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Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad im März

Komposterzeugung im Garten

Komposterzeugung im Garten
Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen. Im März 2019 geht es um Komposterzeugung.

Kompost ist eine vielschichtige Gartenangelegenheit. Ich vereinfache sie jetzt mal: Es gibt Gärtner, die arbeiten mit großem Aufwand, Können, Leidenschaft, sogar mit Rezepten am Gelingen ihres braunen Goldes. Da kommen grundsätzlich spezielle Kompostzusatzstoffe, Kalk, Hornmehl, Mist, sogar Kalkstickstoff in die Mischung. Um nichts anderes handelt es sich bei einem Komposthaufen: um eine Mischung, eine Zusammensetzung.

Andere sind da bequemer: Organische Stoffe aus dem Garten kommen entsprechend aufbereitet in die Behälter oder auf einen Haufen. Was halt so im Laufe des Jahres anfällt. Für diese Gartenfreunde gibt es keine Wunderkompostierer, die innerhalb von Wochen das Endprodukt herstellen. Auch mit Zusätzen halten sie sich zurück. Mit der Zeit arbeiten das die Millionen von Lebewesen im Haufen schon alles durch. Mir ist dieses weniger aufwendige Verfahren sympathischer.

Ältere Gärtner fragen gerne mal nach der intensiveren Kompostproduktion. So lange sie diesen Aufwand noch betreiben können, jeder wie er mag. Manchmal kommt es mir vor, als ob es sich dabei schon um einen gewissen Kult handelt. Eigentlich sollten beim Gewinnen dieses organischen Düngers möglichst nur Stoffe aus dem Garten zur Verwertung kommen, so sehe ich das.
 

Was darf auf bzw. in den Kompost

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es geht um einen geschlossenen Kreislauf. Nur was wirklich fehlt, kommt von außen hinzu. Kompostierungsbehälter sind teilweise Luxusgerätschaften. Andererseits einfach zusammengenagelte Gestelle. Über die Wichtigkeit der organischen Nährstoffversorgung unseres Gartens brauchen wir gar nicht zu philosophieren.

Das steht ganz außen vor. Genauso wie klasse diese Düngung für das Bodenleben ist. Ich schätze, dass die Masse der Gärtner sich dessen bewusst ist. Daher erspare ich Ihnen auch die Informationen über Mengenangaben, Einsatzzeitpunkte usw.

Solche Hinweise sind hinlänglich bekannt bzw. als Informationen abrufbar. Als eine Frage der Fragen gilt jedoch: Was darf auf/in den Kompost? Hier gehen alljährlich unterschiedliche Empfehlungen durch die Medien und über den Gartenzaun. Wird also Zeit, dass ich mich auch noch melde. Spaß gemacht. Auf meiner alten Dienststelle habe ich mich mit dieser Frage beschäftigt und Informationen von Kompostwerkbetreibern, Pflanzenschützern und anderen Institutionen gesammelt. Nun was habe ich rausgefiltert?

Grundsätzlich kann alles, was an gesundem Pflanzenmaterial im Garten anfällt, genutzt werden. Wichtig ist eine gute Durchmischung und Zerkleinerung des Materials. Die Zerkleinerung mit einem Häcksler ist wunderbar. Es spielt erstmal eine nachgeordnete Rolle, welche Technik da drin steckt. Bei geringen Mengen ist auch eine Bearbeitung mit Schere, Beil und Hackklotz denkbar. Zu viel von einer Sorte bringt Schwierigkeiten mit sich. Klassisches Beispiel ist der Rasenschnitt. Je nach Fläche fallen da schon ganz gehörige Mengen an.

Er reichert Stickstoff in der Mischung an. Hat aber auch einiges an Feuchtigkeit. Wird er nicht mit trockenen Stoffen, wie beispielsweise Häcksel vom Gehölzschnitt, vermengt, lagert er sich dicht und gammelt dahin. Viele Gartenfreunde lassen ihn, vor dem Kompostieren, ein paar Tage trocknen. Grundsätzlich ist es angebracht, keine dicken Schichten von einer Sorte Gartenabfall aufeinander zu packen. Nicht lachen, hab ich immer wieder gesehen. Eine Rasenschicht von 20 cm Dicke ist alles andere als gut. Es macht Sinn, sich von trockenen, strukturstabilen Materialien etwas im Garten zwischen zu lagern, zwecks Beimischung.


Temperatur wichtig

Normalerweise brauchen Sie kein Sägemehl, Stroh, Mist und sonstiges Material von außerhalb des Gartens. Ein gut zusammengesetzter Kompost funktioniert ohne die ganzen Tricks. Nach meiner Ansicht wird mit dem ganzen Zauber drumherum eher Durcheinander fabriziert. Natürlich bringen all die Zusätze dem Händler Einnahmen. Was aber an uns liegt, ob wir uns verführen lassen oder nicht. Nur in speziellen Situationen braucht der Kompost eine Sonderbehandlung.

Eine Vielzahl kranker Pflanzen bzw. Pflanzenteile können Sie in einem funktionierenden Kompost verarbeiten. Die ganzen Empfehlungen, etwa schorfige Äpfel, faule Birnen, Rosenblätter mit Rost und Sternrußtau, Zucchini mit Mehltau, über die Biotonne zu entsorgen, sind in meinen Augen nur als absolute Vorsichtsmaßnahmen zu sehen. Dieser „Gartenabfall“ ist nicht das eigentliche Problem. Die wahre Schwierigkeit ist eine zu geringe Temperatur bei der Verkompostierung. Bei dieser Umsetzungsphase, egal ob im einfachen Brettergestell oder im Biothermoteil, blubbern viele Anlagen nur vor sich hin.

Warum ist das so? Hauptgrund ist die geringe Größe des Kompostbehälters. Was wieder am geringen Mengenanfall des Gartenmaterials liegt. Kleine Behälter mit 250 Litern Fassungsvermögen schaffen keine Erwärmung, wie ein Teil in dem 1 m³ verschafft wird. Hinzu kommt noch der stockende Anfall von Kompostiergut. Wird so ein großer Haufen 1- bis 2-mal aufgesetzt, ist gleich ordentlich Stoff da, um auch loszulegen und Hitze zu entwickeln. Ein Fangkorb Rasenschnitt, zwei Händevoll faule Äpfel, etwas Holzschnitt und ein paar gammelige Salatblätter bringen kein Feuer.

Um Krankheitserreger abzutöten, sind Temperaturen von +60 °C aufwärts nötig.


Nun einige Beispiele, die ohne Bedenken kompostierbar sind:

  • Pflanzen bzw. Pflanzenteile, an denen Mehltau, Rost und Blattflecken (Pilzerkrankung bzw. Mangelerscheinungen) vorkommen
  • Triebe mit Moniliaspitzendürre
  • Obst, Gemüse mit Grauschimmel
  • Zweige, Äste mit Rotpustelkrankheit (möglichst zerkleinert)
  • Nichtblühendes Unkraut. Samen können die Kompostierung überstehen
Grundsätzlich verschaffen sich gehäckselte Stoffe im Kompost besser, was teilweise unbekannt ist. Die Verkompostierung läuft in verschiedenen Stufen ab. Daher sollten Sie sich auch den Einsatz spezieller Kompostwürmer überlegen.

Diese Tierchen sind im Handel erhältlich. Sie bzw. unser klassischer Regenwurm können bei Erdkontakt des Kompostes natürlich zuwandern. Gerade der Kompostwurm, auch Stink- oder Mistwurm genannt, verschwindet, wenn die „Heiße Phase“ beginnt. Da ihm höhere Temperaturen nicht behagen. Entweder er kann abwandern oder stirbt. Wieder ein Zusatz, den wir uns sparen können.

Egal wie sie ihren Haufen zusammensetzen, er soll nicht wie ein Abfallplatz aussehen. Schmuddelige Anlagen locken Tiere an, die wir nicht haben wollen. Also eine gewisse Grundordnung ist notwendig zum Gelingen eines wertvollen und vor allem auch nachhaltig erzeugten Düngers. Abschließend noch eine Tatsache die irgendwie vergessen wird: Mit Kompost können Sie ihren Garten auch überdüngen. Alles eine Frage der Menge.

Viel Erfolg bei Ihren Mischungen.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

E-Mail:
[email protected]