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Stadtverwaltung präsentiert neues Kita-Handbuch zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
Nachschlagewerk für zunehmend komplexes Berufsfeld

Stadtverwaltung präsentiert neues Kita-Handbuch zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Wie verhalte ich mich richtig, wenn das Kind krank in die Kita kommt, wie reagiere ich bei Notfällen durch Naturereignisse oder technische Defekte und was sind die gesetzlichen Grundlagen zu Lebensmittelhygiene und Infektionsschutz? Im komplexen Alltag einer Kindertagesstätte mit teils über 100 Kindern ist es oft schwer, sich an alle Vorschriften, Handlungsanleitungen und die ganzen nützlichen Tipps zu erinnern, die den Ablauf regeln.

Um Licht ins Dunkel der zunehmend komplexer werdenden Vorschriften zu bringen, hat die Stadtverwaltung ein für alle städtischen Kitas verbindliches Nachschlagewerk erarbeitet. Das „Kita-Handbuch“ wurde am Freitag bei einer kleinen Feier stellvertretend für alle Einrichtungen an die Kita Ilse Staab übergeben. Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer nahm den Staffelstab des Projektteams in Empfang.

Künftig soll das Handbuch mit den „Vorgaben der Stadtverwaltung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kindertagesstätten“ in allen Kitas griffbereit liegen und auch online verfügbar sein. Es ist nicht nur als Nachschlagwerk, sondern auch zur gezielten Schulung, zur Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, sowie als Notfallanleitung gedacht. Auf fast 60 Seiten wird detailliert und leicht verständlich aufgeführt, was derzeit an gesetzlichen Regelungen, verbindlichen Vorgaben und Empfehlungen für den alltäglichen Kita-Betrieb existiert. Das Werk gliedert sich in die vier großen Themenbereiche „Hygiene und biologische Gefährdung“, „mechanische Gefährdungen“, „Notfälle“ sowie „Brandschutz und Brandvorbeugung“ mit vielen Tipps und Beispielen.

„Mit dem neuen Kita Handbuch möchten wir die Führungskräfte sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kitas für arbeitsbedingte Gefährdungen sensibilisieren. Es soll in Notfallsituationen Handlungssicherheit geben und letztlich Notfälle vermeiden“, fasste Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer in ihrer Rede Sinn und Zweck des Nachschlagwerks zusammen. Sie hoffe, dass das Buch dem Kita-Personal ein großes Stück Orientierung für alle Situationen im tagtäglichen Betrieb mit auf den Weg gebe. Geplant ist, das Thema Arbeitssicherheit auch in anderen Bereichen der Verwaltung anzugehen und sukzessive umzusetzen.

Das Projekt zur Erstellung eines Kita-Handbuchs wurde im Rahmen des Arbeitsschutzes durch die Stadtverwaltung im Sommer 2016 ins Leben zu rufen. Das Projektteam setzte sich aus Fachkräften aus verschiedenen Bereichen und Fachämtern zusammen und wurde von einer externen Beratungsfirma unterstützt. Nach anderthalb Jahren intensiver Arbeit liegt nun das Ergebnis vor. „Ohne Ihr Engagement und Durchhaltevermögen wäre ein so umfassendes Werk nicht möglich gewesen“, bedankte sich Kaster-Meurer bei den Projektbeteiligten.
Um alle Kitas auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen, organsierte die Verwaltung ab April Schulungen, in denen die Inhalte des Handbuchs praxisnah vermittelt wurden. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen und bei konkretem Bedarf weitere Schulungen zur Auffrischung geplant.

Das neue Kita-Handbuch ist in seiner jetzigen Form nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr soll es durch die Kitas praxisnah erweitert und fortgeschrieben werden.


Foto: Symbolische Geste: OB Dr. Heike Kaster-Meurer und Hauptamtsleiter Matthias Heidenreich nahmen bei der Feier in der Kita Zur Klaster den Staffelstab von Projektleiterin Marisa Rauls (rechts) entgegen. Ina Ries, Leiterin der Kita Ilse Staab, präsentiert das neue Kita-Handbuch (Quelle: Isabel Gemperlein).

Quelle:
Isabel Gemperlein
Stadtverwaltung Bad Kreuznach


 

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