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Tourismus und Umweltschutz machen gemeinsame Sache: „Fahrrad laden statt Auto tanken“
Gastronomen und Hoteliers bieten kostenloses Akkuladen an

Tourismus und Umweltschutz machen gemeinsame Sache: „Fahrrad laden statt Auto tanken“

Bad Kreuznach, 25.04.2019
30 Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie in der Region Bad Kreuznach und Rheinhessen beteiligen sich an an der Kampagne „Fahrrad laden statt Auto tanken“. Am Donnerstag, 25. April 2019, trafen sich die Teilnehmer aus der Region Bad Kreuznach mit den Machern, um die Hinweisplaketten für die Außendarstellung entgegenzunehmen.


Die Initiative komme genau zur richtigen Zeit, sagte Bettina Dickes bei diesem Treffen im Bad Kreuznacher Brauwerk. Dickes ist zweifach an der Kampagne beteiligt: „Ihr“ Klimaschutzmanager Simon Haas aus der Kreisverwaltung gehört zu den Initiatoren der Kampagne und die Naheland-Touristik, deren Aufsichtsratsvorsitzende sie ist, übernimmt als Partner einen Gutteil der Vermarktung dieser Idee. So sprach die Landrätin von einer  „perfekten Symbiose“ in einer Region, die zum Radfahren einlade und dies mit der Kampagne auch unterstütze.

Sie habe nicht lange überlegen müssen, erklärte auch Ute Meinhardt, Geschäftsführerin der Naheland-Touristik GmbH, denn „die Initiative von Seiten des Umweltschutzes aufzugreifen und mit dem Tourismus in Verbindung zu bringen ist für uns eine super Komponente.“ Sie erinnerte daran, dass man 2011/2012 an der Nahe der E-Bike-Leihsystem installiert habe, das bis heute in Betrieb ist. Der Trend zum E-Bike, sei genau so, wie alle Experten es vorausgesagt haben, auch eingetreten. Dies erweise sich auch jenseits der bekannten Radwege, wo gleichermaßen die Genussradler und die sportlich Ambitionieren anzutreffen seien, die dank Motorunterstützung Sport treiben, die Natur genießen und ihren Aktionsradius erweitern.
 

Klimaschonende Alternative zum Auto

Die teilnehmenden Betriebe bieten ihren Gästen und Kunden an, die Akkus der E-Bikes und Pedelecs kostenlos aufzuladen. Für die Betriebe entstehen dabei in der Regel sehr geringe Stromkosten: Einen Akku vollzuladen kostet etwa 0,15 Cent. Umgekehrt kann die Ladestation für die E-Bike-Fahrer ein zusätzlicher Anreiz bei der Wahl des Zwischenstopps sein. 

Das Ziel der Kampagne ist es aus Sicht der Klimaschutzmanager, den Bürger*innen in ihrer Freizeit sowie Touristen und Urlaubern in der Region eine klimaschonende Alternative zum Auto zu bieten. Ein Auto erzeugt je nach Größe und Art etwa 170 g CO2 je Kilometer. Bei E-Bikes sind es ungefähr 6 g/km (beim typischen deutschen Strommix). So trägt das E-Bike als Alternative zum Auto zu einer erheblichen Treibhausgaseinsparung bei.

Die Naheland-Touristik GmbH und die Rheinhessen-Touristik nehmen die teilnehmenden Betriebe in Onlinekarten und Datenbanken auf. Auf den Homepages der teilnehmenden Kommunen, auf www.klimaschutz-lkkh.de und auf www.klimaschutz-rheinhessen-nahe.de werden die Listen der teilnehmenden Betriebe veröffentlicht.

Thomas Gierse

Das Foto zeigt Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Betriebe mit Klimaschutzmanager Simon Haas und Landrätin Bettina Dickes (links neben der Ladestation und Ute Meinhard, Geschäftsführer der Naheland-Touristik GmbH, rechts.

 

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