2018-11-23_Lebenshilfe_Stellenanzeige.jpg
Twitter-Box

Video
 

Nachrichten aus der Region
  • Mainz-Bingen:
    Programm der Kreisvolkshochschule für das nächste Semester steht ...weiterlesen
  • Bad Kreuznach:
    Abendliche Stadtführung im Fackelschein ...weiterlesen

Anzeigen
 

Blaulicht
16.12.2018
23-Jähriger hatte Farbspraydosen bei sich - Am Sonntag, 16.12.2018, gegen 03.30 Uhr ...weiterlesen >>
 
16.12.2018
Fensterfront und Teile der Hauswand beschädigt - Am Sonntagmorgen, 16.12.2018, gegen 06:15 Uhr ...weiterlesen >>
 
16.12.2018
Trio erwartet nun Strafanzeigen - Am Samstagabend, 15.12.2018, beobachtete ein Passant ...weiterlesen >>
 

Perspektiven-PROMOTION
Sparkasse Rhein-Nahe: Jugendfiliale ist Baustein einer vielfältigen Ausbildung
Sparkasse Rhein-Nahe: Jugendfiliale ist Baustein einer vielfältigen Ausbildung
Nach fast drei Wochen Arbeitseifer in der Jugendfiliale der Sparkasse Rhein-Nahe lautete das Motto „Bestandsaufnahme“. Denn kurz vor Ende der Aktionswochen besuchten ...weiterlesen
 
Perspektiven-PROMOTION
Boehringer Ingelheim bildet in 20 verschiedenen Berufen aus
Boehringer Ingelheim bildet in 20 verschiedenen Berufen aus
Ausbildung hat bei Boehringer Ingelheim eine lange Tradition - sie öffnet jungen Menschen die Zukunft und vermittelt spannende Perspektiven. Das ...weiterlesen
 
Sympathie-PROMOTION
Steuerberater Weber: In Teamwork mit den Kunden mehr Erfolg erzielen
Steuerberater Weber: In Teamwork mit den Kunden mehr Erfolg erzielen
„Gegenseitiges Vertrauen ist mindestens ebenso wichtig wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Fachkompetenz.“ So beschreibt der Rüdesheimer Steuerberater Patrick Weber die Voraussetzungen ...weiterlesen
 
Sympathie-PROMOTION
AD OPTICUM geht neue Wege
AD OPTICUM geht neue Wege
AD OPTICUM geht neue Wege, die unseren Kunden viel Geld sparen. Denn AD OPTICUM ist Partner von brillen.de und schafft ...weiterlesen
 

Katzen im Garten - manchmal ein Problem
Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad

Katzen im Garten - manchmal ein Problem

Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen im Juni.

Für einen Katzenliebhaber gibt es da kaum Probleme, wenn eine Katze in den Garten kommt. Dem Haustiger wird fast alles verziehen. Egal, ob das frisch vorbereitete Beet auf links gedreht wird oder ob die Krallen an Gehölzen geschärft werden. Bei Vogeljagd und Angelversuchen am Teich kann es mal eng mit der großen Katzenfreiheit werden. Katzen haben halt einen Jagdtrieb. Zwar nicht alle, die sind dann aber auch kaum im Garten anzutreffen.

Ich spreche hier von den Tieren die wir alle kennen. Die unterwegs sind, mal verschwinden und auch schon mal Jagdbeute vor uns ablegen - nun unabhängig ob Katzenfreund oder eher gedämpftes Interesse. Gewisses Verständnis bringe ich schon für Leute auf, die es nicht mögen, wenn der Vorgarten als Toilette dient. Auch die Pflanzungen und Saaten sind nicht bei jedem als Spielwiese für Katzen vorgesehen. Spätestens, wenn Vogeljagd ansteht, hört oft der Spaß auf. Manchmal treiben es die Tiere soweit, dass sich die Betroffenen vor Gericht sehen.

Allerdings läuft es normalerweise gut für den Katzenhalter. Er wird nicht dazu verdonnert, die Katze einzusperren, anzuleinen usw. Sie gelten in diesem Fall als Tiere, vergleichbar mit Igel, Marder, Mäusen. Halt allem was bei uns so tags und nachts durch den Garten streift. Einen katzensicheren Garten gibt es eigentlich nicht. Es sei denn, man schafft sich einen entsprechenden Hund an. Bedeutet meist für den Gartenbesitzer, er muss sich mit ungeliebtem Katzenbesuch arrangieren.

Die Streifzüge einschließlich des Schadens und der Hinterlassenschaften sind kaum zu verhindern. Gut, was geht, damit die Freundschaft zwischen Tier, Mensch und Nachbarschaft keinen dauerhaften Schaden nimmt?


Nehmen wir uns einzelne Punkte vor, an denen wir schrauben können

Da sind grundsätzlich Vögel und vor allem ihre Nester zur Brutzeit. Es gibt Stachel-/Drahtgürtel, um die Stämme zu legen. Selbstgemachte Bündel aus stacheligen Pflanzen gehen auch. Diese Bündel lassen sich mit Vorsicht aus Brombeeren, Himbeeren, Schlehen und anderen stachelbewehrten Trieben herstellen. Diese dann rund rum an die Stämme binden. Allerdings so hoch reichend, dass die Katze sie nicht überspringen kann. Mit etwas Geschick können auch einzelne Dornentriebe um den Stamm geschlungen werden. Wichtig ist: Genug Material, damit die Katze nicht irgendwie drüber in den Baum gelangt.

Bodenbrütende Vögel bekommen ebenfalls dornigen Schutz. Noch eleganter ist es, wenn passende Vogelschutzgehölze mindestens einen Bruchteil der Gartenbepflanzung ausmachen. Was macht der Gärtner wenn er eine Samtpfote direkt erwischt? Mir wurde gesagt, ein kräftiger Wasserstrahl wirke Wunder. Mancher hat schon die Superbrummerwasserpistole der Kinder genutzt. So ein Teil liegt dann praktisch schuss- und griffbereit.

Welche Möglichkeiten gibt es um Flächen und Beete zu schützen? Mulchen mit Brennnesseln, Borretsch, Beinwell oder anderen piksenden Pflanzen soll eine Wirkung haben. Je nach Situation hilft ein wässern des bevorzugten Toilettenplatzes. Ebenso soll Abdecken mit Rindenmulch/Holzhäcksel gefährdete Bereiche schützen. Frisch eingesäte und bepflanzte Flächen bekommen durch Vliese und Netze Schutz. Auch entsprechende Drahtgestelle halten die Störenfriede von den Beeten. Wenigstens so lange, bis alles gut eingewachsen ist.

Natürlich gibt es schon seit vielen Jahren unterschiedliche Vergrämungsmittel, die Katzen durch Duftstoffe fernhalten sollen. Je nach Witterung verduften sie aber schnell. Mancher Katzengeplagte verstreut kleingehackte Zwiebeln und Knoblauch an gefährdeten Stellen. Angeblich soll der Geruch für die Vierbeiner unangenehm sein. Seit einigen Jahren gibt es die „Verpiss-dich-Pflanze“. Eine Blume, deren Duft vergrämende Wirkung haben soll. Sie kann einfach auf bzw. um die Beete gepflanzt werden. Wir Menschen nehmen ihre Ausdünstungen normalerweise kaum wahr. Riecht für mich wirklich übel.


Katzen passen sich an

Auch sollen Pfefferminz und Zitronengras eine vertreibende Duftwirkung haben. Es muss aber schon einiges an Abwehrpflanzen vorhanden sein. Da Katzen, bevor sie ihr Geschäft verrichten, den Boden beschnuppern, sollen scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili und Kaffeesatz ihnen den Toilettenbereich vermiesen.

Unter dem Namen „Gartenwächter“ ist ein Produkt auf dem Markt, das mit Wasser die nicht eingeladenen Samtpfoten verscheucht. Ein, im weiteren Sinn, Beregner bzw. Wassersprenger bringt sensorgesteuert einen geräuschvollen Wasserstrahl aus. Nach Firmenangaben schützt der Gartenwächter eine Fläche von 130 m² und sprüht 10 m weit. Diese Vertreibungsart erscheint mir eine Überlegung wert. Es geht halt um das Erschrecken.

Katzen sind ja für ihre Anpassungsfähigkeit bekannt. Also ist grundsätzlich auf Dauer mit einem Gewöhnungseffekt zu rechnen. Die Biester bleiben dann halt von vielem letztendlich unbeeindruckt.
Alle aufgeführten Hausmittel können, je nach Situation und Umfeld, eine gewisse Wirkung haben. Eine katzengeplagte Kollegin hat sowohl Streuprodukte, Ultraschallgeräte, Rindenmulch wie auch die „Verpiss-dich-Pflanze“ ausprobiert. Langfristig erfolgreich waren die Aktionen, nach ihrem Empfinden, nicht.

Mir ist auch schon zu Ohren gekommen, dass es zur Ausbringung von vergifteten Ködern kam. Das ist eine Sache, von der ich nur abraten kann. Allein schon, weil auch unbeteiligte Tiere (Hunde) möglicherweise in Gefahr geraten. Ganz abgesehen von Kleinkindern, die ja vieles Mal in den Mund stecken.


Orte anbieten

Sicher finden sie noch einiges an Hinweisen. Achten sie aber darauf, nicht gleich richtig Geld ausgeben zu müssen. Bei all den Tipps bis hin zu Ultraschallkatzenschreckgeräten ist für mich das vorherige, umfangreiche Informieren wichtig. Ruck zuck ist Geld für Geräte ausgegeben und kaum/kein Erfolg sichtbar. Also mal rumhorchen, wie die Lage in der Nachbarschaft aussieht. Mit was klappt da das Fernhalten?

Natürlich sind die Besuche von Katzen auf fremden Grundstücken schon vor Gericht gelandet. Grob gesagt, der Katzenbesuch ist normalerweise zu dulden. Sind allerdings Schäden eindeutig durch bestimmte Katzen nachweisbar, kann es zu Schadensersatzforderungen kommen. Gerade wenn sie ihrem Jagdinstinkt folgend auch mal Kleintieren Schaden zufügen oder Fische aus dem Teich fangen.

Zu Abschluss ein ganz anderer Vorschlag. Sehr tierliebe Menschen bieten den Katzen Plätze an, wo sie nicht stören.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

eMail:
[email protected]