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2017-04-20 Wein Rebe Austrieb Frostschaden
Noch eine Woche Zittern in den Weinbaugebieten Nahe und Rheinhessen

Frostschäden einschneidend wie nie und existenzbedrohend

Region Nahe/Rheinhessen, 20.04.2017
Der Frost in der Nacht zu Donnerstag hat manchen Winzer in existenzielle Nöte gestürzt, sagt Dr. Edgar Müller vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück am Tag nach der ersten extrem kalten Aprilnacht 2017. Bis zu -5,5 Grad C wurden gemessen, was je nach Lage Ausfälle von 20 bis 95 % der Knospenaustriebe verursachte. „Dies ist definitiv das einschneidendste Naturereignis im Weinbau der letzten Jahrzehnte“, sagt Müller.


Seit 33 Jahren ist Edgar Müller in der Weinberatung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum in Bad Kreuznach tätig. In dieser Zeit habe keine Trockenheit, keine Hitze oder Kälte, kein Hagel und kein Mehltau den Weinbau der Region stärker geschädigt als der Frost in der vergangenen Nacht. Und die Wetterprognosen verheißen nichts Gutes. Noch voraussichtlich mindestens eine Woche wird der späte Frost in den Nacht- und Morgenstunden anhalten.
 

Kein Winzer kann sich in Sicherheit wiegen

Diejenigen Winzer, die vorerst mit einem blauen Auge davonkamen, können sich jetzt keineswegs in Sicherheit wiegen. Einige hatten noch Glück, so an der Bad Kreuznacher Stadtgrenze, etwa am Kahlenberg, wo sich auch Lagen des Staatsweingutes befinden. Dort sieht die Situation nach Auskunft von Dr. Edgar Müller noch relativ erträglich aus. Seine Auswertungen von Donnerstagmorgen haben Ausfälle im Umfang von 20-50 % ergeben.

Bei etwa -3 Grad C scheint eine Schwelle zwischen kleinem und großem Schaden gelegen zu haben. In Meddersheim und Wöllstein zeigten die Thermometer bis -5,5 Grad an. Solche Temperaturen forderten 80-95 % Ausfall auch über große Areale hinweg.

Der Entwicklungszustand der Austriebe spielte dabei noch eine erhebliche Rolle. Denn in jeder Lage gibt es Triebe, die etwas spät dran sind und sich jetzt noch im Stadium des „frühen Knospenschwellens“ befinden. Diese Augen haben den Frost in der Regel unbeschadet überstanden, erklärt Dr. Müller, weshalb es keine Flächen mit 100 % Ausfall gebe.
 

Reblächen brauchen auch bei geringer Ernte eine Pflege

Ob darin aber für Winzer ein Trost liegen kann, muss sich noch erweisen. In den nächsten Wochen werde die Frage zu beantworten sein: „In welchen Flächen lohnt es sich, den ganzen Aufwand weiter zu betreiben?“ Minimale Erträge würden dann einem erheblichen Aufwand gegenüberstehen, doch mit Blick auf das Folgejahr können die Winzer ihre Rebläche auch nicht sich selbst überlassen. Dann würde eine der beiden Mehltau-Erkrankungen die Rebanlage „regelrecht auffressen“ und dauerhaft schädigen. „Ein Minimalprogramm an Pflege wird man auch den Flächen angedeihen lassen müssen, bei denen man den Ertrag weitestgehend vergessen kann“, erklärt Müller.

Nach seiner Einschätzung können 20 bis 30 % Ausfall durch die verbleibenden Trauben zu einem Gutteil kompensiert werden. „Auch 50, 60 % sind noch keine Katastrophe“, sagt Müller, denn in dieser Situation können die Erträge noch zwischen zwischen 50 und 75 % des Üblichen liegen. Die verbleibenden Trauben, die in geringerer Anzahl je Rebstock etwas schwerer werden, schaffen einen gewissen Ausgleich. Allerdings sind sie auch anfälliger für Fäulnis.
 

50 % des üblichen Ertrags würde manchen Winzer beglücken

50 bis 75 % des Normalen - „damit wären viele in diesem Jahr schon glücklich.“ Bei Anteilen von 80 und mehr Prozent und erst recht, wenn sämtliche Flächen eines Betriebs derart geschädigt sind, dann müsse man von einer Katastrophe für die betreffenden Winzer sprechen.

Gleichgültig, wie die vergangene Nacht ausging, kein Winzer in der Region ist aus dem Schneider. In den nächsten Nächten wird sich das Bangen um die Reben und möglicherweise um die Zukunft des eigenen Betriebs noch mehrfach wiederholen.

Thomas Gierse


Das Foto zeigt einen vom Frost geschädigten, bräunlich gefärbten Knospenaustrieb und links einen noch intakten Austrieb in den "frischen"Farben, die bis Mittwoch an den Rebstöcken vorherrschten.

 

hanz berichtete

Temperaturen deutlich unter null: Fackeln "wärmen" die Rebanlagen
In Norheim wurde die Freiwillige Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag, 20.04.2017, gegen 2:15 Uhr wegen eines Flächenbrandes alarmiert. Tatsächlich handelte es sich um den Versuch von Winzern, den Nachtfrost abzumildern.
20.04.2017

Bangen um Pracht und Ertrag: Frost bedroht Knospenaustrieb
Ausgerechnet das Hoch Querida („Geliebte“) treibt den Winzern an der Nahe und in Rheinhessen derzeit die Sorgenfalten auf die Stirn: Der späte Frost, den das Hoch aus dem Norden herbeiführt, bedroht den in diesem Frühjahr sehr weit vorangeschrittenen Knospenaustrieb. „Die Sorge der Winzer ist absolut berechtigt“, sagt Dr. Edgar Müller, Oenologe am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, im Gespräch mit hanz-online.
18.04.2017

 

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