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Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad

Konrads Gartentipp: Gründüngung bedeutet neues Leben für den Boden

Konrads Gartentipp: Gründüngung bedeutet neues Leben für den Boden
Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen.

Gartentipp September 2012

Gründüngung / Zwischenfrucht

Bei dieser Düngungsart hilft eine Pflanzendecke den Boden zu pflegen. Die oberirdische Grünmasse und die unterirdische Wurzelmasse erfüllen wichtige Aufgaben. Sie bringen organische Substanz (Humus) in den Boden, schützen und lockern ihn. Humus stabilisiert langfristig den Wasser- und Nährstoffhaushalt, das Bodenleben und die Bodenstruktur. Der Gartenboden wird vor Sonne und Regen geschützt, denn ein unbepflanzter Boden ist empfindlich, er trocknet aus, verhärtet. Man kann fast sagen, er reagiert wie unsere Haut, wenn sie ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist.

Wichtig ist diese Zwischenfrucht bei der Neuanlage von Gärten. Denn vorherige Baumaßnahmen schädigten den Boden, dem dann erst mal Leben eingehaucht werden muss. Viele Pflanzenprobleme haben ihre Ursache darin, dass der Garten ungeduldig angelegt wird: Eine Vorbereitung mit Zwischenfrüchten kommt aus Zeitmangel oft nicht in Frage. Schließlich freue ich mich als Grundstückseigentümer auf meinen Garten, ich will endlich Grün und Blüten sehen.

Im Laufe der Zeit zeigen sich dann aber die Schäden im Boden, die der Bepflanzung das Leben schwer machen. Dabei gibt es Saatgut-Mischungen, die aus einer Baustelle ein buntes Blütenmeer machen. Niemand muss mehr – wie es früher üblich war - Kartoffeln anbauen oder Raps aussäen, um den Boden zu lockern.

Auch unter Obstgehölzen und Obststräuchern ist die Gründüngung eine Möglichkeit für die Bodenaktivierung, ebenso unter Hecken. Gerade unter Thuja-, Eiben- und Ligusterhecken ist der Boden oft nur noch ein „Haltestoff“ für die Wurzeln. Von einem lebenden Boden kann keine Rede mehr sein. Allerdings ist dieser Heckenbereich eine richtige Herausforderung. Trockenheit, Wasser- und Nährstoffkonkurrenz durch den vorhandenen Bewuchs verlangen vom Gärtner einiges mehr an Aufwand als auf normalen Beeten.

Senf und Raps, als bekanntes und preisgünstiges Saatgut, gehören zu den Kreuzblütlern. Zu dieser Pflanzenfamilie gehören aber auch Kohlgewächse, wie Wirsing, Blumen-, Weiß-, Rot- und Grünkohl, Rettich und Radieschen. Aus diesem Grund können Schaderreger, wie die gefürchtete Kohlhernie von der Hauptkultur Kohl, über die Gründüngung mit Raps weiter im Garten überdauern.

Erbsen und Bohnen sind mit Lupine, Klee oder Luzerne verwandt, nämlich Schmetterlingsblütlern. Auch diese wertvolle Pflanzenfamilie kann Krankheiten weitergeben.

Alternative Beschreibung
Die Zwischenfrucht Phacelia.
Foto: Hans Willi Konrad
Als Gründünger passen daher am besten Pflanzen die möglichst wenig mit unseren Nutzpflanzen verwandt sind. Geeignete Zwischenfrüchte sind Feldsalat, Tagetes, Ringelblumen, Malven, Phacelia, Buchweizen, aber auch alle Getreidearten wie Gerste, Hafer, Roggen, Weizen. Vom Getreide funktioniert notfalls auch die Winterform im Sommer, sie wächst dann nicht so hoch.

Grundsätzlich ist die Aussaat der Gründüngung / Zwischenfrucht recht einfach.
Die Fläche feinkrümelig vorbereiten, breitwürfig oder in Reihen aussäen und leicht einarbeiten. Bei Trockenheit ist wässern sinnvoll, weil dadurch das Saatgut gleichmäßig und schneller keimt und so einen guten Start hat. Dann aber nicht mehr austrocknen lassen, bis es richtig angewachsen ist. Sonst sterben die gekeimten Saatkörner ab, denn sie haben noch keine eigenen Wurzeln, um Wasser aufzunehmen.

Ist die Gründüngung mindestens handhoch, kann man sie den Winter über stehen lassen - meistens friert sie ab. Im Frühjahr wird sie dann oberflächig in den Boden eingearbeitet. Es ist auch möglich, die Gründüngung vor Winter einzuarbeiten - je nach Bedarf und Möglichkeit. Ich bevorzuge die erste Variante, sie spart einfach Arbeit. Im Frühjahr kann dann in eine den Boden schützende Schicht hinein gepflanzt werden.

Unter Hecken, Bäumen und Sträuchern bilden die abgestorbenen Pflanzen einen Belag, der nach und nach verrottet. Ob dieser liegen bleibt oder die oberirdische Masse entfernt wird, entscheidet allein das Auge des Gartenbesitzers. Manchem gefällt der Anblick einer braunen Masse nicht. Langfristig sind der Boden und die darauf wachsenden Pflanzen aber dankbar dafür.

Allen bekannten Versprechungen zum Trotz: Eine langfristige Bodenverbesserung braucht viel Zeit. Wundermittel kenne ich keine.

Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

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