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Für andere, die es verdient haben, Herzenswünsche äußern

Kennwort "Traum": Wie ein Fideles Hofgericht und die Sparkasse gemeinsam Gutes tun




Bad Kreuznach, 21.08.2018
„Geehrtes Fußvolk, hiermit setze ich euch dodevon in Kenntnis, dass die Gässjer beschloss honn, über die Stadtspitz Gericht ze halle.“ Beim Kommunalpolitischen Frühschoppe auf dem Bad Kreuznacher Jahrmarkt zog am Montag, 20.08.2018, das Fidele Hofgericht in das Naheweinzelt ein. Es will nicht nur Gerechtigkeit walten lassen, sondern auch Gutes tun.


Der Karnevalistenclub „Fidele Wespe“ und die Sparkasse Rhein-Nahe haben sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen. Unter dem Motto „Spar dei Träum nit uff for morje“ können seit Jahrmarktsmontag und nun noch knapp vier Wochen lang Herzenswünsche geäußert werden. Es soll sich eher um nichtmontäre Wünsche handeln, nicht etwa ums Glattziehen des Girokontos. Vor allem: Der Wunsch beziehungsweise dessen Erfüllung soll anderen zugute kommen, jemandem, der eine außergewöhnliche Belohnung verdient hat.

Wenn bei der Erfüllung der Wünsche Kosten anfallen sollten, dann wird das Fidele Hofgericht eine besondere Rolle spielen. Dessen Ankläger Prokurator Schwadronator alias Sascha Keßler nahm derweil die Voruntersuchungen gegen den gesamten Stadtvorstand auf, der hier durch Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer vertreten wird.
 

"Das, was zu tun gewes wär, nit getun ze honn ..."

Zu diesem Zweck führte der Gerichtsbüttel die Delinquentin nach vorn, wo sie sich der Verlesung der Anklageschrift stellen musste. Demnach haben sie, der gemeine Stadtvorstand und „die ganz’ Bagage vom Stadtrat“ seit Jahren die Gässjer gefoppt und einen Haufen Kohle „für nix“ verheizt. Außerdem wird ihnen zur Last gelegt, das, „was zu tun gewes wär, nit getun ze honn, und dodefor das, was nit ze tun gewes wär, mehr als genug getun ze honn“. 

Nun wartet das halb bankrotte Städtchen nur noch darauf, ganz bankrott zu gehen. Beim angeblichen Handeln zum Wohle des Volkes hätten die Beklagten den Worten kaum Taten folgen lassen. Obwohl alle Truhen und Schatullen des Schatzmeisters längst geleert seien, „verbraten die Angeklagten nach wie vor die Dukaten der Bürger.“ Mit Steuern, Abgaben und Parkgebühren pressen sie den letzten Heller aus den Leuten.

Der Ernst der Lage werde vernebelt, insbesondere durch nicht endendes Quatschen gegen jede Vernunft im Marionettentheater Stadtrat. „Diese Vergehen sind strafbar nach so ziemlich allen Vorschriften und außerdem nach dem gesunden Menschenverstand“, erklärt de Prokurator Schwadronator.

Nun wird auf Wunsch der Oberbürgermeisterin erst einmal ein Gutachten über ihre Amtsführung erstellt. Außerdem steht ihr ein Anwalt (Thomas Scheffler) zur Seite.

► Der Termin zur öffentlichen Verhandlung über die Ankage wird bestimmt auf Samstag, 13.10.2018, 16 Uhr, auf der Pfingstwiese.

 

Herzenswünsche äußern


Unter dem Motto „Spar dei Träum nit uff for morje“ können also vier Wochen lang Herzenswünsche eingereicht werden. Diese werden gesichtet und von einem Kuratorium bewertet. „Das Kuratorium wird sicherstellen, dass es sich bei der Auswahl um Wünsche handelt, die auch realisierbar sind. Gerne nutzen wir dazu auch unsere guten Kontakte über unser Geschäftsgebiet hinaus, z. B. zu anderen Sparkassen“, erläutert Andreas Peters, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe. „Dabei sollen jedoch ausschließlich nichtmonetäre Wünsche Berücksichtigung finden“, ergänzt Dr. Gerd Modes, 1. Vorsitzender der Fidele Wespe.

 
Die Wünsche können (mit Angabe des Kennworts „Traum“) an die Postadresse der Sparkasse Rhein-Nahe oder per E-Mail an [email protected] gesandt werden.

Die Teilnahmebedingungen sind online abrufbar: www.sparkasse.net/traum.



Dem Kuratorium gehören der Gesamtvorstand der Sparkasse Rhein-Nahe sowie Karlfred Sauerbeck und Heinz-Jürgen Dilli (beide von der Fidele Wespe) sowie Landrätin Bettina Dickes und Dr. Rudolf Mackeprang an.

Doch wie werden eventuell anfallende Kosten für die Realisierung der Wünsche finanziert? „Dafür haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen“, so Peters. Es hat mit der Gerichtsverhandlung am 13. Oktober zu tun. Man darf in jedem Fall gespannt sein, was sich die Karnevalisten und die kreativen Köpfe der Sparkasse dafür ausgedacht haben.

„Als Sparkasse sind wir stets auf der Suche nach interessanten Möglichkeiten, der Region etwas zurückzugeben. Diesmal haben wir uns mit der ,Fidele Wespe’ etwas einfallen lassen“, erklärt Peters. „Es gibt so viele engagierte Menschen, die für andere Außergewöhnliches leisten und dabei ihre eigenen Interessen hintanstellen. Darum soll dazu aufgefordert werden, Dritte zu benennen, die für Sie ansonsten unerreichbare Wünsche erfüllt bekommen sollen.“

Sofern sich alles in einem machbaren Rahmen bewegt werde man alles daran setzen, den Wunsch zu erfüllen und dem Beschenkten eine unvergessliche Freude zu bereiten, so Andreas Peters.


Thomas Gierse
Quelle: Sparkasse Rhein-Nahe



2018-08-10 Fideles Hofgericht Aktion Wuensche Modes und Peters

Die Fidele Wespe und die Sparkasse Rhein-Nahe wollen mit einem Gemeinschaftsprojekt Herzenswünsche erfüllen: Dr. Gerd Modes, 1. Vorsitzender der Fidele Wespe (links), und Andreas Peters, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe.
 


 

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