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2011-06-06 Ost-West 4
Zahlreiche Anpassungen im Sinne des IVEK

Neuer Auftritt für Ost-West-Straße: verschlankt und doch eine alte Bekannte

Bad Kreuznach, 12.06.2018
Als „Innerstädtische Entlastungsstraße“ geht die seit Jahrzehnten geplante Ost-West-Trasse in eine neue Runde. Dieses Vorhaben, eine Entlastungsstraße südlich an der Innenstadt vorbeizuführen, rasselte im Juni 2011 bei einer Bürgerbefragung durch: Mit 54,9 Prozent der abgegebenen Stimmen sprach sich eine recht deutliche Mehrheit dagegen aus.


Seither gab es verschiedene Anläufe, die Straße im Stadtrat wieder auf die Tagesordnung zu setzen, in Abschnitten oder als Ganzes. „Wir waren uns immer einig: Wir brauchen auf jeden Fall eine Entlastungsstraße, wenn wir wollen, dass Salinenstraße und Wilhelmstraße mehr innerstädtische Qualität bekommen sollen“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer bei der Vorstellung des aktuellen Konzepts vor Journalisten. Sie selbst war eine harsche Kritikerin der 2011er-Variante  und verdankte dieser Positionierung wohl auch zu einem Gutteil den Erfolg bei ihrer ersten OB-Wahl.

Heute dient die Ost-West-Trasse aus 2011 als Planskizze, worauf verschiedene Folien gelegt werden, die die Kritik von damals und die Entwicklungen seither zeigen, sodass der Blick darauf das Bild einer in den Grundzügen bekannten Planung mit deutlichen Anpassungen an aktuelle Entwicklungen bei der Mobilität zeigt.
 

Schlagworte: Integriertes Verkehrskonzept versus Stadtautobahn

Die Anmutung einer Stadtautobahn mit „Überfliegern“ und Unterführungen für schnellen Autoverkehr, eine dadurch befürchtete „Trennwirkung“ einer Schneise in der Stadt und die darin zum Ausdruck kommende Überbetonung des Autos gegenüber Fußgängern, Rolli- und Radfahrern brachte die Ost-West-Trasse in Verruf. Als Gegenentwurf wurde ein alle Verkehrsarten integrierendes Konzept gefordert, das später mit Bürgerbeteiligung entwickelt wurde und seither als IVEK (Integriertes Verkehrsentwicklungskonzept) bekannt ist. 

Forderungen und Wünsche aus dem IVEK im Sinne des Gleichberechtigung aller Verkehrsarten fließen nun in das aktuelle Vorhaben „Innerstädtische Entlastungsstraße“ ein.
  • „Innerstädtisch“ bedeutet Verzicht auf den kreuzungsfreien Ausbau mit Brückenbauwerken. Das aktuelle Konzept sieht – schon aus Kostengründen – Verkehr fast ausschließlich auf nur einer Ebene vor, mit Ampeln, Abbiegespuren und Kreisverkehren.
 
  • Der Straßenquerschnitt fällt entsprechend geringer aus. 6,5 Meter soll die Straße breit sein und daneben, abgetrennt durch einen Grünstreifen, einen kombinierten Rad-Fußweg (3,5 Meter breit) haben. Stadtplaner Bettino Gagliani spricht von einem durchgehenden Radschnellweg von der Bosenheimer Straße bis ins Salinental.

2018-06-12 Entlastungsstr Profil

 
  • An der Rheingrafenstraße soll ein neuer Haltepunkt der Bahn eingerichtet werden – Gespräche darüber werden bereits geführt. Außerdem möchten die Planer den Bahnübergang dort für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Radler dauerhaft offenhalten. Sollte eine Zusage der Bahn, gegeben für ein Provisorium, sich nicht auf eine Dauerlösung ummünzen lassen, wäre eine Unterführung (statt Brückenbauwerk) aus Sicht der Planer der geeignete Weg.
 
  • Der Löwensteg muss erneuert werden und soll dann in derselben Linie wie die Mannheimer Straße verlaufen.


2018-06-012 Entlastungsstr Ochsenbruecke

Wichtige Details fehlen bei dieser Skizzierung des Kreisverkehrs an der Ochsenbrücke. Die grau eingezeichneten Straßen zeigen die Verbindungen zwischen Baumgartenstraße (oben links), Wilhelmstraße, Bosenheimer Straße, Gustav-Pfarrius-Straße sowie der Entlastungsstraße (heute: Kohleweg) und der Mannheimer Straße (links unten).
 
  • Das größte Brückenbauwerk würde an der Ochsenbrücke entstehen. Diese Brücke, die auch heute aus zwei parallel liegenden Bauwerken besteht, soll durch einen großen Kreisverkehr ersetzt werden. Der Entwurf ähnelt sehr stark der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2011, als man das Ganze einen „Turbokreisel“ nannte. Dies sei der Kreisverkehr schon damals nicht gewesen, sagt Stadtplaner Gagliani. Und jetzt schon gar nicht, da der Verkehr von der Bosenheimer Straße um diese Verschwenkung herum in Richtung Salinental geführt werden soll. Der Vorteil dieser Lösung liege in den zwei Brückenbauwerken: eines wäre zu jedem Zeitpunkt der Bauarbeit offen, der Verkehr müsste nicht gesperrt werden. Den Worten der Planer war zu entnehmen, dass diese Größe des Kreisverkehrs erst den Verzicht auf (teure) Brücken ermögliche.
 
  • Unter der doppelten Ochsenbrücke soll nach Vorstellung der Planer ein Radweg kreuzen, und zwar auf einer Rampe neben der Bahn in dem Abschnitt zwischen Löwensteg und Bahnhof (beziehungsweise Mobilitätstation).

2018-06-12 Entlastungsstr Beispiel Kreisverkehr

Beispiel für einen Kreisverkehr mit separatem Raum für Radler und Fußgänger.
 
  • An den Kreisverkehren soll es für Fußgänger und Radfahrer getrennt einen gesicherten Verkehrsraum um den Kreisverkehr herum geben. „Heute haben wir das Problem, dass die Radfahrer mit dem Verkehr mitschwimmen müssen. Das ist schon ein erhebliches Risiko“, sagt Stadtplaner Gagliani.
 
  • Das „Nadelöhr Fleischhauer-Kreisel“ war auch 2011 schon ein Thema, doch heute wahrscheinlich noch mehr als damals. Andererseits hat nach Erkenntnissen der Bauverwaltung die John-F.-Kennedy-Straße bereits zu einer Entlastung geführt, und eine weitere Verbesserung erwartet man nach der Fertigstellung der dann durchgängig befahrbaren Dürerstraße (Ende 2018). Außerdem soll aus der Bosenheimer Straße der Verkehr mit  Zielrichtung KH-Nord am Schneider-Optik-Kreisverkehr via Badenheimer Straße abgeleitet und damit der Kreisverkehr an der Alzeyer Straße zusätzlich entlastet werden. Diese Umfahrung drängt sich auf, weil für einen Bypass aus der Bosenheimer Straße in Richtung KH-Nord am Fleichhauer-Kreisel das Autohaus seine Betriebsfläche und auch sein Gebäude verkleinern müsste. Das würde erhebliche Kosten bedeuten.
 
  • Um die Taktzeiten im Linienbusverkehr zu optimieren werde geprüft, ob die Busspur, die derzeit an Fleischhauer-Kreisverkehr endet, nicht über die Ochsenbrücke hinaus bis direkt an den neuen Busbahnhof geführt werden kann.


Hohe Kosten, auf viele Jahre verteilt

In Hinsicht auf die Kosten gebe es nur grobe Schätzungen, sagte Bauamtsleiter Klaus Christ: „Die Schätzungen aus dem Jahr 2010 lagen schon über 20 Million €. Wenn wir die Kosten hochrechnen, liegen wir bei 30 Millionen €.“ 

Derzeit befindet sich das Projekt in der Entwurfsphase. Es wird im Planungsausschuss und später im Stadtrat vorgestellt, damit die Politiker ihr Votum geben, ob in der vorgestellten Richtung weitergeplant werden soll. Wenn es ein Ja gibt, folgen Abstimmungen mit Beteiligten wie dem Landesbetrieb Mobilität und der Bahn. Erst danach sind Ausführungsplanungen und die Kostenberechnung an der Reihe.

Das koste eine Menge Geld, „aber das dauert auch 15 Jahre“, so die Einschätzung von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Sie ist davon überzeugt, dass die weltweit wahrgenommene Entwicklung im Sinne einer Verkehrswende auch Bad Kreuznach erreichen wird. Wenn man dank Mobilitätsstation erleben werde, dass die Fahrt von A nach B ohne das eigene Auto tatsächlich funktioniert, dann werde dies die Entwicklung beschleunigen. Kaster-Meurer: „Ich glaube schon, dass das kommen wird, und dass wir viel früher an die Verkehrsberuhigung von Salinenstraße und Wilhelmstraße gehen können.“

Thomas Gierse


Die Illustration ganz oben stammt aus dem Jahr 2011 und zeigt den Entwurf des Kreisverkehrs an der Ochenbrücke, so, wie er auch heute wieder/noch in der Diskussion ist. Allerdings verdeckt die Perspektive dieser Visualisierung Neuerungen in der Bosenheimer Straße: Dort ursprünglich vorgesehene Über- und Unterführungen entfallen. Damals wie heute ist das Büro Boxleitner mit der Planung beauftragt. 


2018-06-12 Entlastungsstr Bauabschitte

Die Planer gehen von drei Bauabschnitten aus, mit (von links) "Knoten" auf der Salinenstraße beim Viadukt, an der Rheingrafenstraße, beim Diakonie-Gelände, bei Mannheimer Straße/Ochsenbrücke und am Fleischhauer-Kreisverkehr.

 

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