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2018-04-15 Wasser Wasserwerk Stromberger Str (tg)
Tag der offenen Tür am Wasserwerk bot Kurzweil und Info

Bad Kreuznacher Trinkwasser: Ungetrübter Genuss, aber hoher Aufwand

Bad Kreuznach, 16.04.2018
Ihr Trinkwasser ist den Bad Kreuznachern nicht gleichgültig — diesen Schluss lässt der gute Besuch des Tages der offenen Tür am Wasserwerk wohl zu. Wie in (fast) jedem Jahr luden die Kreuznacher Stadtwerke in ihre zentrale Anlage für die Wasseraufbereitung und Trinkwasserverteilung an der Stromberger Straße ein.


Das Anliegen der Stadtwerke sei, den Bürgern am Tag der offenen Tür die Arbeit rund um die Wasserversorgung näherzubringen, sagte Geschäftsführer Dietmar Canis zur Begrüßung am Sonntag, 15.04.2018. Anlass ist der UN-Weltwassertag, der stets im Frühjahr auf Probleme der Wasserversorgung hinweist.

Eine weltweite Sorge, die Wasserknappheit, betrifft die Region Bad Kreuznach nicht. „Wir haben genug Wasser“, sagte Dietmar Canis. Hier stellten sich eher die Frage der Verteilung und die der Qualität. Darüber müsse man sich immer wieder Gedanken machen. Die Wasserqualität sei „im Prinzip gut“, so Canis, doch gebe es drei Probleme, die hierzu dauerhaft im Blick der Stadtwerke sind.
 

Schmutziges Erbe der US Army

Als erstes der drei Probleme führte Dietmar Canis Hinterlassenschaften der US-Streitkräfte an. Noch immer gebe es nördlich des Michelin-Werkgeländes ein Areal, auf dem die Amerikaner „nicht sehr umweltfreundlich und umweltbewusst“ eine Wäscherei betrieben. „Dort findet man FCKW im Boden. Wenn man so etwas im Boden hinterlässt, dauert es Generationen, bis sich das abgebaut hat“, erklärte Canis. 

Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffe sind vor allem als Problem im Zusammenhang mit der Ozonschicht und dem „Sauren Regen“ bekannt. Weil sie im Boden und Grundwasser praktisch nicht abgebaut werden, können im Körper sich ansammelnde (eigentlich ungiftige) FCKW zu starken gesundheitlichen Problemen führen. Damit dies nicht passiert, betreiben die Stadtwerke mit sogenannten Abwehrbrunnen eine  aufwendige Vorsorge. Mithilfe dieser Brunnen wird das Wasser aus dem Areal herausgezogen, dann wird es gereinigt und anschließend in die Nahe geleitet.


2018-04-15 Dietmar Canis Stadtwerke (tg)

Stadtwerke-Chef Dietmar Canis bei  Tag der offenen Tür im Wasserwerk.

 

Ebenfalls von Menschen gemacht: das Nitrat

Das zweite Problem bei der Wasseraufbereitung sei ebenfalls von Menschen gemacht: das Nitrat. Nitrat gelangt vor allem durch Düngen in der Landwirtschaft ins Grundwasser.

Bei einzelnen Brunnen übersteige die Nitratbelastung den europaweit geltenden Richtwert von 50 Milligramm pro Liter. Früher habe man das Problem durch Mischung gelöst: Wasser aus belasteten Brunnen und Wasser aus kaum oder nicht belasteten Brunnen ergab in der Mischung Werte, die unter dem vorgeschriebenen Limit blieben. Gleichwohl sei man relativ nahe an den Grenzwerten geblieben. Heute wird das Wasser besser aufbereitet: Mittels Umkehrosmose kann der Nitratgehalt von ehemals 40-43 auf unter 25 Milligramm pro Liter gesenkt werden.
 

Kalk – eine Geschmackssache

„Umkehrosmose“ ist auch das Lösungswort zum dritten, geologisch bedingten Phänomen, der Wasserhärte. Das aus der Tiefe geförderte Wasser ist zuvor durch die Erde auf den Grundwasserspiegel hinabgeflossen und hat sich auf dem Weg dorthin mit (zu viel) Kalk angereichert.

„Das ist Geschmacksache“, sagte Canis zur unmittelbaren Konsequenz aus dem Kalkgehalt. Neben dem Geschmack gibt es aber eine prinzipiell kostenträchtige Folge, denn Kalk lagert sich ab, was in Wasserrohren und Installationen ebenso deutlich wie in Wassertkochern und Waschmaschinen seine Spuren hinterlasse. Deswegen sei im Oktober 2012 eine Wasserenthärtungsanlage in Betrieb genommen worden, mit dem Hauptziel, die Wasserhärte auf 12° deutscher Härte zu reduzieren. 
 

Jeder kann etwas beitragen

Einen unterhaltsamen und informativen Tag wünschte Canis den Gäste im und am Wasserwerk. Natürlich verbanden die Stadtwerke auch ein nachhaltiges Anliegen mit dem Tag der offenen Tür: Mit Aufklärung des Bewusstsein für die Umwelt schärfen. Familien konnten sich an Mitmachstationen über die Folgen von Müll und Verschmutungen für das Trinkwasser informieren. Etwa darüber, was Chemie anrichten und an Aufwand bedeuten kann. "Medikamente gehören nicht in das Abwasser", so Canis.

Thomas Gierse

 

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