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Turbulente Jahre an Spitze der Stadtwerke: Dietmar Canis in Ruhestand verabschiedet
17 Jahre Geschäftsführer des Kreuznacher Versorgungsunternehmens

Turbulente Jahre an Spitze der Stadtwerke: Dietmar Canis in Ruhestand verabschiedet

Nach achteinhalb Jahren Volks- und Hauptschule war der Junge „ferdsch“ und reif für die Lehrzeit, befand Dietmar Canis’ Vater mit sächsischem Akzent, und so begann 1966 mit einer kaufmännischen Ausbildung ein Berufsweg, der nun als Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke endet. Am Freitag, 30.11.2018, wurde Dietmar Canis feierlich in den Ruhestand verabschiedet.


17 Jahre lang, seit August 2001, leitete Dietmar Canis die Stadtwerke. Angefangen hatte er noch bei der städtischen Betriebs- und Verkehrsgesellschaft, ein Jahr vor deren Umstrukturierung samt Abtrennung der Verkehrsbranche 1994. Das Zeug zum kaufmännischen Prokuristen und Abteilungsdirektor hatte er sich zuvor bei einem berufsbegleitenden Studium der Betriebswirtschaft und der Tätigkeit in einem Mainzer Unternehmen beschafft. Dem wiederum waren zwölf Jahre als Heeresflieger bei der Bundeswehr und das dort abgelegte Fachabitur vorausgegangen.

In den 25 Jahren seit seinem Start bei den Stadtwerken habe Dietmar Canis sich einiger neuer Themen annehmen müssen, erinnerte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Dies war dem Umbau der Stadtwerke zu einem Konzern geschuldet (ab 1995), aber auch politischen Vorgaben (Liberalisierung der Märkte) und technologischen Entwicklungen (Internet).

In seine Zeit als Prokurist der Bad-Gesellschaft fielen der Kauf der Crucenia-Therme sowie Kauf, Sanierung und Eröffnung des Bäderhauses. Auch der Verkauf der Verkehrsgesellschaft für eine symbolische DM fiel in diese Jahre, damals unter dem Gesichtspunkt, einen Subventionsbetrieb hin zum Gewerbesteuerzahler zu entwickeln, wie Oberbürgermeister Rolf Ebbecke es formulierte.
 

Liberalisierung der Märkte war Zeitenwende

Turbulent wurde es vor 20 Jahren mit der einsetzenden Liberalisierung der Märkte, die für die kleinen regionalen Versorger den möglichen Verlust ihrer bis dahin festgefügten Kundschaft bedeutete. Stadtwerke in einer Größe wie die Kreuznacher standen damals auf der roten Liste: Ihnen gab kaum jemand eine Überlebenschance. Doch Dietmar Canis ließ sich nicht beirren, als er 2001 ein schwere Erbe antrat, erklärte Heike Kaster-Meurer. Trotz sinkender Gewinnspannen in den Hauptgeschäftsfeldern und hohen Erwartungen in puncto Defizitabbau von Seiten der Politik habe Dietmar Canis voller Selbstvertrauen und Zuversicht geäußert, dass das Unternehmen gut gerüstet sei und man es auch in fünf Jahren noch als gesund und eigenständig erleben werde.

Schlüssel zu Erfolg waren neue Geschäftsfelder (als Internet-Versorger, als Anbieter von Wärme-Contracting und von Energie aus erneuerbaren Quellen), Gewinnung neuer Kunden in der Region sowie Kundenbindung (freies W-LAN, Nahe-App und E-Carsharing). Damit habe der Geschäftsführer auch die Zukunft des Konzerns als wichtiger Arbeitgeber mir rund 260 Beschäftigten in der Stadt gesichert, urteilt die Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Kaster-Meurer.
 

"Harte, aber schöne Zeit"

Dem pflichtet der Stadtwerke-Betriebsratsvorsitzende Mario Spreitzer bei: „Herr Canis, Sie hatten das Ruder Stadtwerke immer fest im Griff.“  Dabei habe stets das Unternehmen im Mittelpunkt gestanden; nichts und niemand habe ihn von dieser Art, das Unternehmen zu führen, abbringen können. Sechzehnmal zum Jahresende die Betriebsziele erreicht und dabei „nie seine Menschlichkeit verloren“ — dafür bedankte sich Spreitzer: es war „eine harte, aber auch schöne Zeit“.

Dietmar Canis gab die Komplimente gerne zurück: „Wir haben es geschafft, die 25 Jahre, die ich in diesem Unternehmen bin, unfallfrei zu überstehen.“ Dafür brauche es gute und kompetente Mitarbeiter, für deren Loyalität er sich bedankte. Seinen Dank an alle Begleiter in 52 Berufsjahren fasste er in Gruppen zusammen, etwa die Impulsgeber und die Chancengeber oder jene, die ihm in den Gremien oder der unmittelbaren Zusammenarbeit ihr Vertrauen schenkten.

Sehr, sehr komplex sei das Geschäft geworden, sehr umfangreich und vom ständigen Zwang zur Anpassungen im Steuer- und Energiewirtschaftsrecht getrieben. Seinen Nachfolger Christoph Nath hat er die ersten Monate in der Geschäftsführung begleitet. Mit Blick in die Zukunft meint Dietmar Canis, dass es der neue Mann nicht wirklich besser haben werde: „Die Energiewirtschaft bleibt spannend.“

Thomas Gierse


Foto:
"Er möchte sich immer an seine Arbeit erinnern – ist das nicht wunderbar?!“, sagte Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer zu Dietmar Canis' Wunsch, dieses Bild aus seinem Büro mit in den Ruhestand nehmen zu dürfen.


 

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