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Bautagebuch Brückensanierung (23)

Nun geht es an den Pfeilerbau: Spundwände fürs Fundament werden eingerammt



Ruhig fließt die Nahe dahin, doch zuletzt war ihr Wasserstand für die Bautätigkeit an der Alten Nachbrücke zu hoch. Denn die aufgeschüttete "Insel" in der Flussmitte macht ein Aufweiten des Durchflussquerschnitts notwendig. Dies geschieht derzeit parallel zur Herstellung eines Spundwandkastens für das Pfeilerfundament.


Der Querschnitt der Nahe wird durch die Baustraße stark eingeengt, weshalb die Nahe auf der Seite der Klappergasse etwas verbreitert werden muss.

 
Unterhalb der Klappergasse wird die Nahe verbreitert, um den Durchflussquerschnitt aufzuweiten.
Fotos: Thomas Gierse
Um dorthin zu gelangen, ohne dass die Nahe die Füße der Baggerfahrer umspült, musste eine kleine Durchfahrt angelegt werden, die den Wasserstand einmal mehr ansteigt lässt. Dies war in den letzten Wochen nicht möglich, doch derzeit ist der Wasserstand soweit abgesunken, dass die Verbreiterung des Durchflusses ausgebaggert werden kann.

Nach diesem Arbeitsschritt werde der Wasserstand der Nahe für den weiteren Fortgang kein Problem mehr darstellen, meint Bauleiter Norbert Großmann.

Mitten in der Nahe, auf der „Insel“ am Ende der Baustraße, werden Spundwandbohlen in den Boden gerammt. Sie bilden einen „Kasten“, in dem später Brückenpfeiler gründen wird. Vom Niveau der Insel aus gerechnet wird dies in etwa vier Meter Tiefe sein. Das entspricht 2,5 Meter unter dem Wasserspiegel der Nahe. Dort werden die Bagger auf Felsen treffen. 

Auf der Alten Nahebrücke herrscht derzeit Ruhe. Bei den Abbrucharbeiten auf der Brücke in den letzten Wochen wurde die Konstruktion um zig Tonnen Gewicht entlastet. Dies war notwendig, weil die Brücke in Kürze durch Arbeiten an der Unterseite „geschwächt“ wird. Denn an den Hohlkästen werde vom statischen Querschnitt etwas weggenommen, erklärt der Bauleiter: „Die Bodenplatte im Hohlkasten wird über 20 Meter geöffnet.“ Auf dieser Strecke werden beide Hohlkästen zwecks Ertüchtigung der Konstruktion voll ausbetoniert. Der so entstehende doppelte Träger ruht dann auf dem Pfeiler in der Mitte der Nahe. Dies ist sozusagen der Kern der Brückensanierung.

Bis es soweit ist, kommen auch die Fundamente der ursprünglichen Alten Nahebrücke noch einmal zu Ehren. Darauf und auf dem neuen Fundament wird darauf ein „komplettes Traggerüst“ für die Brücke errichtet. So können die Versteifungen in die Brücke gebaut werden, bevor der Pfeiler das Ganze stützt. 

Thomas Gierse
 
 


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