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Bürkle Stiftung ermöglicht "Quantensprung" für kleine Patienten
Herzultraschallgerät im Diakonie-Krankenhaus erleichtert Diagnose und Behandlung

Bürkle Stiftung ermöglicht "Quantensprung" für kleine Patienten

Eine Schwangere aus dem Raum Kirn kommt ins Diakonie-Krankenhaus in Bad Kreuznach und wird dort von Zwillingen entbunden. An ihrem Arbeitsplatz erzählt die junge Mutter später beeindruckt von der tollen Hilfe, die ihr und ihren beiden „Frühchen“ vor und nach der Entbindung zuteil wurde. Am Mittwoch nun konnte die Kinderstation ein etwa 70.000 € teures Herzultraschallgerät vorstellen – weitgehend bezahlt vom Arbeitgeber der Mutter aus dem Raum Kirn.

In Kirn haben die prosperierende Simona AG und die Bürkle Stiftung ihren Sitz (siehe unten „Hintergrund“); die Stiftung ist der Arbeitgeber der Mutter. Als Eignerin eines großen Simona-Aktienpakets war es der Bürkle Stiftung möglich, sich mit einer Spende in Höhe von 60.000 € am Kauf des hochmodernen medizinischen Geräts zu beteiligen.

Das Ultraschallgerät ist ein wesentlicher Baustein für die Kinderkardiologie, die das Diakonie-Krankenhaus von April an anbieten wird. Dann wird Dr. Edmondo Hammend nach einer dreijährigen Facharztausbildung im Uni-Klinikum Heidelberg nach Bad Kreuznach zurückkehren und den neuen Schwerpunkt in der Kinderheilkunde anbieten.

Dr. Christoph von Buch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinderstation im Diakonie-Krankenhaus, bezeichnet die künftigen Möglichkeiten als einen „Quantensprung in der Diagnose und Behandlung von Frühgeborenen“. Eines von hundert Kindern wird mit einem Herzfehler geboren, erläuterte Dr. Hammend. Außerdem gelte jedes Kind, dessen Vater oder Mutter einen angeborenen Herzfehler hat, als risikobehaftet.

Alternative Beschreibung
Bunte Mutmacher drehen neben dem Schwarzweißbild des Ultraschallgeräts sachte ihre Runden.
Fotos: Thomas Gierse
Diese Kinder werden oft über Jahre ambulant betreut, denn viele Herzfehler „wachsen sich aus“. In dieser langen Phase werden die kleinen Patienten künftig aber nicht mehr – oder nicht mehr so oft – ins Uniklinikum Heidelberg fahren müssen. Zwar werde das dort vorgehaltene maximalmedizinische Angebot vom Diakonie-Krankenhaus nicht angestrebt, aber das breite Spektrum werde in Bad Kreuznach fundiert abgedeckt, erklärte Dr. von Buch bei dem Pressetermin. Schaue man in Richtung Kirn und weiter gen Westen, befinde sich das nächste Krankenhaus mit dieser technischen und personellen Ausstattung in Saarbrücken sowie in Trier und Kaiserslautern.

Neben dem Herzultraschallgerät verfügt die Kinderstation auch über einen neuen Inkubator. Der sehr rührige Förderverein der Kinderstation diese Anschaffung ermöglicht und den Differenzbetrag bei dem Ultraschallgerät getragen. Der hochmoderne Brutkasten, dessen Aussehen im geöffneten Zustand an eine Giraffe erinnert und der deshalb auch so genannt wird, ermöglicht die Untersuchung von „Frühchen“, ohne sie herausheben zu müssen und ohne sie der vergleichsweise niedrigen Raumtemperatur auszusetzen.

Die beiden Ärzte Dr. von Buch und Dr. Hammend bewegten sich bei der Präsentation des Ultraschallgeräts zwischen Stolz und Dankbarkeit. Stolz, weil das bisher Erreichte die Voraussetzung für die Angebotserweiterung war, Dankbarkeit, weil ohne die große Spende der Bürkle Stiftung und ohne die vielen kleineren Gaben via Förderverein diese Leistung nicht zu erbringen wäre. Der Bürkle Stiftung sei die bestmögliche Versorgung für die Kleinsten in der Region  eine „Herzensangelegenheit“, sagte die Repräsentantin der Stiftung, Gudrun Wiest.

Thomas Gierse
(25.01.2012)

Das Foto zeigt Gudrun Wiest, Repräsentantin der Bürkle Stiftung, mit Dr. Edmondo Hammend (links), dem künftigen Kinderkardiologen, und Dr. Christoph von Buch, dem Chefarzt der Kinderabteilung.



Hintergrund: Bürkle Stiftung
Anita Bürkle, die 2010 verstorbene Witwe des langjährigen Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratsvorsitzenden der SIMONA AG, Dr. Wolfgang Bürkle, hat 2007 die „Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung“ ins Leben gerufen. Das von ihrem Ehemann geerbte Aktienpaket an der SIMONA AG hat Frau Bürkle als Vermögen in die Stiftung eingebracht. Die Aktien von Frau Bürkle sind nach ihrem Tod ebenfalls auf die Stiftung übergegangen. Die Stiftung unterstützt und fördert wohltätige Maßnahmen insbesondere in der Region Kirn.

Der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung stehen seit dem 13. Mai 2010 insgesamt 184.739 Stückaktien (entsprechend 30,79 % der Stimmrechte) an der SIMONA AG zu.

Quelle: www.simona.de