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Über "Ausgeizen" und richtigen Stickstoffeinsatz

Konrads Gartentipp: Tomaten im Sommer

Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen.

Gartentipp Juli 2012: Tomaten im Sommer

Tomaten schieben aus den Blattachseln zusätzliche Triebe. Blattachsel ist der Bereich zwischen Stängel und Blatt. Bleiben alle diese Triebe an der Pflanze, entsteht ein grünes Dickicht. Um eine gängige eintriebige Tomatenpflanze zu erzielen, müssen diese Extraspitzen weg. Das Ausgeizen, so heißt diese Arbeit, sorgt für eine bessere Durchlüftung. Am Haupttrieb wachsen dann gleichmäßig verteilt große, gesunde und ausgereifte Früchte. Würde nicht ausgegeizt, käme es zu vielen kleinen und nicht so schmackhaften Früchten. Denn durch die grüne "Wand" kommt weniger Sonne und das ungebremste Triebwachstum beansprucht viel Kraft, die der Frucht fehlt. Gleichzeitig bleibt die Pflanze im Innern länger feucht, was die Krautfäule begünstigt.

Zusätzlich reißen die dünnen Triebe gerne durch ihr Eigengewicht ein und die Pflanze kann auseinanderbrechen. Daher gilt es diese Geiztriebe zu entfernen sobald sie greifbar kann. Am besten möglichst weit unten packen und abbrechen.

Bei größeren Trieben reißt die Haut manchmal ein Stück ein, nach meiner Erfahrung ist das aber kein Problem. Ausgeizen ist aber nur für Stabtomaten angesagt. Buschtomaten werden nicht ausgegeizt, da sie von Natur aus einen anderen Wuchstyp haben.

Manchmal zeigen Tomaten zusammengerollte Blätter im unteren Pflanzenbereich. Es handelt sich nicht um eine Krankheit, ein starkes Nährstoffangebot führt zu dieser Erscheinung. Auch Trockenheit und zu starkes entfernen von Blätter können zu den Ursachen zählen.
An manchen Früchten treten im Bereich um den Stiel grünliche, gelbe Stellen auf.

Der sogenannte Grünkragen ist auch keine Krankheit. Wahrscheinlich kommt die fehlende Rotfärbung durch Sortenunterschiede, starke Sonneneinstrahlung und starke Stickstoffdüngung. Hellfruchttypen sind weniger anfällig. Beobachten sie mal, welche Tomatensorten so aussehen. Wird der grüne, verhärtete Bereich weggeschnitten, ist die Frucht essbar.

Nasenbildung an einzelnen Früchten wird ebenfalls nicht von Schädlingen oder Krankheiten verursacht. Sie ist genetisch bedingt, grob gesagt, die Pflanze hat das in sich. Die Nase stört schlimmstenfalls optisch, essbar ist die Frucht ohne Probleme.

Bei trockenem Wetter besteht wenig Gefahr durch die Kraut- und Braunfäule. Gießen sie nicht über die Blätter sondern an den Wurzelbereich.

Beste Gießzeit ist der Morgen, wenn es nicht anders machbar ist muss es halt am späten Nachmittag passieren. Das Wasser verdunstet in den kühlen Morgenstunden weniger. Wichtig ist, dass die Tomaten trocken in die Nacht gehen. So werden Pilzkrankheiten etwas gebremst. Kommt es zu Taubildung oder regnet es, ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig. Nur so können rechtzeitig befallene Blätter entfernt werden. Spätestens dann helfen nur noch passende Pflanzenschutzmittel.

Pflanzenstärkungsmittel müssen vorbeugend eingesetzt werden. Kommt wieder eine Trockenphase, geht auch die Kraut- und Braunfäule zurück. Tomatenhauben dürfen nicht dauerhaft auf den Pflanzen bleiben. Darunter bildet sich durch die Temperaturschwankungen
Schwitzwasser, was Pilzkrankheiten Vorschub leistet. Also: bei schönem Wetter abnehmen, damit es abtrocknen kann. Probieren sie mal den Anbau unter einem selbst gebauten Häuschen. Es hält den Regen ab, viele Hobbygärtner schwören darauf.

An der Blütenseite der Tomatenfrucht tritt immer wieder ein wässrig, grauer bis dunkler Fleck auf. Oft wird er für Kraut- und Braunfäule gehalten. Es handelt sich aber um die Blütenendfäule. Hauptursache ist ein Kalziummangel in der Frucht. Vorbeugend kann der Gartenbesitzer mit entsprechender Düngung durch kalziumhaltige Präparate reagieren, im akuten Fall mit Flüssigdünger. Allerdings verschwindet die Verfärbung nicht. Es kann nur die Ausbreitung auf gesunde Früchte verhindert werden. Eine regelmäßige Wasserversorgung unterstützt die Pflanzengesundheit ebenfalls.

Obwohl die Tomate ein Starkzehrer ist, also eine gute Versorgung mit Stickstoff braucht, sollte man es damit nicht übertreiben. Zu viel Stickstoff fördert das Blatt- und Triebwachstum, das schnappt dann den Früchten das Kalzium (Kalk) weg. Wer die schwarzen Flecken großzügig wegschneidet kann den Rest noch verwerten.

Unter Kleingärtnern heißt es immer wieder, Tomaten sollen jedes Jahr auf dem gleichen Platz wachsen. So ganz stimmt das nicht. Tomaten verkraften einen mehrfachen Anbau auf der gleichen Stelle, im Gegensatz zu Petersilie. Es ist aber sinnvoll die Fläche im Rahmen einer ordnungsgemäßen Fruchtfolge genauso zu wechseln wie bei anderem Gemüse auch.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

eMail: [email protected]

 
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