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Praxiswissen für die Gartenfreunde

Konrads Gartentipp: Bodenverbesserung

Konrads Gartentipp: Bodenverbesserung
Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen.

Zu Beginn der Gartensaison sind Maßnahmen zur Bodenverbesserung leichter durchzuführen. Denn wenn erst mal Kulturen auf den Beeten stehen, sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Aber nicht nur die Pflanzbeete danken solche Verbesserungsmaßnahmen, auch Hecken, Bäume, Sträucher und der Rasen freuen sich.

Es geht darum, dem Boden mehr Leben zu schenken. Ein aktiver Boden verkraftet auch mal schlechte Bedingungen und sorgt dann trotzdem für gutes Wachstum. Bis auf wenige Ausnahmen (Moorbeetpflanzen) ist ein Kalkgehalt im Bereich von pH 6 bis 7 richtig. Innerhalb dieser Spanne können die Pflanzen ihre wichtigen Nährstoffe ausreichend aufnehmen.

Humus beeinflusst das Bodenleben, den Wasser- und Nährstoffhaushalt. Deshalb ist eine Feststellung des Kalk- und Humusgehaltes notwendig. Für die genaue Ermittlung gibt es Bodenlabors. Allerdings müssen Proben für die Bodenuntersuchung vor Düngungsmaßnahmen gezogen werden, damit die Werte auch dem tatsächlichen Bodenzustand entsprechen. Probenahmen sind daher vor der Gartensaison und danach am sinnvollsten.

Noch eins vorneweg: Es gibt keine Wunderarznei, die ihren Boden binnen eines Jahres in ein Paradies verwandelt. Bodenverbesserung ist eine langfristige und regelmäßige Arbeit. Zu Beginn müssen oft harte Schichten im Boden aufgebrochen werden. Das heißt mit Spaten, Grabegabel oder anderem Gerät bei trockenem Boden in Bereiche bis 30 cm vordringen. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, gerade unter Hecken oder Gehölzen. Denn eine Verletzung der Wurzeln gilt es zu vermeiden.

Kompostgaben über die Vegetationszeit verteilt, geben dem Boden Humus und Mikroorganismen. Auch die Verwendung von angewelktem Rasenschnitt als dünne Mulchschicht unter den Pflanzen hilft langfristig den Standort zu verbessern.

Immer wenn der Kompost oder der Rasenschnitt "verdaut" sind, gleich wieder nachlegen. Auch diverse organische Dünger und Bodenverbesserer mit Mikroorganismen bringen auf Dauer das Bodenleben in Schwung. Dabei ist es egal, ob ein schwerer oder leichter Boden wieder mit Leben erfüllt werden soll. Mulchen mit Pflanzenresten, die dann von Regenwürmern in die Erde gezogen werden, unterstützen das Ganze. Wichtig ist es, den Boden bedeckt zu halten. Sonne und Regen verhärten ihn dort, wo kein Bewuchs Schutz bietet.

Eine Abdeckung zwischen den Pflanzreihen geht sogar mit gejätetem Unkraut, sofern dies keine Blüten und Samen hat (denn sonst könnte es zur Unkrautausbreitung kommen). Wer groben Kompost vom Sieben übrig hat, kann diesen unter Hecken, Bäumen, Sträuchern und Stauden einsetzen.

Abgeerntete Flächen nicht brach liegen lassen, sondern umgehend bepflanzen oder eine Gründüngung aussäen. Phacelia, Getreide und Buchweizen sind besonders geeignet, weil keine Verwandtschaft mit dem gängigsten Gartengemüse besteht. Dadurch eignen sie sich besonders zur Auflockerung der Fruchtfolge sowie der Begrenzung von Krankheiten.

Gewissenhafte und abwechslungsreiche Fruchtfolge unterstützt die Bodengesundheit und vermeidet einseitige Bodenbeanspruchung. So soll beispielsweise Kohl höchstens alle vier Jahre Kohl auf die gleiche Fläche kommen. Auch Tomaten danken es, wenn sie nicht jahrelang auf dem gleichen Beet stehen müssen. Petersilie ist sogar stark unverträglich mit Pflanzen aus ihrer Familie, wie Dill, Möhre, Fenchel oder Sellerie.

Selbst der oft stiefmütterlich behandelte Rasen dankt leichte Gaben mit feinem Kompost. Hier können 1 bis 2 Liter / m² mehrfach in der Saison gleichmäßig verteilt werden. Immer dann, wenn die letzte Gabe nicht mehr sichtbar ist, wieder neuen Kompost ausstreuen. Wer keinen Kompost hat, sollte mit organischen Düngern arbeiten. Diese bringen langfristig auch auf Rasenflächen Leben in den Boden.

Wem dies alles auf einmal zu viel ist, kann ja mit Teilflächen erste Erfahrungen sammeln.

Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

eMail:
[email protected]