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Laub ist wertvoller Nährstoff - es kommt auf Menge und Untergrund an

Konrads Gartentipp: Laub im Garten sinnvoll verarbeiten

Konrads Gartentipp: Laub im Garten sinnvoll verarbeiten
Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen. Für den Gartenmonat November beantwortet er die Frage: Was kann ein Gartenbesitzer mit dem Laub machen, außer es zu entsorgen? 

Laub ist kein Abfall, sondern Nährstoff und Schutz. Wir müssen diesen Rohstoff nur richtig nutzen. Wer nicht gerade das Laub ganzer Wälder in seinem Garten zu bearbeiten hat, kann die Blätter als Kompost oder Mulch nutzen. Selbst Walnusslaub ist sinnvoll zu gebrauchen.

Laub kann oft dort liegen bleiben wo es hinfällt. An Ort und Stelle bietet es Schutz und Nährstoffe für seinen Erzeuger, genau wie im Wald auch. Wer es also liegen lassen kann wird im Folgejahr feststellen, dass die Natur die Sache für ihn regelt. Wo natürlich Unfallgefahr durch Laub besteht, muss es leider entfernt werden.

Selbstverständlich schreit jetzt der Rasenliebhaber auf. Blätter auf dem Rasen sind auf Dauer schädigend. Klar, wer eine makellose Grünfläche sein Eigen nennt, muss anders handeln als der Besitzer einer Wiese. Auf extensiven Flächen ist es möglich, das Laub mit dem Rasenmäher mehrfach zu überfahren, so wird es stark zerkleinert. Die Bodenlebewesen, allen voran Regenwürmer, sorgen für eine Umsetzung. So ist im Folgejahr nichts mehr zu finden. Allerdings muss diese Maßnahme mit trockenem Laub, einer geringen Laubmenge und daher mehrfach geschehen. Außerdem ist eine gleichmäßige Verteilung wichtig. Werden diese Punkte nicht beachtet, nimmt das Gras Schaden.

In Kies- und Steinbeeten bildet Laub mit der Zeit „Land“ für Unkräuter, hier muss es entfernt werden. Bei der Laubentfernung sollte auf die Eigenverwertung im Garten geachtet werden. Rhododendron hat nichts gegen Laubmulch. Gerade langsam verrottende Blätter (von Eiche und Walnuss) helfen ihm. Auch der Winterschutz von frostharten Pflanzen, ob im Kübel oder Gartenboden, kann damit geschaffen werden. Die letzten drei Winter haben ja gezeigt, wie selbst „harte“ Pflanzen ihre Grenzen kennengelernt haben.

Alternative Beschreibung
Foto: Hans Willi Konrad
Ein großer Laubhaufen in einer geschützten Gartenecke ist ein aktiver Beitrag zum Schutz von Wildtieren. Damit das Laub bei Wind nicht durch die Gegend fliegt, ist ein Abdecken mit Zweigen hilfreich. In dem Laub können sich Amphibien, Igel, Insekten und Reptilien verkriechen. So ein Platz ist nicht nur im Winter angebracht, sondern dienst das ganze Jahr über als Obdach.

Nicht vergessen, trockenes Laub ist ein guter Kompostbestandteil. Gerade im Spätjahr, wenn noch mal wasserhaltiges Material wie Rasenschnitt und Gemüsereste anfallen, saugt es Feuchtigkeit auf. So vernässt der Kompost nicht, und die Fäulnisgefahr wird gemindert. Wichtig ist, keine zu dicken Laubschichten aufsetzen, 10 cm pures Laub sind hoch genug. Einmischen in das andere Material ist die beste Variante. Um die Verrottung zu beschleunigen, ab und zu eine Schippe vom alten Kompost drüber streuen. So braucht man keine Kompostzusätze oder sonstige Wundermittel zu kaufen.

Auch Laubkompost für Moorbeetpflanzen wie Heidekraut, Rhododendron, Heidelbeere und Lavendelheide kann mit dem Blättersegen produziert werden. Letztendlich können die Blätter auch oberflächig in Beete eingearbeitet werden. Wird das Laub nur obenauf gestreut, bläst der Wind es durch den Garten.

Kastanienblätter, in denen die Kastanienminiermotte gewütet hat, bringt man am besten zur Kompostanlage. Denn in den befallenen Blättern überwintern die Larven und wandeln sich in die schädlichen Schmetterlinge um. So hat der Gartenbesitzer im kommenden Frühjahr gleich mit einen Neubefall der Bäume zu rechnen. In den gängigen Kompostern im Kleingarten sind die Temperaturen nicht hoch genug, um den Schädling zu vernichten. Bei den Kompostanlagen in denen der Biomüll verwertet wird, sind die Temperaturen bei +60 bis +70°C dafür hoch genug. Mit Pilzkrankheiten wie Schorf, Birnengitterrost oder Mehltau befallene Blätter können im heimischen Komposter eingemischt werden. Diese Schaderreger sterben durch die Zersetzung ab und verseuchen dann als Kompostgaben nicht den Garten.

Sie sehen, es gibt interessante Möglichkeiten den kostenlosen Nährstoffsegen im Garten zu nutzen. Also ausprobieren was bei ihnen passt.

Quelle:
Hans Willi Konrad


Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

eMail: [email protected]