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Sperrung brachte Fass zum Überlaufen

Grüne verlangen breiten Weg über die Alte Nahebrücke

Nach der zwischenzeitlichen Sperrung der Alten Nahebrücke für Fußgänger und Rollifahrer am Donnerstag, 17.09.2015 (der seitliche Steg war nach Unterspülung durch die Nahe nicht standsicher), pocht die Ratsfraktion der Grünen nun darauf, einen breiten Übergang auf, statt neben der Brücke herzurichten. Der Steg sei zu schmal, die Verschwenkungen zu eng. Dies entspreche nicht den Versprechungen, die insbesondere den Bürgern in der Altstadt gemacht worden seien. Lothar Bastian schreibt im Namen der Grünen an Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer: "Wir fordern Sie als Bau-Dezernentin hiermit auf, umgehend (d.h. morgen) die alte Nahebrücke halbseitig freizugeben."  

 
Der Antrag im Wortlaut

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

nachdem sich schon in den beiden letzten Wochen die Situation auf der alten Nahebrücke äußerst unangenehm entwickelt hatte (ein viel zu schmaler Durchgang, viel zu enge Verschwenkungen, instabile, wackelige Konstruktion, rutschiger Bodenbelag, keine Beleuchtung) ist nunmehr die Katastrophe für die Altstadt eingetreten: seit heute Vormittag gibt es keinen Zugang mehr.

Ich möchte daran erinnern, dass die Stadtverwaltung den Altstadt-Bewohnern und –Besuchern ursprünglich eine dauerhafte Fußgängerbrücke zwischen Klappergasse und Kurhausstraße in einer Breite von 2,50 m zugesagt hatte. Als sich die Bauplanungen geändert hatten, wurde den Bürgern stattdessen versprochen, dass während der gesamten Bauzeit immer nur eine halbe Brückenseite wegen der Bauarbeiten gesperrt wäre; jeweils eine Hälfte würde immer für Fußgänger u.a. nutzbar bleiben. 

Von diesen Zusagen ist nichts übrig geblieben, was meiner Ansicht nach eine ungeheuerliche Missachtung der Bürger darstellt, insbesondere für die in der Altstadt. Die Baustelle wird so betrieben, als stünde sie irgendwo im Niemandsland, wo keine Passanten zu berücksichtigen sind; es scheint nur um ein möglichst einfaches handling für die Baufirmen zu gehen.

Wir fordern Sie als Bau-Dezernentin hiermit auf, umgehend (d.h. morgen) die alte Nahebrücke halbseitig freizugeben. Die Bauleitung muss mit den beteiligten Firmen alsdann absichern, dass die zugesagten 2,50 m Breite des Durchgangs dauerhaft erhalten bleiben.