenseitigen Besuche haben bereits stattgefunden, die Arbeit hat begonnen. Im Rahmen des Pilotprojektes „Verwaltungsaustausch Rheinland-Pfalz – Ruanda“ leistet die Stadt Bad Kreuznach ihren Beitrag für den „Marshallplan“ mit Afrika.

Im Juli besuchte eine rheinland-pfälzische Delegation Ruanda - das „Land der tausend Hügel“. Für die Stadt Bad Kreuznach nahmen an der Auftaktreise Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Stadtrechtsdirektorin Heiderose Häußermann, Philipp Geib (Abteilung Tiefbau und Grünflächen) und Annika Wange (Jugendamt) teil. Im November war eine dreiköpfige Delegation mit Distrikt-Bürgermeister Francois Ndayisaba, Verwaltungsdirektor Nicolas R. Karasnyi und Mitarbeiter Bernard Imanishimwe aus dem Westen Ruandas Gast in Bad Kreuznach, dem 993 Quadratkilometer großen Distrikt Karongi. Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer sieht in dem „Marshallplan mit Afrika“ ein wirksames Instrument, partnerschaftlich die Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen.

Eine Raumordnung in Form eines Flächennutzungsplanes ist ein wesentlicher Wunsch, den die Partner aus Ruanda an die deutschen Kollegen haben. Zu Übungszwecken gab es in der Bauverwaltung erste Informationen über die Planungsabläufe am Beispiel des Neubaugebietes „in den Weingarten“. Auch der Klimawandel ist ein Schwerpunktthema. So wollten die afrikanischen Partner wissen, wie sie sich bei Starkregelfällen vor den Überschwemmungen schützen können. So leben und wohnen viele Menschen in Ruanda in den Flussbetten. Den Rahmen des Besuches bildeten eine Fahrt zum Rhein, der Besuch der Stadtratssitzung sowie des Nikolausmarktes und des Weihnachtskonzertes. Kommuniziert wurde auf Englisch, Amtssprache in Ruanda, und Französisch.

Für Januar/Februar 2019 ist eine Videokonferenz zwischen Bad Kreuznach und Karongi geplant, für März ein weiterer Expertenaustausch.

Das Projekt ist Teil des 2017 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten „Marshallplan mit Afrika“. Das Pilotvorhaben der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global wird in Kooperation mit dem Ministerium des Innern und für Sport in Mainz durchgeführt. Neben dem fachlichen Austausch zwischen Kommunen und Institutionen ist erklärtes Ziel des Vorhabens, wirkungsorientierte gemeinsame Projektideen im Rahmen der Agenda 2030 zu entwickeln. Neben der Stadt Bad Kreuznach gehören die Stadt Landau, der Landkreis Germersheim und die Verbandsgemeinde Birkenfeld dem Netzwerk an.


Foto: Ein herzlicher Empfang mit Musik und Tanz auf der Dorfversammlung wurde der Bad Kreuznacher Delegation bei ihrem Besuch in Ruanda bereitet (Quelle: Philipp Geib).

Quelle:
Stadtverwaltung Bad Kreuznach