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Unfallentwicklung in der Region überwiegend positiv - aber Negativtrend bei Todesopfern
Problemfall "Sicherheitsgurt": Vier Verstorbene waren nicht angeschnallt

Unfallentwicklung in der Region überwiegend positiv - aber Negativtrend bei Todesopfern

Bingen, Bad Kreuznach, Kirn, 06.03.2019
Die Statistik zur Verkehrsunfallentwicklung im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Bad Kreuznach im Jahr 2018 weist viele Veränderungen in Grün und wenige in Rot aus. Während in den meisten Kategorien eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, fallen drei negative Entwicklungen auf: Bei den Unfällen mit Todesfolge stieg die Anzahl um vier auf fünf und die Anzahl der Unfälle, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren, nahm um 13% bzw. um 50 % zu.

Der Dienstbezirk der Polizeidirektion Bad Kreuznach umfasst die Polizeiinspektionen Bad Kreuznach, Bingen und Kirn. Ende 2018 lebten hier 206.191 Personen. 6105 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei im Laufe des Jahres. Damit verzeichneten die Beamten einen recht deutlichen Rückgang um 156 Unfälle gegenüber dem Vorjahr. Außergewöhnlich ist, dass sich die Unfallzahl in dem Dienstbereich gegen den Bundestrend entwickelt, wo es insgesamt eine Zunahme um etwa ein Prozent gab.

Die meisten Unfälle ereigneten sich in geschlossenen Ortschaften (68 %). Außerhalb geschlossener Ortschaften sank die Unfallzahl am deutlichsten, nämlich um 7,4 %.

Im Jahresverlauf weisen die Monate Schwankungen bei den Unfallzahlen auf. Dies ist zum Beispiel witterungsbedingt zu erklären, durch verstärkte Wildunfälle im Frühling und Herbst oder durch Freizeitverhalten, etwa zu Beginn der Motorradsaison. Der Monat mit den meisten Unfällen war der August 2018 (574 Unfälle), der Monat mit den wenigsten Unfällen (453) war der Februar 2018. Mit Blick auf die Wochentage ist der Freitag der unfallträchtigste und der Sonntag der „ungefährlichste“ Wochentag. Mit Blick auf die Tageszeiten sollte man als Verkehrsteilnehmer zwischen 16 und 18:00 Uhr sowie gegen 12:00 Uhr die größte Vorsicht walten lassen.
 

Unfallschäden

Bei allen Verkehrsunfällen nehmen Polizeibeamte eine grobe Schätzung des entstandenen Sachschadens vor. Im Jahr 2018 belief sich der geschätzte Sachschaden auf ca. 12.610.000 €, was im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme von 240.000 € bedeutet. Der volkswirtschaftliche Schaden, der verschiedene Kriterien wie auch Personenschäden einbezieht, lag bei rund 24,7 Mio. €.

Bei rund jedem elften Unfall wurden Personen verletzt. 2018 lag der Wert für die Leichtverletzten, gemessen an einem Fünfjahresvergleich, mit 483 Personen auf dem besten Rang. Bei den Schwerverletzten verhält es sich ähnlich: 118 Schwerverletzte im Jahr 2018 wurden nur 2014 (114) unterschritten. 

Im Gegensatz dazu steht die Zahl der Getöteten. Nach abnehmenden Zahlen 2016 (drei) und 2017 (eine) wurden 2018 fünf Personen getötet.
Allerdings liegt die Zahl der Getöteten noch unter einem langjährigen Mittel: Schaut man zurück bis ins Jahr 2002, so gab es 2003 den traurigen Rekord mit 15 Verkehrstoten und 12 im Jahr 2006. Seither bewegt sich der Wert im einstelligen Bereich mit bis zu sieben verstorbenen Personen.
 

Unfallursachen

Bei den Unfallursachen nimmt der „Abstand“ mit einem Anteil von 37,5 % an allen Unfällen die führende Position ein. Bei diesen Unfällen wird häufig vermutet, dass die eigentliche Ursache eine Ablenkung des Fahrers zum Beispiel durch Bedienung eines Smartphones oder Navigationsgerätes ist. Dies kann aber bei der Unfallaufnahme zumeist nicht festgestellt werden.

Die Zweithäufigste Unfallursache (23,7 %) sind Fehler beim Abbiegen, Wenden, Einfahren etc. Die Geschwindigkeit liegt bei den Unfallursachen an dritter Stelle mit 7 % am Gesamtunfallgeschehen. Hier gab es einen ganz erheblichen Rückgang um 21 Prozentpunkte. Die Vorfahrt hält Rang vier der Unfallursachen inne (ebenfalls 7 %).

2018 trug Alkoholkonsum in 103 Fällen zum Unfallgeschehen bei. Nach einem Rückgang im Jahr 2017 ereigneten sich 33 Unfälle, bei denen die Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. Dies waren elf Fälle mehr als im Jahr zuvor. Bei 32 Unfallbeteiligten wurden körperliche Mängel als Ursache festgestellt (etwa Einschränkung der Sehleistung oder Erkrankungen wie psychische Störungen).

1120 Unfälle haben mit Wild zu tun. Der hierbei entstandene Schaden beläuft sich auf geschätzt 1,4 Millionen €.

Zu berücksichtigen ist, dass mehrere Unfälle zum Zustandekommen eines einzigen Verkehrsunfalls beitragen können.
 

Unfallbeteiligte

Die Anzahl der Unfälle mit Kindern ist weiter – wenn auch geringfügig – rückläufig: Es ereigneten sich 65 Verkehrsunfälle mit Kindern, 2016 waren es 77 und 2015 waren es 81 Unfälle. Junge Fahrer, das sind die 18- bis 24-jährigen, waren an 19,3 % aller Unfälle (1176) beteiligt, das waren 5,5 % weniger als im Jahr zuvor.

Im Jahr 2018 ereigneten sich insgesamt 1261 Verkehrsunfälle, an denen Personen im Alter von 65 Jahren oder älter beteiligt waren. Die Zunahme hier entspricht auch der Zunahme dieser Altersgruppe in der Gesellschaft.

Bei den Unfällen mit motorisierten Zweirädern (Motorräder und E-Bikes) verzeichnet die Polizei eine Zunahme um 16 auf 168 Unfälle auf 198 Unfälle. Bei diesen Unfällen sind überproportional viele junge Fahrer beteiligt (ihnen steht häufig kein anderes Fahrzeug zur Verfügung) und die Unfallursache „Geschwindigkeit“ ist hier besonders häufig vertreten.

Die günstige Witterung dürfte sich auch bei er Zunahme von Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung ausgewirkt haben: Die Zahl stieg von 125 auf 139. Die Anzahl der Verkehrsunfälle von Fußgängern sank von 77 auf 72. Dieser Wert ist der niedrigste seit 2008.

An etwa jedem zehnten Verkehrsunfall sind Lastkraftwagen (auf auch Lieferwagen Pritschenwagen und Ähnliches) beteiligt. Die Zahl der Verletzten bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung ist 2018 um acht gesunken.
 

Problemfälle "Unfallflucht" und "Sicherheitsgurt"

Weiterhin weit verbreitet ist die Unfallflucht. Allerdings gab es hier einen Rückgang um 15 auf 1355. Auf einen sehr erfreulichen Umstand weist die Polizei hin: Rund die Hälfte aller Unfallflucht-Fälle konnten aufgeklärt und der Verursacher ermittelt werden.

Als sehr problematisch erweist ein nachlässiger Umgang mit der Gurtanlegepflicht: In den vergangenen sieben Monaten gab es vier tödlich verletzte Menschen, die keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten.


Thomas Gierse

Quelle: LAGEBILD 2018 

Verkehrsunfallentwicklung im Bereich der Polizeidirektion Bad Kreuznach 

 

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