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Aktion von VCD und Zentrum für selbstbestimmtes Leben Bad Kreuznach

Zebra streift durch Wilhelmstraße — wo Rad- und Rollifahrern ein Zebrastreifen fehlt



Bad Kreuznach, 19.05.2019
Ein kleiner Hund in einem Auto hatte - soweit erkennbar - noch den „dicksten Hals“, als am Samstag, 18. Mai 2019, ein Zebra (unterstützt von Polizeibeamten) ein paar Mal den Verkehr in der Bad Kreuznacher Wilhelmstraße stoppte und damit sinnbildlich für die Einrichtung einer oberirdischen Querungshilfe namens Zebrastreifen eintrat.

Das freundliche Tier, eingeladen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZSL) sowie geführt von Greenpeace, sollte zum Ausdruck bringen, was Pia Hilgert vom VCD auch in Worte kleidete: „Wir denken an einen Zebrastreifen“ als Querung über die Wilhelmstraße zwischen den beiden Teilen der Mühlenstraße. 

„Wir möchten eine oberirdische Überquerung“, denn die Mühlenstraße werde von der Wilhelmstraße, „die aussieht wie eine Autobahn“, durchtrennt. Die Wilhelmstraße „sollte Tempo 30 haben, eine Spur für Busse und Radfahrer in jede Richtung und der Autoverkehr muss Platz abgeben“, erklärte die VCD-Vertreterin. Sie leitete diese Forderung aus zwei Problemen ab. 

Zum einen nannte sie die Unterführung: Für geübte Radler stelle sie kein Problem dar, aber die Steigung beziehungsweise das Gefälle dort liegen etwa beim Doppelten dessen, was die Richtlinien als noch barrierefrei festlegen. „Als Aktiv-Rollifahrer kommen Sie da nicht durch“, sagte Hilgert. Zum anderen nannte sie die Mühlenstraße: Die Bürgersteige seien zu schmal für E-Rollis, die Straße zu eng für ein Nebeneinander von Rollis und Autos. Daher die Forderung, diesen Teil der Mühlenstraße als Achse zwischen Krankenhaus und Innenstadt sowie als Verbindung vom Parkhaus zur Fußgängerzone so auszubauen, dass dort Leute mit Rollator, mit Kinderwagen oder E-Rolli sich gefahrlos bewegen können und dieser Weg auch einen schönen Eingang in die Innenstadt darstelle.
 

Innenstadt für alle attraktiv gestalten

Eine Stadt, die für alle Mobilitätsarten geeignet ist und wo es Spaß mache, als Rad- oder Rollifahrer und als Fußgänger unterwegs zu sein, sei auch für den Einzelhandel förderlich, ist Pia Hilgert überzeugt. Die Innenstadt habe nur dann eine Chance, wenn sie dem Internethandel und den Anbietern in den Gewerbegebieten mit ihren großen Parkplatzflächen eine attraktive Stadt gegenüberstelle — ohne „mehrspurige Schneisen“ wie Wilhelmstraße, Hochstraße, Gensinger Straße und Viktoriastraße, deren Rückbau man fordere.

Außerdem würden sich Städte so gegen den Klimawandel wappnen und auch für den demografischen Wandel vorsorgen.
 

Das Auto nicht verteufeln

Diejenigen, die eine Gleichbehandlung aller Verkehrsarten fordern, seien „oft Radfahrer, Fußgänger und auch Autofahrer. Wir sind oft alles“, betonte Pia Hilgert, und es gehe nicht darum, das Auto zu verteufeln. 

Der Verkehrsclub Deutschland setze sich ein für eine umfassende Mobilität aller ein, der Radfahrer, der Fußgänger und auch der Autofahrer. Es gehe um einen gleichberechtigten Mix der Verkehrsarten. Bislang könne sie den in Bad Kreuznach aber nicht erkennen.

Das Zentrum für selbstbestiummtes Leben engagiert sich für die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft und am Verkehr. Dafür brauche es barrierefreie Straßen und Gebäude. Somit gebe es Überscheidungen bei den Anliegen der beiden Veranstalter: „Was gut ist für Rollifahrer, ist auch gut für uns Fahrradfahrer.“
 

Politik und Verwaltung einbeziehen

Auf einer Karte der Stadt Bad Kreuznach konnten die Teilnehmer*innen an der kleinen Kundgebung mit bunten Punkten die Verkehrsproblemzonen der Stadt markieren. Diese Karte werde an die Stadtverwaltung übergeben. „Die Politik muss es wollen und die Politik muss es machen“, so Hilgert, weshalb man eine Woche vor der Kommunalwahl die Forderung nach mehr Zebrastreifen und Übergängen für Fußgänger deutlich mache.

Die Stadt Konstanz sei schon einen Schritt weiter: Dort habe man den Klimanotstand ausgerufen, mit der Konsequenz, dass bei jedem Beschluss des Gemeinderates nun auch die Auswirkungen auf das Klima erwogen werden.
 

Vermeintliche Details erlangen eine hohe Bedeutung


2019-05-18 Zebra streift durch Wilhelmstr Verkehrsaktion VCD ZSL

Peter Jenemann bewegt sich mit Hand- und E-Rollstuhl, Fahrrad und Auto.


Peter Jenemann bewegt sich in Bad Kreuznach mit einem handbetriebenen Rollstuhl, mit einem Elektrorollstuhl, mit dem Fahrrad sowie – „ungern“ – mit dem Auto. „Im letzten Jahr habe ich mit meinem Fahrrad rund 6000 Kilometer zurückgelegt, mit dem Auto ungefähr 500“, erklärt er. Die per Rollstuhl zurückgelegte Strecke habe er nicht gemessen.

Diese persönlichen Mobilitätsbedingungen erfordern beispielsweise schon beim Wegzug der Physiotherapeutin aus der Nachbarschaft ins Gewerbegebiet grundlegende Gedanken über die weitere Erreichbarkeit dieses medizinischen Angebots.  

Vermeintliche Details der Verkehrsplanung erlangen je nach den persönlichen Umständen eine hohe Bedeutung, wie Jenemann anhand von Schilderungen seiner täglichen Erfahrungen auf Straßen und Wegen darstellte. Dazu zähle auch die Überwachung von Tempolimits in 30er-Zonen wie der Rüdesheimer Straße und in Verkehrsberuhigten Gebieten wie der Van-Recum-Straße. „Solange da keine Geschwindigkeitsmessungen gemacht werden, fahren die, wie sie wollen. Im Übrigen betrifft das auch die Radfahrer“, sagt Peter Jenemann, einige würden die abschüssige Strecke mit 30 bis 40 km/h befahren. „Das muss nun wirklich auch nicht sein.“

Thomas Gierse

 

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