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Die Ehrenurkunde für Johann Bäder steckt voller Symbolik
Demnächst im Haus der Stadtgeschichte (45)

Die Ehrenurkunde für Johann Bäder steckt voller Symbolik

Bad Kreuznach, 18.06.2019
Bevor das Stadtarchiv ins „Haus der Stadtgeschichte“ umzieht, wird in loser Folge unter der Rubrik „Demnächst im Haus der Stadtgeschichte“ ein Objekt daraus vorgestellt. Im 45. Teil: Die 1922 ausgestellte Ehrenurkunde für den begeisterten Bosenheimer Turner Johann Bäder ist reich an nationaler Symbolik.

Im März 1922 wurde der Bosenheimer Johann Bäder (1879-1959) für seine 25-jährige Mitgliedschaft im „Turn-Club Bosenheim“ mit einer Ehrenurkunde gewürdigt. Er war dem Turnverein, der am 22. Januar 1886 von sportbegeisterten Dorfbewohnern gegründet worden war, wahrscheinlich schon 1893 beigetreten.

Bäder, der Sohn des Wagnermeisters Jakob Bäder und dessen Frau Christina Schäfer, die in der Hauptstraße 43 des Ortes lebten, soll ein begeisterter und auch ein sehr guter Turner gewesen sein. Er gehörte einige Jahre der örtlichen Turnerriege an. Wie sein Vater war er als Wagner und Landwirt tätig. Die Ehrenurkunde wurde von dem damaligen ersten Vorsitzenden des Vereins, Philipp Wallhäuser, unterschrieben. Sie ehrt Bäder neben seiner 25-jährigen Mitgliedschaft auch für seine Verdienste um den Verein.

Die 63,5 x 49,5 Zentimeter große Urkunde war ursprünglich gerahmt. Es handelt sich um eine kunstvoll im Stil der Zeit gestaltete Vorlage aus dickem, wertigem eierschalen-farbigem Papier. Bedruckt wurde sie in Mainz bei dem Lithographen und Steindruckereibesitzer Georg Frey. Der Name von Johann Bäder ist in roter Farbe ausgeführt, die Anfangsbuchstaben mit Gold hervorgehoben.


Von Eichen flankiert

Das Motiv zeigt zwei Männer, die den Blick auf eine erhöht platzierte Büste gerichtet haben, die Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn (1778-1852) darstellt, den Gründer der Turnbewegung. Beide tragen die typische Kleidung der Turner. Der festlich gekleidete Fahnenträger hält eine Fahne so in der Hand, dass das mit Lorbeer umfangene Turnerkreuz − es ist aus den Anfangsbuchstaben der Worte frisch, fromm, fröhlich, frei zusammensetzt − gut zu sehen ist. Dahinter befinden sich geflochtene Lorbeerkränze, Symbole des Sieges und der Anerkennung herausragender Leistungen.

Der gesetzte Text wird rechts und links von Eichen flankiert. Diese stehen symbolhaft für die 1871 vereinte deutsche Nation. Die „deutsche Eiche“ wurde deren Sinnbild und avancierte zu einem nationalen Symbol, das in der Kunst in vielerlei Hinsicht Verwendung fand. Eiche und Eichenlaub verweisen in Verbindung mit der Büste von Turnvater Jahn zudem auf die historische Verbindung der deutschen Turnerbewegung mit der frühen Nationalbewegung, die bis in die Zeit der Befreiungskriege zurückreicht. 1922 erscheint das gewählte Motiv nach Abschaffung der Monarchie vertraut, aber überholt.

Nach über 40-jähriger Vereinstätigkeit erlosch der Verein 1933 im Zuge der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten. Die Neugründung des Vereins erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg am 3. Juli 1948 als „Sportverein Bosenheim“, 1951 als „Turn- und Sportverein Bosenheim“.

Die Ehrenurkunde wurde vom Stadtarchiv für das Ortsarchiv von Bosenheim als Zeugnis der Bosenheimer Vereinskultur angekauft.


► Demnächst im Haus der Stadtgeschichte ►Jetzt noch im Stadtarchiv unter StAKH Bestand 32.
► Suchbegriff für weitere hanz-Beiträge in dieser Serie: Stadtgeschichte-KH (in das Suchfeld oben rechts einkopieren).



Quelle: Stadtarchiv Bad Kreuznach


 

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