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Baulich und konzeptionell ein Statement der Stadt zum Stellenwert ihrer Geschichte
Haus der Stadtgeschichte seiner Bestimmung übergeben

Baulich und konzeptionell ein Statement der Stadt zum Stellenwert ihrer Geschichte

Bad Kreuznach, 05.03.2020
Dem Pförtnerhaus am Rande des Schlossparks, wo bislang das Bad Kreuznacher Stadtarchiv untergebracht war, haftet eine charmant-verschlafene Dornröschen-Aura an. Die Institution Stadtarchiv hatte unter den räumlichen Beschränkungen hinter heruntergelassenen Jalousien jedoch stets zu leiden. Nun steht das Archiv in neuem Licht da, wachgeküsst, modern, mitten in der Stadt. Am Donnerstag, 5. März 2020, wurde das Haus der Stadtgeschichte seiner Bestimmung übergeben. 


Am bisherigen Standort am Schlosspark standen dem Stadtarchiv nur 90 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, im Haus der Stadtgeschichte sind es mehr als achtmal so viel, nämlich 744 Quadratmeter: Mit der Eröffnung des neuen Hauses in der Mannheimer Straße am Löwensteg werden nach jahrzehntelangem provisorischem Erhalt von wertvollen Akten und Urkunden, Fotografien, Tonbändern, Filmaufnahmen und Büchern künftig alle Archivalien der Stadt unter einem Dach bewahrt. Nach einer intensiven Umzug- und Einrichtungsphase ab Oktober 2019 wurde das Haus der Stadtgeschichte jetzt der Bevölkerung übergeben. Mit einem großen Programm und "offener Tür" öffnet das Haus offiziell am 16. Mai zum „Tag der Städtebauförderung“.

„Das Haus der Stadtgeschichte leistet einen wichtigen Beitrag zur Identitätsstiftung der Bürger und stärkt dadurch den Gemeinschaftssinn. Es ist eine Begegnungsstätte, ein Erkenntnis- und Kommunikationsort, wo Menschen aller Altersstufen und sozialen Milieus, Einheimische wie Zugewanderte, forschen, agieren und an Bildungsangeboten teilhaben können“, hob Kaster-Meurer die Bedeutung des neuen Hauses beim Pressegespräch im Vorfeld der Eröffnung hervor. Durch seine zentrale Lage und seine einladende, offene Gestaltung rege es die Bürgerinnen und Bürger an, sich mit ihrer Stadt und deren Geschichte zu beschäftigen und zu identifizieren.

Präsentiert und in Redebeiträgen gewürdigt wurde das Haus dann von der Leiterin des „Gedächtnisses der Stadt“, Franziska Blum-Gabelmann, den Architekten von PlanFormArt, dem städtischen Bauleiter Bernd Frenger sowie Vertretern des Fördervereins Bürgerarchiv und der Stiftung Haus der Stadtgeschichte. Der Frankfurter Künstler Levent Kunt stellte außerdem seine Betonskulptur vor, die als „Kunst am Bau“ das neue Stadtarchiv von außen schmücken wird.
 

Bürger*innen ermöglichten das Bürgerarchiv

Das Haus der Stadtgeschichte wurde das Land Rheinland-Pfalz, das die Baukosten in Höhe von rund 3 Millionen Euro zu 90 Prozent förderte, sowie durch zahlreiche Spender und Sponsoren ermöglicht. 305.000 Euro brachte der Förderverein „Bürgerarchiv im Haus der Stadtgeschichte“ seit seiner Gründung ein und übertraf damit sein selbstgestecktes Spendenziel. „Ohne die engagierte und erfolgreiche Arbeit des Fördervereins wäre ein Bürgerarchiv in dieser Form nicht möglich gewesen“, sind sich Oberbürgermeisterin und Stadtarchivarin in ihrem Dank an die Vorstandsmitglieder Werner Fuchs, Georg Böcking, Birgit Kossmann, Cyrill Reiniger und Gerhard Schläfer sowie andere Spender und Sponsoren einig.
 

Wenn Akten umziehen

Der Umzug des Stadtarchivs in sein neues Domizil war eine Mammutaufgabe und wurde von Blum-Gabelmann und ihrem Team über Monate akribisch geplant und durchgeführt. Bereits im Sommer 2019 wurden die Archivalien im Archiv in der Dessauer Straße professionell gereinigt und für den Umzug vorbereitet. In der Folgezeit mussten die wertvollen Quellen sicher verpackt, in zahllose Umzugkartons gefüllt und mit einer Umzugsfirma an die neue Adresse gebracht werden. Im November begann die Möblierung des neuen Hauses der Stadtgeschichte, sodass die Bestände nach und nach am neuen Standort einsortiert werden konnten. Von außen nahm zeitgleich die neue, attraktive Fassade des Gebäudes an Gestalt an.

Mit der Eröffnung ist der Umzug aber noch lange nicht abgeschlossen. Nun müssen die Außenstellen − unter anderem auf Dachböden und in Kellern der Verwaltung − geleert werden. Dazu soll das Material zunächst in das alte Archiv gebracht werden, um es begutachten, zu reinigen und zu erfassen. Blum-Gabelmann rechnet damit, dass es mindestens zwei Jahre dauern wird, bis das ganze Archivgut der Stadt am neuen Standort ist.
 

Stadtgeschichte im früheren Bettenhaus

Das ehemalige Geschäftshaus „Betten Golling“ wurde ab Oktober 2016 komplett umgebaut und erweitert. An dem städtischen Großprojekt waren rund 15 Gewerke und diverse Fachplaner beteiligt. Das neue Stadtarchiv punktet durch seine zentrale Lage in der Innenstadt, die es für die meisten Schulen bequem fußläufig erreichbar macht. Die offene, einladende Außengestaltung mit vier großen „Schaufenstern“ zur Fußgängerzone hin gibt Passanten Einblicke in das Geschehen im Innern. Das Gebäude ist komplett barrierefrei.

Im Erdgeschoss befinden sich die Aufenthalts- und Arbeitsräume des Archivpersonals. Der mit rund 140 Quadratmetern größte und einzig öffentlich zugängige Raum bietet sowohl genügend Platz für eigene Forschungen als auch für Ausstellungen und Veranstaltungen. Im Obergeschoss ist das Bürgerarchiv untergebracht, im Neubau das Magazin I mit zwei Rollregalsystemen. Im Kellergeschoss lagern das Foto- und Filmarchiv sowie eine große Rollregalanlage. Eine Klimaanlage sorgt für eine individuell auf die Archivgüter angepasste Raumtemperatur im ganzen Gebäude. 
 

Geschichte, aus der das heutige Bad Kreuznach erwuchs

Das Haus der Stadtgeschichte beherbergt unveräußerliche einzigartige Kulturgüter aus der Stadt Bad Kreuznach einschließlich der Stadtteile Bad Münster am Stein-Ebernburg, Bosenheim, Ippesheim, Planig und Winzenheim. Es sind Zeugnisse einer fast 800-jährigen Geschichte von Menschen, die hier lebten. Die Urkunden gehen bis ins Jahr 1241 zurück, die Zivilstandsregister (Geburt, Heirat, Tod) bis ins Jahr 1799, die Kreuznacher Tageszeitungen bis ins Jahr 1805. Zum umfangreichen und vielfältigen Bestand gehören: die Überlieferung der Stadtverwaltung, Nachlässe Bad Kreuznacher Persönlichkeiten, Foto- und Diaarchiv, Film- und Tondokumente, Karten und Pläne, Zeichnungen, Postkarten und Plakate, Ortsarchive, Bibliothek und Verwaltungsakten (16. bis 19. Jahrhundert) sowie diverse Materialsammlungen.
 

Das Haus der Stadtgeschichte steht auf drei Säulen

Gedächtnis der Verwaltung
Die Überlieferung des Schriftguts der Verwaltung als Gedächtnis der Stadt ist umfangreich und vielfältig. Es umfasst unter anderem Akten, Urkunden, Druckschriften, Plakate und Fotos. Durch die Abgabe der Akten aus den verschiedenen Ämtern und weiteren Bereichen der Verwaltung an das Haus der Stadtgeschichte entsteht eine zeitgenössische Sammlung als „Archiv des 20 Jahrhunderts“. Ein Archiv des 21. Jahrhunderts wird im Anschluss aufgebaut.

Gedächtnis der Bürgerschaft
Sammlungen und Nachlässe von Kreuznacher Bürgern und Vereinen, Handwerksbetrieben, Firmen und Organisationen bilden als Schenkungen, Erbschaften und Leihgaben das Gedächtnis der Bürgerschaft. Im Haus der Stadtgeschichte wird diese Aufgabe verstärkt fortgeführt. Dazu gehört der Aufbau von Archiven über das Wirtschaftsleben der Stadt, die Vereine, den Sport, die Zuwanderung, die starken Frauen in der Stadtgeschichte, die jüdische Bevölkerung sowie im digitalen Zeitalter der Aufbau eines „Film- und Hörarchivs“.

Stätte der Dienstleistung und Forschung
Als Stätte der Forschung bietet das Haus der Stadtgeschichte seinen Nutzerinnen und Nutzern eine Fülle von Dienstleistungen. Zur Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Stadtgeschichte gehören beispielsweise Führungen und Beratungen, die Unterstützung in der Heimat- und Familienforschung, die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen für Bildung und Kultur sowie die Information der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Veröffentlichungen und Vorträge.

► Geöffnet ist das Haus der Stadtgeschichte zunächst mittwochs bis freitags, 10 bis 16 Uhr.



2020-02-27 Haus der Stadtgeschichte Stadtarchiv 01 Gruppenfoto der Beteiligten Tag Uebergabe (KH)

Gruppenfoto der Hauptakteure vor dem Haus der Stadtgeschichte, v.l.: Elisabeth van Werden-Troll (Stiftung Haus der Stadtgeschichte), Marcelle Mahfoud und Fabian Rieth (Architekten PlanFormArt), Franziska Blum-Gabelmann (Leiterin Haus der Stadtgeschichte), Bernd Frenger (Bauleiter, Abteilung Hochbau und Gebäudewirtschaft), Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Levent Kunt (Künstler der Betonskulptur „Kunst am Bau“), Werner Fuchs und Georg Böcking (Förderverein Bürgerarchiv im Haus der Stadtgeschichte).


Foto ganz oben: Das Haus der Stadtgeschichte bildet den markanten Abschluss der mittleren Mannheimer Straße an der Bahnlinie und dem Löwensteg. ► Thomas Gierse


Quelle: Isabel Gemperlein
Stadtverwaltung Bad Kreuznach


 

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