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Bautagebuch Brückensanierung (26)

Auf der Suche nach dem Fels: Rammsondierung soll Untergrund erkunden



Der Fels, der künftig den Pfeiler und damit das Hauptgewicht der Alten Nahebrücke tragen soll, ist nicht dort, wo man ihn vermutete. Der Bagger hat bislang nur ein Kies-Sand-Gemisch aus der Grube geholt, ist aber noch nicht auf den notwendig massiven Untergrund gestoßen, teilte Bauleiter Norbert Großmann auf Anfrage von hanz-online mit. In welcher Tiefe sich der Fels befindet, soll voraussichtlich am Dienstag, 30. Juni 2015, eine „Rammsondierung“ ergeben.

Bei diesem Verfahren wird eine Sonde in den Boden getrieben: Die Anzahl der (exakt definierten) Schläge, die für einen Vortrieb von zehn Zentimetern erforderlich sind, ergibt zusammen mit anderen geotechnischen Parametern Aufschluss über die Dichte beziehungsweise Festigkeit des Untergrunds.

Wenn das Ergebnis dieser Sondierung vorliegt könne man  Genaueres dazu zu sagen, ob die Spundwände noch einmal versetzt werden müssen. Das könnte sein notwendig sein, wie Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer in der Stadtratssitzung am 25. Juni auf eine Frage von Jürgen Loche (Linke) geantwortet hatte. Denn je nach Tiefe, in die der Bagger vordringen muss, wird man den Querschnitt des Spundwandkastens in der Baugrube gegebenenfalls weiten müssen.

Derzeit ist die Baugrube etwa vier Meter tief. Als der Bagger mal tiefer griff, hatte dies nur nachrutschendes Material von den Seiten zufolge, berichtet der Bauleiter.

Die Beurteilung der Frage, in welcher Tiefe das Fundament gründen muss, obliegt einem Bodengutachter. Der wird sein kleines Kettenfahrzeug am Dienstag über die Baugrube bugsieren. „Wir bauen am Montag eine Abdeckung, damit der Gutachter auf den Kasten fahren kann“, berichtet Norbert Großmann. Etwa 1,5 Tonnen Gewicht muss den Holzkonstruktion tragen.

Die Frage nach dem zeitlichen Verzug und dessen Konsequenzen beantwortet der Bauleiter derzeit so: „Der rote Bereich ist stark sichtbar.“

Thomas Gierse

Das Foto/Video zeigt das Ausheben der Baugrube am 11. Juni 2015
 


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