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Video: Schneisen schneiden mit der Helikoptersäge
Stromleitungstrassen in Wäldern bei Bad Sobernheim freigelegt

Video: Schneisen schneiden mit der Helikoptersäge

In so einem Job ist Nerven behalten gut, doch besser ist, man hat erst gar keine. Wie Urs Aecherli. Er fliegt einen Heli mit zehn schnelldrehenden Sägeblättern unten dran. Der Gedanke daran dürfte manchen, den schon rückwärts Einparken oder das Hantieren mit einer Heimwerker-Kreissäge gruselt, vollends fertig machen. 

Aber der 60-jährige Pilot ist der Archetypus des Deutsch-Schweizers: in sich weilend, leise und scheinbar langsam, doch tatsächlich weltmeisterlich effizient. Jetzt war er einige Tage für die RWE in der Region Bad Sobernheim unterwegs.

„Er ist der Beste, es gibt keinen Besseren“ – das sagt einer, der Aecherli vom Boden aus beim Freischneiden von Stromleitungstrassen betreute, ihn dirigierte, das Umfeld absicherte. Auch der kann mal was übersehen. „Ich hab schon mal ein Gartenhüsli verschnitten“, erzählte der Pilot im Schweizer Fernsehen. Und einmal fing das acht Meter lange Sägenungetüm Feuer, 30 Liter Superbenzin drohten unter Aecherli zu explodieren. Das Werkzeug auszuklinken, kam für ihn damals und bis heute nicht ein einziges Mal infrage. Er tunkte die brennende Säge in einen Swimmingpool und fertig.
 
Alternative Beschreibung
10 Sägeblätter, angetrieben von einem 45 PS starken Zweitakt-Motor.
Quelle: Thomas Gierse
Wer einmal zusehen konnte, wie Urs Aecherli beim Landemanöver erst die Säge, dann das 30 Meter lange Rohrgestänge und schließlich den Helikopter in Mutter Erdes Schoß legt, wird gar nicht die Frage stellen wollen, ob damals eine Schwimmbadkachel Schaden nahm. „Es ist immer alles gut geraten“, antwortet Aecherli auf die Frage nach den schrecklichsten Momenten mit der Säge im Schlepptau.

Seit 12 Jahren macht er europaweit diese Arbeit, die zumindest in Deutschland auf die winterliche Wachstumspause zwischen Oktober und Februar begrenzt ist. Zuletzt hatte die Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH, der größte Verteilnetzbetreiber in Deutschland, Aecherli und das Team von Heli-Energyservices.SA engagiert, um bei Bad Sobernheim eine Mittelspannungsleitung auf der Länge von vier Kilometern freizuschneiden.
 
Alternative Beschreibung
Glatter Schnitt mit der Heli-Säge.
Quelle: Jutta D'Orazio, RWE
Was früher mühsamste und riskante Arbeit mit Leiter, Sicherung und Handsäge bedeutete, erledigt die Helikoptersäge in einem Bruchteil der Zeit. Ihr Einsatz verkürzt auch die Zeitspanne, für die der Strom aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden muss. Denn darum geht es ja schließlich: Das Stromnetz sicher zu betreiben, Störzeiten auszuschließen beziehungsweise zu minimieren.

Bei den Flügen rund um Bad Sobernheim stand der Pilot in Funkkontakt mit dem „Bodenpersonal“, nämlich Alexander Posininsky (RWE Rhein-Ruhr Netzservice) und einem Koordinator der Helikopter-Crew. Sie achteten auf Gefahren, nannten Höhen und Abstände. Gleichwohl muss der Pilot ständig unter sich schauen, was die Fliegerei mit der Säge extrem anstrengend macht. Die Spezialtür im Heli ist im oberen Teil stark nach außen gewölbt, im unteren Teil ist sie offen – was eine ungehinderte Sicht erlaubt und bei -15 bis -20 Grad frische Temperaturen garantiert. „Das ist nicht das Ideale, man zieht sich dementsprechend wärmer an“, merkt Aecherli dazu an.

Eine vor Kälte zitternde Hand wäre jedenfalls fatal und kommt in Aecherlis Gedankenwelt wohl auch nicht vor. Seinen Traum vom Fliegen erfüllt er sich jeden Tag aufs Neue. Und er denkt gar nicht daran, etwas weniger Forderndes zu machen. „Ich habe eigentlich schon alles gemacht in der Heli-Fliegerei“, sagt er, „und ich denke, dass ich das noch fertig mache.“ Bis zur Rente.

Thomas Gierse
 


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