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2017-05-09 Seeger Gewobau (Blaetz)
Auf dringenden Bedarf mit Ausbau von Dachgeschossen reagiert

Auch mit Blick auf die Rendite ein Erfolg: Bezahlbarer Wohnraum von der Gewobau

Mietwohnungen für alle Einkommen bereitstellen zu können, sei ein wichtiges Anliegen der Stadt Bad Kreuznach, betont Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Doch „das kann nicht allein die Gewobau machen“, sagt sie, denn die Stadt-Tochter mache ja schon viel. Einen Aspekt der gemeinnützigen Tätigkeit stellte Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger jetzt vor.


Anlass war eine Veranstaltung von Stadt Bad Kreuznach und Gewobau zum Thema „Bauen und Fördern“. Ziel des Vortragsabends mit Publikum aus der privaten Wohnungswirtschaft war zu verdeutlichen, dass sozial adäquater Wohnraum mit Rendite geschaffen werden kann, nicht zuletzt weil die Möglichkeiten der Förderungen durch das Land stark ausgeweitet wurden.

Als ein Erfolgsmodell stellte Seeger den Ausbau von 21 Dachgeschosswohnungen im Korellengarten vor. Dabei nahm die Gewobau das „Sonderprogramm zur Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbegehrende“ der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Anspruch - ein „tolles Finanzierungsmittel“, wie Seeger hervorhob.

Mit dessen Hilfe (Null-Zins-Finanzierung) und weiterer Unterstützung durch die Sparkasse konnte das 1,3-Mio.-Euro-Vorhaben so entwickelt werden, dass es für die Gewobau rentierlich ist. Der zinsfreien Förderung durch die ISB in Höhe von 773.000 € stehen eine Zweckbindung der 21 Wohnungen und eine auf 5,25 €/qm gedeckelte Miete für die Dauer von 10 Jahren gegenüber.

Der Korellengarten in Bad Kreuznach-Südost ist „Kerngebiet“ der Gewobau-Aktivitäten: Dort besitzt sie rund 1300 Wohneinheiten und sorgt durch Kooperationen mit dem Stadtteilverein und Sozialamt, mit IB, VHS (Sprachkurse) und Ausländerpfarramt sowie durch Vorabinformation in Versammlungen und beim Sommerfest für die notwendige soziale Abfederung ihrer Vorhaben.

„Das soziale Gefüge ist recht gut“, sagt Seeger. Zu zwei Drittel seien die neu geschaffenen Wohnungen bereits belegt. Was nach den Wirren des Jahres 2015 für die Stadt eine enorme Entlastung bei der Unterbringung von Flüchtlingen bedeutet, ist im Gegenzug für die Gewobau keine finanzielle Belastung: Unter dem Strich steht eine „auskömmliche“ Rendite, von der der Gewobau-Geschäftsführer immer sagt, dass sie die Voraussetzung für gute, gesellschaftlich wirksame Projekte sei.


 
Im Detail

Die Dachgeschosse der Gewobau-Gebäude Korellengarten 37 bis 63 wurden seit Mitte 2015 zu hellen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen in Größen von 50 bis 60 qm ausgebaut. Zwei Drittel der 21 Wohneinheiten für geflüchtete Familien sind bereits belegt, die restlichen werden im Juni 2017 bezugsfertig sein. 

Voraussetzung der Förderzusagen waren eine auf zehn Jahre festgelegte Mietpreisbindung von 5,25 € pro Quadratmeter und die Zweckbindung: Die Stadt behält 10 Jahre lang das Belegungsrecht.

So rechnet die Gewobau: Höhe des öffentlich geförderten Darlehens durch die ISB 773.000 Euro, 0 % Zinsen bis zum Ablauf von zehn Jahren nach Bezugsfertigkeit. Finanzierung darüber hinaus über ein Annuitätendarlehen in Höhe von 527.000 Euro, 1,55% Zinsen.
Zieht man die Bewirtschaftungskosten sowie Zinsen und Tilgung von den Einnahmen ab, so ergibt sich als Ergebnis ein Überschuss von gut 16.900 Euro.


 
Soziales Netzwerk der Unterstützer

Der Altersschnitt der neuen Mieter beträgt 28 Jahre, der Schwerpunkt liegt auf Familien (Ehepaaren bzw. alleinerziehende Eltern mit Kindern) sowie junge Ehepaare. Die Menschen stammen vorrangig aus Syrien und dem Iran, Afghanistan und Armenien. 

Auch die Mieter im Korellengarten sind zufrieden, berichtete Seeger. „Wir haben im Quartier ein gut funktionierendes Netzwerk der Integration geschaffen. Viele besuchen wohnortnahe Treffpunkte, lernen zusammen Deutsch oder treffen sich im Begegnungszentrum zum gemeinsamen Kochen und Handarbeiten“.

Das Sozialamt der Stadt richtet die Wohnungen mit (teils gebrauchten und gespendeten) Möbeln ein, organisiert Techniker für Installationen und bietet Hilfestellungen bei Anfangsschwierigkeiten: zum Beispiel Adressen für kostengünstigen Einkauf, fremdsprachige Ärzte, Tafel, Kleiderkammer etc. Dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund.
 
Der Stadtteilverein Südost mit dem Stadtteilbüro bietet eine niederschwellige Anlaufstelle für Information und Beratung und bündelt Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement vor Ort. 

Die Volkshochschule (VHS) bietet in Kooperation mit der Mainzer Institution „Arbeit und Leben“ seit November 2016 B2-Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund im Begegnungszentrum an. Darüber hinaus finden Schulungen für den beruflichen Alltag statt: Bewerbungstraining, Anerkennung beruflicher Abschlüsse, etc. 

Der Internationale Bund ist erster Ansprechpartner für Integrationskurse, die für Asylantragsteller verpflichtend sind. Vor Ort wird im Korellengarten im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend stärken“ Einzelfallberatung nach Vereinbarung angeboten. Ein Mikroprojekt für benachteiligte Jugendliche endete im Oktober, ein neues ist in Aussicht gestellt. Die Treffen finden im Begegnungszentrum statt. 

Aktiv für Flüchtlinge – Ausländerpfarramt: Gemeinsam mit der Gewobau haben Vertreter des Pfarramts für Ausländerarbeit im Vorfeld der Umbaumaßnahmen eine Veranstaltung für alle Mieter organisiert. Ziel der Gewobau ist es, „alte“ und „neue“ Mieter miteinander bekannt zu machen und so das soziale Zusammenleben im Stadtteil zu stärken. 

Nachbarn im Ehrenamt: Integration funktioniert nicht ohne die kleinen Gesten im Alltag. Die Gewobau ist stolz darauf, trotz der Größe und Multinationalität des Stadtteils eine gut funktionierende Gemeinschaft unter ihren Mietern und den Willen zu gegenseitigem Respekt erkennen zu können.
 

Thomas Gierse


Das Foto oben zeigt Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger bei der Präsentation des Korellengarten-Projekts. Foto: Jürgen Blätz


 

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