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Der Gemeinschaftskunde-Kurs stellt jugendliches Engagement unter Beweis
Aus „Fridays for future“ wurde „Projekte am Montag“

Der Gemeinschaftskunde-Kurs stellt jugendliches Engagement unter Beweis

Am Montag, 25. März 2019, startete das lange vorbereitete Nachhaltigkeitsprojekt der Gymnasialklasse BGyW17a des beruflichen Gymnasiums der Berufsbildende Schule (BBS) Wirtschaft. Ökologie und soziales Engagement sollten miteinander verknüpft werden.

Klimawandel, Massentierhaltung, virtuelles Wasser und Globalisierung, das alles sind Themen, die innerhalb einer Unterrichtsreihe unter der Kursleitung von Ostr’in Daniela Bartkus-Börder behandelt wurden. Der Kurs griff die Anregung der Lehrerin auf, die Inhalte in konkrete Taten und eine Aufklärungskampagne innerhalb der Schule münden zu lassen. Die Schüler und Schülerinnen überlegten sich Projektideen, die zur Thematik als auch den eigenen Interessen passten.

Die Klasse konnte, mit einem Waffelverkauf, eine Summe von 130 Euro einnehmen, die für eine ökologische Initiative gespendet wird. Bei der Zubereitung der Waffeln wurde explizit darauf geachtet, dass ausschließlich regionale Produkte zur Verwendung kamen. Zudem fand über begleitende Ausstellungswände eine Aufklärung über Massentierhaltung und Eierproduktion statt sowie die Probleme, die damit einhergehen. Der Vorteil einer Freiland-Haltung der Tiere wurde erläutert, mit der Intention, dass das Einkaufsverhalten verändert wird.
 

„Der Weg einer Jeans“

Innerhalb eines nächsten Projektes konnten die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe des Themas ‚,Weltreise einer Jeans‘‘ die Kehrseite der Globalisierung erarbeiten. Mangelnde Sicherheitseinrichtungen in den Nähereien der Entwicklungsländer und lange, schlecht bezahlte Arbeitszeiten sind nur einige der Probleme, die sich bei der Herstellung einer Jeans im Auftrag großer westlicher Konzerne ergeben.

Jeder kennt es: Man öffnet seinen Kleiderschrank und man erwischt sich dabei, dass man ältere Klamotten nicht mehr anzieht, obwohl sie noch tadellos und tragbar sind. Bei dieser „Selbsterkenntnis“ setzte ein weiteres Projekt an, bei dem sich auch die ganze Schule beteiligte: Die Klasse initiierte eine Kleidersammlung, bei der das Zuviel an Kleidung gesammelt wurde und an die Diakonie übergeben wurde, um bedürftigen Menschen zu helfen und hoffentlich ein Lächeln in deren Gesicht zu zaubern.

Von einer anderen Gruppe wurden Aufklärungsplakate zu den allgegenwärtigen und globalen Plastikproblemen, die Meere und Böden verseuchen, ausgestellt. Lösungsvorschläge, die jeder Mensch im Alltag anwenden kann, wurden ausarbeitet und präsentiert.


Virtuelles Wasser

Der Wasserverbrauch eines Jeden bemisst sich nicht nur an der Dauer des morgendlichen Duschens. Essgewohnheiten beeinträchtigen ebenso den eigenen ökologischen Wasserfußabdruck. Das ist vielen Menschen nicht bewusst. Zu einer Badewanne voll Wasser, die wir täglich direkt aus der Wasserleitung holen, kommen Tag für Tag noch einmal 25 Badewannen voll hinzu, versteckt in Produkten. Beispiel Rindfleisch: In einem Kilo Rindfleisch stecken 16.000 Liter virtuelles Wasser, denn ein Rind trinkt nicht nur, es frisst - und sein Futter muss angebaut und reichlich bewässert werden.

Die Thematik des virtuellen Wassers bezeichnet die Menge Wasser, die tatsächlich für die Herstellung eines Produktes anfällt. So kommen schockierende Zahlen zustande.

Auch dies war ein Thema, bei dem sich die Klasse verpflichtet sah, die Schulgemeinschaft darüber zu informieren.

Die BGY17a ist stolz, die Projekte realisiert zu haben und hat das gute Gefühl, selbst etwas bewegt zu haben und nicht tatenlos den drängenden ökologischen Fragen gegenüber zu verharren.


Foto: Plakat Hühnerhaltung

Quelle:
Daniela Bartkus-Börder
BBS Wirtschaft in Bad Kreuznach


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