Baustellen-Steg nun rutschgehemmtes Nadelöhr
Bautagebuch Brückensanierung (33)

Baustellen-Steg nun rutschgehemmtes Nadelöhr

In der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 17.09.2015, war der Steg an der Nahebrücken-Baustelle ein Thema. „Dieser Steg ist natürlich nicht so breit, wie wir uns das gewünscht hätten. Das hat statische und finanzielle Gründe“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Die Wahlmöglichkeiten in dieser Hinsicht seien allerdings denkbar gering:  „Das ist schlichtweg die Alternative zur Sperrung dieser Brücke“.


Wegen eines zeitlichen Verzuges habe man diese Steg  „einschieben“ müssen, um Bauzeit zu gewinnen, bevor die Baustraße durch das Hochwasser weggeschwemmt wird. Die Baufirma sei aufgefordert, für ausreichende Beleuchtung und einen anderen, rutschfesten Bodenbelag zu sorgen. Letzteres ist inzwischen geschehen: Seit Montag (21.09.2015) bedeckt ein rutschhemmender Belag den Boden. 

Die Auffassung der Grünen, dass der Weg wieder über die Brücke statt über den Steg geführt werden müsse, teilt die Oberbürgermeisterin nicht. Denn dann müssten dort Arbeiten unterbrochen werden, die vor dem Winter erledigt sein sollten. Wie Lothar Bastian sagt, hätten „alle Bürger“ darauf vertraut, dass die gesamte Brücke immer nur halbseitig saniert werde und die jeweils andere Brückenseite für die Passanten offen bleibe. Auf der Mühlenteichbrücke habe das halbwegs geklappt. Seit die Arbeiten an der Nahebrücke  begannen, sei die Situation immer  schwieriger geworden. Beim Passieren der Baustelle komme man sich vor wie an einer „schlecht abgesicherten Baustelle irgendwo in der Pampa“. Lediglich für die Dauer weniger Tage sei so ein Weg als Notlösung okay.

Die einzige Alternative dazu sei der Umweg über die Wilhelmbrücke, „und das wollen wir nicht haben, auch im Hinblick auf die Anbindung der Neustadt“, bekräftigte die Oberbürgermeisterin. „Dass es zu Beeinträchtigungen kommt, das wussten wird. Dass es dann doch an der einen oder anderen Stelle schlimmer wird, als wir uns das gewünscht haben, passiert leider auch. Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind sehr bemüht, diese Situation trotzdem so zu lösen, dass es erträglich ist.“

Thomas Gierse


Foto: Der helle, rutschhemmende Belag, erhöht die Sicherheit der Passanten auf dem Steg. Insbesondere für Rolli-Fahrer bleibt der Weg durch die schmale, dunkle Gasse aber eine Herausforderung.

 


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