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Was folgt dem „Eisernen Buch“? Bad Kreuznacher Kunstförderpreis für besten Entwurf
Zeitgemäßer Nachfolger für Gästebuch erwünscht

Was folgt dem „Eisernen Buch“? Bad Kreuznacher Kunstförderpreis für besten Entwurf

Bad Kreuznach, 14.03.2019
Die Stadt Bad Kreuznach wünscht sich einen würdigen Nachfolger für das „Eiserne Buch“, das nach 100 Jahren als Gästebuch der Stadt im Jahr 2017 geschlossen wurde. Das neue Unikat soll mit zeitgemäßer und gleichermaßen künstlerisch wertvoller Ausführung und neuem Namen aufgelegt werden. Die Stadt ruft daher Künstler, Designer und Buchkünstler auf, sich mit einem Entwurf für den Förderpreis für Kunst und Kultur in der Sparte Bildende Kunst zu beteiligen.

Der Kulturausschuss hat im Jahr 2011 beschlossen, die zeitgemäße künstlerische Gestaltung eines neuen Ehrengästebuches im Rahmen des Förderpreises für Kunst- und Kultur an den Preisträger des Wettbewerbs zu vergeben. Größten Wert legten die damaligen Ausschussmitglieder auf den Erhalt und die Pflege des „Eisernen Buchs“ als Artefakt in seiner bisherigen Form. 

Das „Eiserne Buch“ ist eines der bedeutendsten Bücher Bad Kreuznachs. Mehr als einhundert Jahre diente es als Gästebuch für die Ehrengäste Bad Kreuznachs. So war es 1917 Kaiser Wilhelm II., der sich als Erster in das Eiserne Buch eintrug. Ihm taten es zahlreiche Persönlichkeiten der Welt- und Stadtgeschichte nach. Zum Abschluss des Eisernes Buches ist 2017 ein zweibändige Dokumentation, herausgegeben von Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann und Jörn Kobes, erschienen.

Viele Städte besitzen ein Goldenes Buch, doch frei nach der damaligen Devise „Gold gab ich für Eisen“ entschied man sich in Zeiten des 1. Weltkriegs für ein Eisernes Buch. Die 100-jährige Nutzung dieser zeit- und kulturgeschichtlich bedeutsamen Quelle führte dazu, dass der Platz für weitere Eintragungen nicht mehr gegeben ist. Ein neues, zeitgemäßes Buch soll dazu dienen, auch in Zukunft die Geschichte der Stadt und ihrer Ehrengäste festzuhalten. 

Um den Künstlern eine größtmögliche Gestaltungfreiheit zu lassen, werden bezüglich der Gestaltung, der Größe des Buches sowie bei der Auswahl der Materialen keine Vorgaben gemacht. Jede einreichende Künstlerin bzw. jeder einreichende Künstler erhält ein Bearbeitungshonorar in Höhe von 300 €. Der/die Preisträger/in wird von einer siebenköpfigen Fachjury bestimmt und erhält den mit 2.500 € dotierten Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Bad Kreuznach für das Jahr 2018. Laut den Förderrichtlinien soll der Kunstpreis vorrangig an Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt Bad Kreuznach und dem Naheraum vergeben werden.
 
Die Entwürfe sind bis spätestens 30.06.2019 bei der Stadtverwaltung Bad Kreuznach, Amt für Schulen, Kultur und Sport, Wilhelmstraße 7-11, 55543 Bad Kreuznach einzureichen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Anja Gillmann, Tel. 0671 800 744, [email protected]

Quelle: Stadtverwaltung Bad Kreuznach

 

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