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Nicht zweiter Muttertag, sondern Frauentag: „Infomeile für Frauenrechte“ ohne Blümchen
Aktion zum Weltfrauentag am Bad Kreuznacher Salinenplatz

Nicht zweiter Muttertag, sondern Frauentag: „Infomeile für Frauenrechte“ ohne Blümchen

Bad Kreuznach, 11.03.2019
Eine „Infomeile für Frauenrechte“ hatte sich am Freitag, 08.03.2019, dem Weltfrauentag, mit einer Handvoll Ständen am Salinenplatz etabliert. Der Titel sagt es schon: Hier ging es um den politischen Kampftag für Gleichberechtigung, nicht um „einen zweiten Muttertag oder Valentinstag“.



„Kampf“ sei in Zusammenhang mit dem Weltfrauentag ein schwieriger Begriff, räumte Rita Schmitt vom DGB Rheinhessen-Nahe im Gespräch mit hanz-online ein. Sie und andere DGB-Frauen hatten die Infomeile initiiert. Eine Passantin habe erzählt, dass andere Gruppen in der Innenstadt „Blümchen“ verteilen würden. Anders am Salinenplatz. „Der internationale Frauentag ist von seiner Tradition her ein politischer Kampftag, und so sehen wir das noch immer.“ Dafür zu streiten, sei weiterhin nötig, so Rita Schmitt: „Das ist kein zweiter Muttertag und auch kein Valentinstag, wenn wir uns von Männern Blumen schenken lassen. Man muss leider immer noch kämpfen.“

Ob junge Frauen sich für das Thema interessieren? Das hänge davon ab, was sie erleben, antwortet Rita Schmitt. Wenn sie im Physikunterricht vom Lehrer nicht angeschaut und nicht für voll genommen werden, weil sie Mädchen sind — solches Erleben präge die Haltung zu Diskriminierungsaspekten. „Die Frauen haben eine große Macht, aber ich weiß nicht, ob sich dessen bewusst sind“, sagt die DGB-Vertreterin.   

Um den Wandel durch mehr Verbindlichkeit zu beschleunigen, fordern die DGB-Frauen Festlegungen im brandenburgischen Parité-Gesetz: Das Gesetz verpflichtet die Parteien, bei den Listenaufstellungen für Wahlen genauso viele Frauen wie Männer zu berücksichtigen. Das brauche man auch in Rheinland-Pfalz, betont Rita Schmidt. Die Forderung der DGB-Frauen geht noch einen Schritt weiter: Es geht um eine grundsätzlich gleichberechtigte Teilhabe, die in allen Bereichen der Gesellschaft zwingend vorgeschrieben sein soll. Als Begründung dafür verweisen die Initiatorinnen der Infomeile auf eine Lebenserfahrung: Die Frauen sollen alles machen, also auf der einen Seite die traditionellen Aufgaben erfüllen, sich gleichzeitig aber für die Verbesserung ihrer Situation einsetzen und dies selber für sich regeln.

In den politischen Gremien von Städten, Orts- und Verbandsgemeinden im Landkreis Bad Kreuznach seien statt rund 50 % nur 24 % der Mandate an Frauen vergeben. Nachdem zuletzt 100 Jahre Frauenwahlrecht gefordert wurde, aber die Gleichberechtigung immer noch nicht funktioniere, möchten die Frauen jetzt die Parität durch Quotierungen festschreiben. Somit würden Parteien gezwungen, abwechselnd Männer und Frauen auf ihre Listen zu stellen. Nach Rita Schmitts Einschätzung haben sich die Parteien in der Region bei der Vorbereitung für die Kommunalwahl 2019 „mehr oder weniger Mühe gegeben“, der Eins-zu-eins-Formel zumindest auf den ersten Listenplätzen zu entsprechen.

Mit Parteien und Frauen hat auch die zweite Forderung zu tun: „Alle, die wir hier stehen, möchten nicht auf die Mutterrolle reduziert werden“, und auch nicht auf die weibliche Rolle, die zuständig ist für alles von der Wiege bis zur Bahnr. „Das ist nicht demokratisch. Und Parteien, die solch ein undemokratisches Frauenbild propagieren, lehnen wir ab.“ 


► Dem Aufruf der DGB-Frauen zu der Infomeile am Weltfrauentag folgten unter anderem der Sozialverband VdK, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach Sabine Messer, das Projekt „Inklusiv leben lernen“, Amnesty International, Ditib-Frauengruppe und interkulturelle Frauengruppe. Die Gruppen informierten jeweils aus ihrer Perspektive und ihren Fachthemen über die Rechte der Frauen und darüber, wo es noch hakt. Die DGB-Frauen hatten ein Glücksrad dabei, dessen Symbolik Rita Schmitt so erklärte: „Frauenrechte sind nicht unbedingt Glückssache, aber es ist Glückssache, ob sie umgesetzt werden.“

Thomas Gierse







 

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