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"Zu Hause im Stadtteil" - Projekt in Bad Münster-Ebernburg braucht neue Förderung
"Generationen, Kulturen und Nationen zusammengeführt"

"Zu Hause im Stadtteil" - Projekt in Bad Münster-Ebernburg braucht neue Förderung

Bad Kreuznach, 22.10.2019

Das Projekt „Zu Hause im Stadtteil“ mit dem Stadtteilbüro und der Begegnungsstätte Vielfalt in Bad Münster am Stein-Ebernburg (BME) gibt es seit fast drei Jahren. Anfang 2020 endet die erste Förderperiode. „Wir hoffen sehr auf die Fortführung dieser wichtigen Arbeit, die die Generationen, Kulturen und Nationen zusammenführt“, sagt Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Seit 2015 haben die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Kooperation mit der Stadt Bad Kreuznach sowie sozialen Trägern und Vereinen vor Ort eine Koordinationsstelle/Quartiersarbeit/ein Stadtteilbüro für Bad Münster am Stein-Ebernburg mit viel Herzblut aufgebaut.

Im Sommer 2016 begann „Zu Hause im Stadtteil“ unter der Federführung von Liane Jung. Der erste Meilenstein war eine Sozialraumanalyse als Basis für das Konzept der Stadtteilkoordination. Mit den beiden ersten Stadtteilkoordinatorinnen Marlene Jänsch und Gilda Mavinga, mit Daniela Beck und — seit sechs Wochen — Marisa Halter im Freiwilligen Sozial Jahr konnte eine Fülle von Beratungs- und Begegnungsangeboten für ältere Mitbürger*innen, Kinder, Jugendliche, Geflüchtete und Zugewanderte ins Leben gerufen werden. 


Neben zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten und Filmabenden, Flohmärkte und Frühstücken, Begegnungen und Förderungen im Sprachtreff und im Café für alle, in Singgruppe, Spiel- und Jugendtreff gab es Vortragsreihen über barrierefreies Bauen, Ernährung, Bewegung, Gesundheit, Vorsorgevollmacht, Seniorensicherheit, Betreuung, Pflegeversicherung und vieles mehr.
 
Mit der Teilnahme an den interkulturellen Wochen der Stadt Bad Kreuznach und dem sehr erfolgreichen Internationalen Fest 2019 wurden die Vielfalt und das Potential des Stadtteils deutlich sichtbar, die im Laufe der letzten Jahre durch das stetige Wachsen sozialer Netzwerke entstanden sind: das Engagement für das Gemeinwohl und für sorgebedürftige Menschen, verschiedene Generationen und Ethnien, die erlebenswerten Orte und Treffpunkte, das kulturelle Potential und natürlich auch das  Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil. 

 

Dauerhafte Etablierung und Finanzierung

Die nächste große Etappe ist die nachhaltige Etablierung und weitere Finanzierung dieser Arbeit in BME. Dies zu organisieren geschieht auf verschiedenen Ebenen: Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz als Träger werden sich um die weitere Organisation kümmern. Die Stadt Bad Kreuznach und weitere Entscheidungsträger im Stadtteil müssen positive Entscheidungen treffen. Was aber am Wichtigsten erscheint: aus dem Stadtteil heraus sollten Menschen aktiv an der nachhaltigen Entwicklung mitarbeiten und zeigen, dass sie diese Arbeit wichtig finden, dass sie sich dort gerne begegnen, engagieren, beraten lassen, treffen usw.
 
Ortsvorsteherin Dr. Bettina Mackeprang liegt die Fortführung des Projektes sehr am Herzen: „Die örtlichen Strukturen haben sich in unserem Stadtteil enorm verbessert. Vor allem die älteren Bürgerinnen und Bürger finden hier viele verschiedene Begegnungsmöglichkeiten. Doch nicht nur das, sie erhalten auch zahlreiche für ihren Alltag wichtige Informationen. Auch ergeben sich über die Begegnungen Kontakte, die älteren Menschen Hilfestellungen geben.“ Darüber hinaus sei die Begegnungsstätte eine wichtige Anlaufstelle für geflüchtete Menschen: zur Erstinformation, für die Begegnung mit Einheimischen und den Deutschunterricht. „Schließlich haben auch unsere Jugendlichen einen neuen Treffpunkt mit allerlei Angeboten gefunden“ so Mackeprang weiter. „Bisher wurden sehr viele Ehrenamtliche aktiviert, die auch untereinander Kontakte pflegen. Ihre Mitarbeit wird sehr wertgeschätzt.“


Bis Ende Januar 2020 werde die Arbeit der Stadtteilkoordination zu 80% aus Fördermitteln des Deutschen Hilfswerkes, zu 10% von der Stadt Bad Kreuznach und zu 10% von den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz getragen, erklärt deren Vorstandsvorsitzender Bruder Bonifatius Faulhaber. „Die Mittel beinhalten eine Vollzeitstelle sowie Sachkosten, sodass das Gesamtbudget bei ca. 80.000 Euro im Jahr liegt. Die Förderung des Deutschen Hilfswerkes wird nach den fünf Jahren auf jeden Fall enden, zurzeit läuft ein Antrag auf weitere zwei Jahre ab Februar nächsten Jahres. Wir hoffen sehr auf die Fortführung dieser wichtigen Arbeit, die die Generationen, Kulturen und Nationen zusammenführen.“
 

www.zuhause-im-stadtteil.de
 
 
Foto: Sie stehen gemeinsam für eine Fortführung des Projektes „Zu Hause im Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg“ 

Quelle: Ruth Lederle

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.




 

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