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Baustelle ruht: Begutachtung von Umfang und Ursache der Schäden durch Dauernässe
Bautagebuch Brückensanierung (22)

Baustelle ruht: Begutachtung von Umfang und Ursache der Schäden durch Dauernässe

Seit mehr als einer Woche ruhen die Arbeiten an der Mühlenteichbrücke, der Leitungskanal vor den Brückenhäusern ist provisorisch abgedeckt. Vorerst wird diese Ruhephase anhalten. Denn erst für Anfang Juni erhoffen sich die Stadtverwaltung und die Eigentümer der Brückenhäuser fachliche Auskunft darüber, welche Sanierungsarbeiten an den Tragwerken der Wahrzeichen erledigt werden müssen, um ihre Standsicherheit zu gewährleisten.


Am Donnerstag, 30.04.2015, führten Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Mitarbeiter der städtischen Bauverwaltung ein Gespräch mit den Hauseigentümern und mit Vertretern des Ingenieurbüros Verheyen aus Bad Kreuznach. Dabei sei man übereingekommen, ein fachlich spezialisiertes Ingenieurbüro aus Mannheim mit der Begutachtung der Schäden zu beauftragen, erläuterte die Oberbürgermeisterin auf Nachfrage von hanz-online. Diese Beauftragung soll so schnell, wie es der verwaltungstypische Vorlauf hergibt, erfolgen, und zwar in der kommenden Woche (ab 11. Mai).

Das Bestreben der Verwaltung war und ist es, diese Begutachtung möglichst aus einer Hand zu erhalten: zum Einen, weil die Probleme der Häuser etwa vergleichbar sein dürften, zum Anderen, um vermeidbaren Verzögerungen im Bauablauf zu entgehen. Den angestrebten Zeitrahmen zu halten, sei nicht nur für die Stadt von Bedeutung, sondern auch für die Unternehmer und die Bewohner auf der Brücke.
 

Frühere Sanierung bereitet heute Probleme

„Entscheidend ist das Ziel, die Standsicherheit unserer Wahrzeichen für die nächsten Jahrzehnte zu gewährleisten“, sagte Kaster-Meurer bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Nun werden also die Umfänge der notwendigen Arbeiten erkundet – aber auch deren Ursachen. Denn im Zuge einer Sanierung vor Jahrzehnten wurde die Anbindung der Häuser an die Brücke verändert. Damals wurden T-Träger eingesetzt, die offenbar eine andauernde Nässe in dem Bereich unterhalb der Straßenebene verursachten. Dieser Fehler müsse korrigiert werden, sagte Dr. Heike Kaster-Meurer. Ob sich daraus eine Verursachung der Schäden und eine Verpflichtung zur Kostenübernahme durch die Stadt Bad Kreuznach ableitet, kann die Oberbürgermeisterin derzeit nicht sagen.

Derweil geht die Sanierung auf der Alten Nahebrücke mit Hochdruck weiter. Weil es diesen zeitversetzten zweiten Abschnitt der Großbaustelle gibt und Arbeitskräfte verstärkt dort tätig sein können, ist Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer zuversichtlich, dass die Verzögerungen bei Brückenhäusern nicht zu Zeitproblemen beim Gesamtvorhaben "Brückenschlag" führen werden.

Thomas Gierse




 
 
 
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