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10.12.2016
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09.12.2016
Finanzielle Schäden und Gefährdung der Verkehrssicherheit - In den vergangenen Wochen wurden in ...weiterlesen >>
 

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Gut zwei Monate vor Wahlparteitag Vorstellung bei Kreuznacher Genossen

VIDEO: Michael Simons verhaltener Start als SPD-Favorit im Landtagswahlkampf



Michael Simon aus Pfaffen-Schwabenheim möchte im nächsten rheinland-pfälzischen Landtag den Wahlkreis 17 für die SPD vertreten. Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Stadtverbandes Bad Kreuznach am Mittwoch, 25.02.2015, stellte er sich vor und warb um Zustimmung beim Wahlparteitag am 06.05.2015 in seiner Heimatgemeinde.


Carsten Pörksen wird 2016 sein Vierteljahrhundert Landespolitik voll machen und wird nicht erneut zur Wahl stehen (siehe unten: Zur Person). Zur Regelung seiner Nachfolge habe er zuerst Martina Hassel gefragt, „die ja meine B-Kandidatin ist“, berichtete Pörksen. Doch Hassel lehnte dankend ab: Sie möchte ihre neue Tätigkeit als Geschäftsführerin der Lebenshilfe in Bad Kreuznach weiterhin ausüben. Hassel wäre nach Pörksens Worten die erste Kandidatin gewesen: „Sie hätte antreten können.“

Mit Michael Simon sei nun ein Bewerber im Spiel, den er politisch und persönlich in der Lage sieht, dieses Amt ausfüllen zu können. Nicht nur er sehe das so. „Da war eine große Übereinstimmung bei all denen, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben: Bei diesem Vorschlag habe ich bisher nur Zustimmung erfahren“, schildert Pörksen.

Simon sei „ein politischer Kopf, der – und das ist extrem wichtig – der ein guter Gegenkandidat zur Frau Klöckner ist, die hier antreten wird.“ Es würde keinen Sinn haben zu versuchen, „eine zweite Klöcknerin“ aufzustellen, schließlich wolle man eine Alternative bieten. „Es geht hier darum jemanden aufzustellen, der in ganz anderer Weise das politische Geschäft betreibt als sie: uneitel, offen, klar verortet. Man kann sich an ihm reiben, aber es ist ein klares Bild eines politischen Menschen.“

Pörksen sagt, er kenne im Kreis Bad Kreuznach niemanden, der sich so wie Michael Simon in der Medienöffentlichkeit betätige. „Man muss nicht jede seiner Meinungen teil, aber er hat ein klares Profil. Und ich glaube, dass wir uns einen großen Gefallen tun, wenn wir ihn bei dieser Wahl unterstützen."

Der Wahlparteitag findet am Mittwoch, 06.05.2015, 19.00 Uhr, in Pfaffen-Schwabenheim, dem Heimatort des SPD-Vorstandsfavoriten statt. „Jeder kann sich zur Wahl stellen, der meint, er sei berufen oder in der Lage, dieses Amt auszufüllen“, merkte Carsten Pörksen der Form halber an.
 

Gegenentwurf zu Julia Klöckner

Michael Simon legte einen sehr verhaltenen Start seiner Bewerbungstour vor. „Ich hab’ nicht ,Hier!’ gerufen, aber ich habe mich grundsätzlich bereit erklärt, das zu machen, und habe viele Meinungen dazu eingeholt.“

Ihm selbst ist es offenbar wichtig, seinen Status als Gegenentwurf zu Julia Klöckner von vornherein zu benennen und als Vorteil zu deklarieren. Er trete in die – großen –  Fußstapfen Carsten Pörksens, der „keine Politik für den Laufsteg, keine Politik für den Boulevard“ mache. Diese Rolle sei im Wahlkreis bereits (an Klöckner) vergeben.

Er hingegen sei Fußballer und spiele er bei jedem Wetter, und es sei nicht ausgemacht, wie am 13. März 2016 die Platzverhältnisse sein werden. „Unser Anspruch muss es sein zu gewinnen“, sagt Simon, auch wenn „das alles kein Spaziergang“ werden wird. „Wir können erfolgreich sein mit einem klaren inhaltlichen Angebot“, meint er. Glaubwürdig sein möchte Michael Simon und sich vom politischen Gegner nicht provozieren lassen – „in gegenseitigem Respekt, aber durchaus auch zugespitzt.“ Denn eine Wahl solle ja auch eine Auswahl bieten.

„Ehemalige Nichtwähler“ gelte es zurückzuholen. Er könne es nicht akzeptieren, dass Menschen sich von der Demokratie abkoppeln und von ihr nichts mehr erwarten. Er möchte die Menschen mit einer pragmatischen und zugleich glaubwürdigen, an Werten orientierten Politik überzeugen. „Der Wahlkampf wird uns einiges abverlangen“, sagt Michael Simon. Dazu sei er bereit. 


 
Zur Person: Carsten Pörksen

„Ich habe für mich entschieden, dass dieses meine letzte Wahlperiode ist“, sagte Carsten Pörksen am Mittwoch. Er müsse „den Herrn Adenauer nicht nachmachen.

Pörksen, der im Januar 1991 als Nachrücker von Fritz Rudolf Körper Mitglied des Landtags in Mainz wurde, ist seit Alterspräsident des Parlaments ist und wird im Frühjahr 2016 seine fünfte vollständige Legislaturperiode vollenden. Die bislang 24 Jahre als Mitglied des Landtages seien „sicherlich nicht erfolglos“ gewesen, meint er: „Das nehme ich für mich in Anspruch“. 

Thomas Gierse

 
Michael Simon und Carsten Pörksen bei der Mitgliederversammlung der SPD Bad Kreunach.
Foto: Thomas Gierse

Das Gruppenfoto kann im Großformat heruntergeladen und - bei Quellenangabe - frei verwendet werden (5 MB):
http://tinyurl.com/hanzonline-1514
 


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