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Nahe-Region besitzt viel Potenzial

Staatssekretär Andy Becht referierte zum Thema Weinmarketing und Tourismus

Staatssekretär Andy Becht referierte zum Thema Weinmarketing und Tourismus
„Ich liebe die Nahe“, gestand der gebürtige Pfälzer Andy Becht, rheinland-pfälzischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, als er auf Einladung des FDP-Stadtverbades vor rund 60 Gästen im Restaurant der Kauzenburg das Thema „Weinmarketing“ beleuchtete.

„Bad Kreuznach ist die sechstgrößte Weinbaugemeinde in Deutschland, aber dies wird leider nicht so vermarktet, wie wir das gerne hätten. Der Wein kommt in unserer Stadt manchmal zu kurz“, gab FDP-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Eitel zu bedenken. Anerkennend stellte er fest, dass die von der FDP vorgeschlagene Vinothek durch Weinland Nahe erfolgreich etabliert wurde und das Bosenheimer Weingut Lorenz nun auch eine zweite Vinothek im Kurviertel eingerichtet habe. Er kenne aber viele Geschäftspartner im Frankfurter und Eschborner Raum, denen Bad Kreuznach und die Nahe absolut unbekannt sei. „Das geht überhaupt nicht“, so Eitel, der forderte, man müsse mehr Menschen an die Nahe holen.

Becht erklärte, dass die Abkürzung „g. U.“ nicht für „große Unbekannte“ stehe, sondern „geschützte Ursprungsbezeichnung“ bedeutet. Diese stelle die Region, also beispielsweise die Herkunftsbezeichnung „Nahe“ als Qualitätsversprechen und Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund. Die in den Anbaugebieten gegründeten Schutzgemeinschaften müssten noch den Rahmen mit regionalen Lasten und Pflichten definieren. Die Landesregierung bekenne sich zu gehobenen Qualitätswein-Strategie, die damit für 64.000 Hektar der bundesweit 100.000 Hektar Weinbaufläche gelte.

Die Nahe könne mit ihrer Rebsorten-Vielfalt und durch ihre zentrale Lage zwischen Mosel, Rheingau und Rheinhessen verschiedene Terroirs und Charaktere abbilden. Becht bekannte sich zu den anerkannten Spitzenlagen, aber betonte gleichzeitig, dass aus liberalem Blickwinkel jeder Winzer die Chance haben sollte, auch in anderen Lagen Spitzenweine zu erzeugen.

Becht forderte, den Wein bei der Werbung für Tourismus, Gastronomie und Kulturwirtschaft zu nutzen und die Werbung breit aufgestellt zu lassen. Als Positiv-Beispiel nannte er die Aktivitäten der Jungwinzer-Gruppe der „Nahe Sieben“ und der Regionalmarke „SooNahe“. Das Land unterstütze die Betriebe beim Marketing durch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), das wertvolles Fachwissen vermittele. Mancher Winzer sei inzwischen selbst zur Marke geworden. Schließlich sei Wein ein Produkt von Menschen für Menschen, das ganzheitlich für eine Region stehe.

Der Bosenheimer Winzer Werner Lorenz erinnerte an die weinbaupolitische Bedeutung Bad Kreuznachs in der Vergangenheit und appellierte an seine Berufskollegen: „Wir Winzer müssen zusammenhalten. Es liegt an uns, etwas aus der Region zu machen, natürlich in Zusammenarbeit mit den Gastronomen. Aber da liegt vieles im Argen. Es gibt kaum noch deutsche Gaststätten.“ Man  müsse von der Pfalz lernen, wie diese sich so erfolgreich positioniert habe. Mit Blick auf das erfolgreiche Mainzer Marktfrühstück regte Lorenz an, einen Weinstand auf dem Wochenmarkt aufzustellen, den die Winzer gemeinsam betreiben könnten. Wirtschaftsdezernent Markus Schlosser bewertete diese Idee mit „wunderbar“. 


Schätze der Region optimal zu nutzen

Der Weingutsbesitzer Steffen James Montigny aus Bretzenheim zeigte auf, dass die Winzer dazu beitragen könnten, das Gebiet zu profilieren, aber nur im Zusammenwirken mit Gastronomie, Politik und Kommunen. Wenn er mit Kunden zum Kauzenberg oder in die Stadt fahre, überlege er stets, welchen Weg er wählen sollte – Brückes und Planiger Straße seien nicht gerade attraktiv. „Wie können wir zusammen mit der Stadt da ein Stückchen weiter kommen?“, fragte er.

Als Marketing-Experte des DLR betonte Bernd Wechsler aus Oppenheim die Bedeutung der Gastronomie für die Vermarktung von Wein: „Weinkultur kann nur in Verbindung mit einer vernünftigen Gastronomie kommuniziert werden. Das erklärt auch ein Stückweit die Erfolgsgeschichte der Deutschen Weinstraße in der Pfalz“, wo man günstige Straußwirtschaften neben Spitzenrestaurants finde. Die Nahe verfüge über ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal: „Sie hat dank ihrer geologischen Vielfalt auf kleinster Fläche wahnsinnig viele Terroirs. Zudem sind an der Nahe sind die besten Weingüter Deutschlands zu finden.“ Wechsler gab zu bedenken, dass der Begriff „Nahe“ jedes Jahr auf rund 30 Millionen Weinflaschen stehe, die als Multiplikator und Werbeplattform für diese Region stehen: „Da müssen wir was draus machen“, forderte er.

Der rheinhessische Weinbauexperte Heribert Erbes bestätigte das Potenzial der Nahe, das er im Auftrag des DLR auch den Kultur- und Weinbotschaftern vermittelt habe. Doch dieses Potenzial sei schwer zu transformieren, weil die Verbraucherzentren nicht gleich vor der Tür liegen, anders als an der Ahr oder in der Pfalz. „Reden Sie sich nicht schlechter als Sie sind. Die Nahe hat riesige Chancen.“ 

Becht dankte dafür, dass die Pfalz und auch Rheinhessen als Vorbilder ins Gespräch gebracht wurden. Bei aller berechtigten Kritik an Bürokratie habe die Nahe die gleichen Wettbewerbsbedingungen wie die anderen Anbaugebiete im Land. Es gelte, die Schätze der Region optimal zu nutzen und in ein inneres Selbstbild einzubringen. „Also bitte nicht verzagen, Ihr habt’s drauf. Es ist schön bei Euch, macht was draus“, so lautete sein Fazit.


Quelle:
Norbert Krupp
KruppPRESSE