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Oberhausen an der Nahe holt Bronze bei "Unser Dorf hat Zukunft"
Kreative Ideen für attraktives Dorfleben prämiert

Oberhausen an der Nahe holt Bronze bei "Unser Dorf hat Zukunft"

Die Entscheidung ist gefallen: Am Donnerstag, 11. Juli 2019, hat die Jury die Gewinner des 26. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gekürt: Oberhausen an der Nahe holt Bronze.

Die acht Golddörfer Basberg, Bollstedt, Bötersen, Dissen, Gestratz, Lückert, Rumbach und Schaephuysen konnten mit herausragendem bürgerschaftlichen Engagement, beispielhaften Ideen und zukunftsweisenden Konzepten überzeugen. Darüber hinaus wurden 15 Dörfer mit Silber und sieben Orte mit Bronze geehrt.
 
Die Golddörfer erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro. Darüber hinaus werden die Silberdörfer mit 10.000 Euro Preisgeld und Orte mit Bronze mit 5.000 Euro Preisgeld geehrt.
 
Dazu die Bundesministerin für die ländlichen Räume Julia Klöckner: „Den 30 Bundessiegern unseres Wettbewerbs gratuliere ich sehr herzlich. Es ist beeindruckend, was die ausgezeichneten Dorfgemeinschaften ehrenamtlich auf die Beine gestellt haben. Sie haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was bürgerschaftliches Engagement leisten kann. Es ist der Kitt unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und gerade auf dem Land ein wesentlicher Standort- und Bleibefaktor. Die Dörfer haben erfolgreich ihre Vorstellung eines attraktiven Dorflebens verwirklicht.“
 
So wurde etwa eine ehemalige landwirtschaftliche Hofstelle zum generationenübergreifenden Wohnen nutzbar gemacht, die Wasserversorgung in Bürgerhand überführt, ein kostenloses W-LAN-Netz eingerichtet oder mit einem elektrischen Dorfgemeinschaftsfahrzeug die Mobilität aller gesichert. Mit diversen Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energie hat es ein Dorf geschafft, energieautark zu werden, anderswo wurde eine alte Gärtnerei in eine Bogenschießhalle umgebaut und damit eine weitere Freizeitmöglichkeit geschaffen.
 
Julia Klöckner: „Die vielen guten und kreativen Ideen zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ihrer Heimat verbunden, wollen sie besser machen. Und sie gehen Herausforderungen an, etwa wenn es um die Sicherung der Nahversorgung oder den Erhalt von Mobilität geht. Mit unserem Dorfwettbewerb und dem Preisgeld würdigen wir dieses Engagement. Wir machen aufmerksam auf die gefundenen Lösungen, die zugleich Motivation und Vorbild für andere Dorfgemeinschaften sind.“
 
 
Hintergrundinformation:
Bereits zum 26. Mal ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bürgerschaftliches Engagement und die ganzheitliche Entwicklung der Dörfer. Der Bundeswettbewerb lädt dazu ein, die gemeinschaftlichen Leistungen und Lösungsansätze zur Dorfentwicklung vorzustellen. Er ist Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE), das der Förderung und Erprobung innovativer Ansätze der ländlichen Entwicklung dient.

Knapp 1.900 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich am 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligt, um eine der begehrten Auszeichnungen zu erhalten. Insgesamt hatten es 30 Dörfer in die große Finalrunde geschafft. Die Bewertungskommission ist vier Wochen lang von Dorf zu Dorf gereist. Dabei hat sie unter anderem die Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung und Gestaltung des Dorfes und seiner Umgebung bewertet.

In der Bundesbewertungskommission waren neben Mitarbeitern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft weitere Einrichtungen und Verbände vertreten: Einige Landwirtschaftsministerien der Länder, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Bauernverband, Deutscher Landfrauenverband, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Verband der Gartenbauvereine in Deutschland, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Katholische Landjugendbewegung Deutschland sowie Bund Heimat und Umwelt. Der Traditionswettbewerb ist seit 1961 fester Bestandteil ländlicher Entwicklung und soll Menschen motivieren, ihre Zukunftsperspektiven zu bestimmen und aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität auf dem Lande mitzuwirken.
 

Die Siegerehrung des Dorfwettbewerbs findet am 24. Januar 2020 während der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes statt.
 
Weitere Hintergrundinformationen zum Dorfwettbewerb 2019 gibt es unter www.bmel.de/dorfwettbewerb. Dort finden Sie unter anderem ein Kurzprofil mit Informationen zu allen teilnehmenden Dörfern sowie Details zu den Bewertungskriterien und dem Ablauf des Wettbewerbs.
 
 

26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2019 - d ie Gewinner:

Gold
  • Basberg, Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz
  • Bollstedt, Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen
  • Bötersen, Landkreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen
  • Dissen, Landkreis Spree-Neiße, Brandenburg
  • Gestratz, Landkreis Lindau, Bayern
  • Lückert, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen
  • Rumbach, Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz
  • Schaephuysen, Landkreis Kleve, Nordrhein-Westfalen 

Silber
  • Backemoor, Landkreis Leer, Niedersachsen
  • Bettingen, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz
  • Dobbertin, Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern
  • Garlitz, Landkreis Havelland, Brandenburg
  • Hellmitzheim, Landkreis Kitzingen, Bayern
  • Himmighausen, Landkreis Höxter, Nordrhein-Westfalen
  • Langenreichenbach, Landkreis Nordsachsen, Sachsen
  • Niederwalgern, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen
  • Niederwinkling, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern
  • Oberesch, Landkreis Saarlouis, Saarland
  • Quarnebeck, Landkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt
  • Räbke, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen
  • Schleberoda, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt
  • Sögtrop, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen
  • Waffenrod-Hinterrod, Landkreis Hildburghausen, Thüringen

Bronze
  • Louisendorf, Landkreis Kleve, Nordrhein-Westfalen
  • Mühl Rosin, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Nindorf, Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
  • Oberhausen an der Nahe, Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
  • Orferode, Werra-Meißner-Kreis, Hessen
  • Renchen-Ulm, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
  • Waldkirchen, Vogtlandkreis, Sachsen

 
Quelle:
Mathias Paul
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)


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