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Altbau, was nun: Potemkinsches Dorf oder nutzbringender Neubau?
Finanziell gesehen ist Sanierung des Deutschen Hauses in Bad Münster keine Option

Altbau, was nun: Potemkinsches Dorf oder nutzbringender Neubau?

Bad Kreuznach, 11.02.2019
Die als „Deutsches Haus“ bekannte Immobilie in der Berliner Straße 29 in Bad Münster darf abgerissen werden. Eine Bürgerintiative wehrt sich dagegen, doch schlussendlich ist die Entscheidung gefallen. Denn wer wollte das Gebäude kaufen und aufwendig herrichten —ohne jede Aussicht auf eine Rendite? Oder soll es einfach nur stehen bleiben als Fassade eines Potemkinschen Dorfes?


Nachdem die Bürgerinitiative ihre Forderungen geäußert hatte, trug der Stadtrat der Bauverwaltung auf, zum einen die Gestaltung des ersten Entwurfs für einen Neubau überarbeiten zu lassen (Foto oben) und zum anderen den Denkmalschutz für das Haus nochmals zu prüfen. Gegenüber Journalisten erläuterte die Bauverwaltung die Resultate.
 

Denkmalpflege sieht keinen Handlungsbedarf

Die Landesdenkmalpflege machte sich mithilfe der Unteren Denkmalbehörde beim Kreis Bad Kreuznach und anhand von Fotografien ein Bild von Zustand und Erhaltungswert des Deutschen Hauses. Sie billigt dem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1747 als Eckbebauung an Berliner Straße und Pfarrer-Dr.-Nagel-Weg „eine gewisse städtebauliche Betonung“ zu, stuft aber den Zustand und die bauliche Ursprünglichkeit des Gebäudes als zu gering für eine Klassifizierung als Kulturdenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes ein. 

Die Bruchstein- und Fachwerkfassade sei verändert, die rückwärtigen Fassaden des Gebäudes seien „durch zahlreiche Zubauten und massive bauliche Eingriffe“ stark modifiziert worden „und in ihrem historischen Bestand massiv reduziert“, schreibt die Behörde. Die baulichen Veränderungen betreffen auch das Innere des Hauses: Türen, Fenster, Böden wurden erneuert und die Keller stark verändert. So präsentiere sich das Haus heute ohne einen für den Denkmalschutz notwendigen historischen Zeugniswert.
 

„Brandschutztechnisch eine absolute Katastrophe“

Die Einschätzung des baulichen Zustandes des Deutschen Hauses und seiner Anbauten fällt nicht weniger eindeutig aus. „Hier ist kein menschenwürdiges Unterkommen“, lautete das Urteil von Benedikt Blanz nach einer Inspektion der zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzten Immobilie durch die Bauaufsicht der Stadt Bad Kreuznach. „Der Brandschutz war gleich null“, das Haus in dieser Hinsicht „eine Mausefalle“ und auch nicht durch Übergangsmaßnahmen zu retten: Weder der erste noch der zweite Fluchtweg seien in Ordnung gewesen. 

„Brandschutztechnisch eine absolute Katastrophe, und deswegen mussten wir als Bauaufsicht die Nutzung untersagen“, erläutert Blanz. Dieser „eindeutigen“ Einschätzung hätten sich bei einem Ortstermin mit Rechtsbeistand und Brandschutzsachverständigem auch die vormaligen Besitzer angeschlossen.
 

Für Passanten stellt sich alles anders dar

„Für den Bürger, der an dem Haus vorbeigeht, sieht das ganz anders aus“, räumt Stadtplaner Bettino Gagliani ein und hat insofern Verständnis für das große Entsetzen, wenn dann der Abriss ins Gespräch kommt. Ihm fehlt aber jedes Verständnis dafür, dass zwar lauthals der Erhalt des Gebäudeensembles gefordert werde, aber damit keineswegs die Bereitschaft zu einem persönlichen finanziellen Engagement einhergeht. Bei diesem Haus würde eine Kernsanierung anstehen, so Gagliani, die einige Hunderttausend Euro verschlingen würde — ohne Aussicht auf Rendite. 

Wer Sanierung fordert, sollte es nicht dem Eigentümer überlassen, dort ein Vermögen zu versenken, sondern bereit sein, eigenes Geld in die Hand nehmen, meint der Stadtplaner. Nur zu fordern, sei zu einfach. „Das Ergebnis einer solchen Taktik ist: Es passiert gar nichts, wir haben Stillstand“, ist sich Gagliani sicher. Wenn die Verwaltung auf stur schalten und den Erhalt von Gebäuden wie des Deutschen Hauses fordern würde, dann „passiert nichts, die Gebäude verfallen.“ Es sei aber Aufgabe der städtischen Bauverwaltung, Investoren zu finden und Ihnen ein Angebot zu machen, das auf eine Nutzung hinausläuft. 
 

Überarbeiteter Entwurf liegt vor

Der Investor, der an der Berliner Straße drei Wohnhäuser errichten möchte, hat einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt. Er dürfte das Deutsche Haus und die Anbauten sofort abreißen, doch der geplante Neubau könnte so erst nach einer Änderung des Bebauungsplans genehmigt werden. Der derzeit gültige Bebauungsplan sieht ein Mischgebiet vor, also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewerbe und Wohnen. Ziel ist aber, dort ein allgemeines Wohngebiet zu haben. Damit wird sich der Bauauschuss das Stadtrats am Mittwoch, 13.02.2019, befassen.
 


2019-02-08 BME Unterdorf Neuplanung

Planung überarbeitet 

Der neue Entwurf (oben) für den geplanten Neubau im Bad Münsterer Unterdorf nimmt die Formensprache der Nachbarschaftsgebäude besser auf. War der erste Entwurf (unten) zur Berliner Straße hin ausschließlich "traufständig" orientiert, ist die überarbeitete Fassung auch "giebelständig", hat also an der Fassade zur Berliner Straße auch einen Giebel

Ebenso bilden die kleineren Fensterausschnitte die Stilistik in der Nachbarschaft besser ab.



2019-02-08 BME Unterdorf Erste Planung Okt 2018



Maßgabe für die Überarbeitung war, dass das Haus sich besser an die Umgebung anpassen solle. Während der erste Entwurf — so Bauamtsleiter Klaus Christ — sich an der historischen Bebauung der Straße orientiert habe, lehnt sich die Überarbeitung stärker an das derzeitige Straßenbild an. Charakteristisch dafür ist der von den Planern so genannte Wechsel von trauf- und giebelständigen Häusern, also der Wechsel von Giebel und Dachrinne an der Straßenseite der Häuser. Ebenfalls neu ist bei dem überarbeiteten Entwurf der Wechsel zur klassische Lochfassade mit kleinen Fenstern gegenüber den zuvor eingeplanten Panoramafenstern.

Solche Veränderungen zum Besseren seien auch dem Einwirken der Bauverwaltung zu verdanken bei ihrem Versuch, städtebaulich einen Gebäudetypus zu finden, der sich einfügt und dessen Fassade auf künftige Projekte in der Stadt ausstrahlt.

"Es ist unsere Aufgabe als Verwaltung zu vermitteln“, sagt Gagliani. „Und wir sind angehalten, Investoren nicht zu verschrecken.“ Viele Bürger würden hingegen denken, die Verwaltung arbeite nur für die Investoren. Das sei nicht so. „Wir müssen immer einen Mittelweg finden, damit das Investment sich lohnt und zum anderen die städtebaulichen Leitbilder erhalten bleiben“, sagt er. „Da bekommen wir nie eine ideale Lösung hin, das ist immer ein Kompromiss.“

Thomas Gierse

 

hanz berichtete

Dreigliedriges Wohngebäude in Nachbarschaft der Bad Münsterer Martinskirche geplant
Für Bad Münster am Stein wird der Bau eines dreigliedrigen Wohngebäudes geplant. Mit zwei Wohngeschossen innerhalb der Dachschräge wirkt der in einem Mediengespräch vorgestellte Entwurf ungewöhnlich, doch orientieren sich Höhen und Neigungen des Baus in der Berliner Straße an der Umgebung, sprich: der St. Martinskirche und den Nachbargebäuden.
16.10.2018

 

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