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Pfiffige Suche der Telefonseelsorge nach neuen Mitarbeitern
Schulung beginnt im Oktober

Pfiffige Suche der Telefonseelsorge nach neuen Mitarbeitern

Die eigenen Sorgen abladen und einem anonymen, in vielen Lebensfragen erfahrenen Menschen anvertrauen zu können, dafür steht die TelefonSeelsorge. Bei der TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück arbeiten 50 Ehrenamtliche – sie suchen dringend weitere Interessierte zur Verstärkung des Teams.

Denn ohne ehrenamtliches Engagement geht es bei diesem wichtigen und kostenlosen Angebot nicht. Rund 50 engagierte Menschen leisten derzeit für die Menschen in der Stadt Bad Kreuznach und der Region den Dienst am Telefon. Damit auch weiterhin eine umfassende Hilfe gewährleistet ist, sucht die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück vor Beginn ihrer nächsten Schulung im Oktober neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Unterstützt wird der Aufruf, der durch eine Plakat-Kampagne begleitet wird, von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. „Die Telefonseelsorge ist ein stiller und dennoch sehr wichtiger Dienst. Ich bin sehr froh, dass es dieses Angebot und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Stadt gibt und hoffe, dass wir durch die Kampagne möglichst viele Menschen erreichen“, sagt Kaster-Meurer.
 

Schulung und Supervision für die Ehrenamtlichen

Am Anfang des ehrenamtlichen Engagements steht die Schulung. „Die Ehrenamtlichen erwartet am Telefon eine Bandbreite an Themen. Manche Gespräche können einen auch schon mal eine Zeit lang beschäftigen. Deshalb finden bei uns regelmäßig Supervisionen statt, um diese Fälle nachzubesprechen. Wir lassen die Ehrenamtlichen nicht mit ihren Sorgen alleine“, so die katholische Stellenleiterin Joanna Wyrchowy.

Um die Bürgerinnen und Bürger von Seiten der Stadt auf den Aufruf aufmerksam zu machen, steht im Stadthaus vor dem Infobüro seit Anfang vergangener Woche ein Roll-up-Banner mit der pfiffig verpackten Botschaft. Die Maßnahme, die darüber hinaus durch Plakate und Flyer begleitet wird, setzt bewusst auf Tiermotive (Eichhörnchen, Erdmännchen), die emotional ansprechen und den Menschen den Zugang zu diesem „schweren“ Thema erleichtern. 

Gesucht werden Frauen und Männer über 25 Jahren, die etwas Zeit mitbringen und ein offenes Ohr für Anrufer und ihre Sorgen haben. Interessierte sollten kontaktbereit und lernfähig sein, sich einfühlen und abgrenzen können sowie über eine stabile psychische Verfassung verfügen. Eine Bereitschaft von zwei bis drei Jahren aktive Mitarbeit wird vorausgesetzt. 

Eine gründliche Ausbildung zur Gesprächsführung in emotionalen Belastungssituationen und ein Training im Umgang mit einem breiten Spektrum von Problemen bereitet auf den Arbeit als Telefonseelsorger vor. Die Ausbildung dauert zirka ein Jahr (zwei Stunden/Woche) und wird von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück, Susanne Schmidt (Diplom-Psychologin) und Joanna Wyrchowy (Diplom-Pädagogin), geleitet. Beide begleiten später das Team und sorgen für regelmäßigen Austausch und Fortbildungen zu aktuellen Themen. „Die Ausbildungsinhalte stellen auch im beruflichen und privaten Kontext eine Bereicherung dar“, wissen Schmidt und Wyrchowy. „Die Dienstzeiten orientieren sich dabei an den Möglichkeiten unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Diese werden in sechs Schichten eingesetzt. 


 
Details

Die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück ist eine ökumenische Einrichtung in gemeinsamer Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und dem katholischen Bistum Trier. Der Dienst ist rund um die Uhr kostenfrei unter den bundesweit einheitlichen Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 zu erreichen. Das Angebot wird rund 8500 Mal im Jahr genutzt. 

Nähere Auskünfte zur ehrenamtlichen Mitarbeit gibt es bei Susanne Schmidt und Joanna Wyrchowy unter Telefon 0671/35088, per E-Mail an [email protected] sowie im Internet unter www.telefonseelsorge-nahe-hunsrueck.de.
 


2018-09-13 Kampagne Telefonseelsorge

Sie werben um neue ehrenamtliche Mitarbeiter bei der TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück (von links): Joanna Wyrchowy (Leitung TelefonSeelsorge katholischer Träger), der ehrenamtliche Berater Wolfgang Böhme und Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer.

Quelle: Isabel Gemperlein
Stadtverwaltung Bad Kreuznach


 

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