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Mit komplementärer Onkologie schulmedizinische Behandlungskonzepte ergänzen
Nebenwirkungen mildern, Symptome besser in den Griff bekommen

Mit komplementärer Onkologie schulmedizinische Behandlungskonzepte ergänzen

Patienten mit einer Krebserkrankung haben oft nicht nur mit der Krankheit zu kämpfen. Auch die Nebenwirkungen der Krebshandlungen setzen ihnen zu und beeinträchtigen die Lebensqualität zum Teil ganz beträchtlich. Das reicht von Übelkeit und Erbrechen über Magen-Darm-Probleme bis hin zu Hautproblemen oder Erschöpfungszuständen.

In onkologischen Zentren wie dem Krankenhaus St. Marienwörth und Praxen wie der Strahlentherapie RheinMainNahe geht man deshalb mit der sogenannten komplementären Onkologie neue Wege, um die Symptome der Patienten besser in den Griff zu bekommen. Komplementäre Onkologie dient dazu, bestehende schulmedizinische Behandlungskonzepte sinnvoll zu ergänzen. Dabei handelt es sich ausschließlich um wissenschaftlich belegte Methoden und Verfahren, die im Rahmen zahlreicher Studien überprüft wurden.

„Wir stellen immer wieder fest, dass Patienten Schulmedizin und ergänzende Methoden für unvereinbar halten. Sie haben das Gefühl, sich für eines von beiden entscheiden zu müssen. Dabei gibt es eine ganze Reihe von wissenschaftlich belegten Verfahren, die die Nebenwirkungen einer onkologischen Behandlung sehr gut abmildern können“, erklärt Robert Gosenheimer, Leitender Oberarzt der Onkologie und Palliativmedizin am Krankenhaus St. Marienwörth.

Ein Hauptansatzpunkt dabei ist die Ernährung. Denn gerade bei Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Verstopfung können bestimmte Nahrungsmittel aber auch spezielle Teesorten Erleichterung bringen. Sport und Bewegung können sich nicht nur positiv auf die Psyche auswirken, es gibt darüber hinaus einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der Anti-Krebs-Wirkung. Die Psychoonkologie kann dabei helfen, Schmerzen zu reduzieren und die Ergotherapie leistet beim Auftreten von Hirnleistungsstörungen gute Dienste.

„Auch der Einsatz von Mikronährstoffen hat sich im Praxisalltag bewährt“, berichtet Privatdozent Dr. Ralph Mücke von der Strahlentherapie RheinMainNahe. „Selen, Zink und verschiedenen Vitaminen gilt hier unser besonderes Augenmerk. Am Beginn einer Behandlung steht deshalb immer eine ausführliche Labordiagnostik, um Mangelsituationen aber auch Überdosierungen zu erkennen.“

Um das Thema Komplementäre Onkologie weiter voranzutreiben, hat sich unter der Leitung von Robert Gosenheimer und PD Dr. Ralph Mücke das „Netzwerk Komplementäre Onkologie Rheinhessen-Nahe“ gebildet. Neben dem Krankenhaus St. Marienwörth mit seinem Darm- und seinem Brustzentrum sowie der Strahlentherapie RheinMainNahe gehören die Onkologische Praxis Bad Kreuznach sowie die Gynäkologische Praxis Dr. Gabor Heim & Kollegen diesem Netzwerk an. Weitere Interessenten wie niedergelassene Ärzte, Kliniken oder Physio- und Ergotherapeuten sind  willkommen. 

Weitere Informationen sind auf www.marienwoerth.de zu finden oder telefonisch bei Christina Harvey, Telefon 0671/372-1626 zu erfragen.

Für interessierte Patienten gibt es regelmäßige Vorträge zum Thema:

Bewegung, Haut & Psyche
Termine 2019: 11. März, 13. Mai, 15. Juli, 9. September, 11. November

Magen, Darm & Müdigkeit
Termine 2019: 12. März, 14. Mai, 16. Juli, 10. September, 12. November

Alle Vorträge finden jeweils um 16 Uhr im Krankenhaus St. Marienwörth, Mühlenstraße 39 in 55543 Bad Kreuznach (Medienraum, 5. OG) statt.
 

Foto: Robert Gosenheimer (l.) und PD Dr. Ralph Mücke (r.) möchten dem Thema „Komplementäre Onkologie“ gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern mehr Gewicht verschaffen und Patienten besser informieren.
  
Quelle:
Alexandra Markus 
Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.