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Parzellierung und Versteigerung des Firnsel 1821/1824
"Demnächst im Haus der Stadtgeschichte" (23)

Parzellierung und Versteigerung des Firnsel 1821/1824

Bad Kreuznach, 20.07.2018
Bevor das Stadtarchiv voraussichtlich im Oktober/November 2018 ins „Haus der Stadtgeschichte“ umzieht, wird wöchentlich unter der Rubrik „Demnächst im Haus der Stadtgeschichte“ ein Objekt daraus vorgestellt. Im 23. Teil: Parzellierung und Versteigerung des Firnsel 1821/1824.

1821 war der Firnsel ein Eichenschälwald und der kleinste Teil des Kreuznacher Gemeindewaldes. Er lag auf der Hochfläche des Mönchberges und reichte bis zum Kronenberg. Zusammen mit dem Hargesheimer Wäldchen bildete er eine zusammenhängende Waldfläche am Rand der Kreuznacher Gemarkung. Dem Kreuznacher Peter Engelmann (1808-1878) erscheint der Firnsel um 1820 gar als „eine unfruchtbare Heidefläche mit spärlichem Gebüsch“. Da die Stadt Kreuznach in Folge der Kriegskosten aus französischer Zeit hochverschuldet in das 19. Jahrhundert ging, erstellte ein Schuldenausschuss einen Plan, wie der städtische Haushalt saniert werden könnte. Eine Maßnahme war der Verkauf städtischen Eigentums.

Im März 1821 fand wegen einer möglichen Veräußerung von Waldparzellen, darunter der Firnsel, eine Stadtratssitzung statt. Die Bewirtschaftung der Waldparzelle wurde als nicht ökonomisch erachtet, daher sollte der Verkauf angestrebt werden, denn der Holzbestand sei in 5 Abteilungen untergebracht, die aus 18 Morgen 12-jährigem sehr verfreveltem Schälwald, 37 Morgen 11-jährigem Schälwald, 3 Morgen Blöße, 8 Morgen 15-jährigen von Schafen verbissener „Verwuchs-Eichen“, 14 Morgen einjähriger Fichtenkultur mit einigen schlecht gewachsenen 20-jährigen Kiefern und 8 Morgen Heide bestünden.

Am 5. Juli 1821 erteilte Oberbürgermeister Franz Xaver Buss (1790-1883) dem Geometer Wenzel den Auftrag, den Firnsel zu vermessen und ihn in Parzellen von jeweils 1 Morgen einzuteilen. Dazu wurde neben dem Vermessungsplan über das „Schähl-, Wald-, und Heidefeld“ Firnsel ein Vermessungsprotokoll angefertigt. Auf dem Vermessungsplan sind 11 Gewanne eingerichtet, die in Parzellen untergliedert wurden. Am 19. September 1821 erfolgte die Versteigerung des Firnsel, die wegen des niedrigen Erlöses nicht genehmigt wurde.

Eine weitere Versteigerung wurde daher am 12. Juli 1824 vorgenommen. Der Erlös dieser belief sich nun auf 2136 Taler und wurde sowohl vom Landrat als auch von der Regierung genehmigt. Nach der Versteigerung war die Veräußerung der städtischen Waldparzelle Firnsel abgeschlossen. Der Wald wurde von den neuen Eigentümern gerodet und in Weinberge umgewandelt. Der Vermessungsplan ist eine der wenigen Quellen, welche die Ausdehnung und exakte Verortung des verschwundenen Waldteils Firnsel innerhalb der Kreuznacher Gemarkung wiedergeben und ist daher aus forst- und stadtgeschichtlicher Sicht besonders interessant.

 
Im Bad Kreuznacher Stadtarchiv kann man spannende Entdeckungen machen. Beispiele stellt das Stadtarchiv in einer wöchentlichen Serie vor – bis September 2018, wenn das Archiv voraussichtlich ins Haus der Stadtgeschichte, Mannheimer Straße 191, umziehen wird.


► Demnächst im Haus der Stadtgeschichte ►Jetzt noch im Stadtarchiv unter StAKH 162.


2018-07-20 Vermessung Waldparzellen Im Fernsel

Im 23. Teil der Reihe „Demnächst im Haus der Stadtgeschichte“ geht es um Parzellierung und Versteigerung des Firnsel 1821/1824.

Quelle: Stadtarchiv Bad Kreuznach


 

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