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Naturnah fahren mit Schal & Mütze, mit Strom & Vergnügen
Energiesparen klug anfangen (3): E-Mobilität

Naturnah fahren mit Schal & Mütze, mit Strom & Vergnügen

In die Jacke geschlüpft, eine Mütze aufgesetzt, Handschuhe angezogen – schon ist Harald Lips bereit für die Fahrt zur Arbeit. Seine Kutsche ist ein Twizy, hochmodern und doch spartanisch ausgestattet, mehr für kurze Wege gedacht und selten auf der Autobahn zu sehen, genügsam und so freundlich, dass die Menschen am Wegesrand lächeln, wenn sie es erblicken.

Es? „Es“ ist im strengen Sinne kein Automobil, sondern ein Quad. Harald Lipps nennt es wahlweise „das Ding“ oder „das kleine Ding“, manchmal auch Fahrzeug. Sein „richtiges“ Auto, ein Kangoo, bleibt seit eineinhalb Jahren vermehrt zu Hause stehen, außer wenn größere Transportaufgaben zu erledigen sind. Ansonsten hat Twizy, der Elektroflitzer, Vorfahrt.

Alternative Beschreibung
Probesitzen im Twizy: Thomas Gierse, fotografiert von Harald Lips.
Bald werden wieder die Winterreifen an das Ding geschraubt – aber keine Seitenscheiben aufgesteckt. Die sind zwar als Nachrüstung erhältlich, doch fürs Glück des Fahrers hinter der Frontscheibe nicht von entscheidender Bedeutung. Für einen Beifahrer auf der hinteren Plastikschale des Zweisitzers sähe das ganz anders aus. Dort pfeift der Wind durch das Fahrzeug.

„Ich bin den letzten Winter komplett durchgefahren. Immer mit Mütze und Schal, öfter auch mit Handschuhen“, erzählt Lips. Twizy hat auch keine Fußraum- oder Sitzheizung, nicht mal einen „Schal“ aus warmen Winden, wie manche Cabriolets, sondern gar nichts. Das klingt nach der Frühzeit des Automobilbaus oder ambitionierter Gewichtseinsparung bei einem Wettbewerbsfahrzeug. Doch der Hersteller Renault preist sein Fahrzeug nicht umsonst mit Werbesprüchen wie „Fun für jeden Tag“ an. Das Ding soll in jeder Hinsicht anders sein.

Nach eineinhalb Jahren und 9000 Kilometern ist Harald Lips noch immer ganz begeistert von seinem kleinen Wagen (bei Sommerwetter mehr als bei Regen und Kälte, wie er gerne zugibt). Er wohnt in Gensingen und arbeitet in der Bad Kreuznacher Kurhausstraße. Rund 12 Kilometer liegen dazwischen, wenn er über Langenlonsheim oder Planig fährt: „Mit dem kleinen Ding nehme ich nicht die Bundesstraße. Denn bei einer Höchstgeschwindigkeit von 85 möchte ich im Berufsverkehr nicht zwischen zwei Lkw hängen.“

Was reizt an dieser Form der Fortbewegung? Das Außergewöhnliche!

Ein vollwertiges Auto nach den gängigen Kriterien mit zig Knautschzonen und Airbags, niedriger Ladekante und Klimaautomatik ist Twizy also nicht – wo liegt der Reiz daran? „Ich hab’ das Ding in der Werbung gesehen, noch lange bevor es rauskam, und ich habe mich von Anfang an dafür interessiert, weil es außergewöhnlich aussieht, weil es was her macht und nicht ins Schema F passt. Das hat mich daran gereizt“, erzählt Harald Lips. Und: „An technischen Innovationen bin ich immer sehr interessiert.“ Die müsse er zwar nicht alle besitzen, aber wissen möchte er alles darüber – und in diesem Falle hat er sie auch gekauft.

Alternative Beschreibung
Ebenfalls Probesitzen im Twizy: Besucher des Kreuznacher Automobilsalons 2012.
Fotos: Thomas Gierse
Sein Twizy stand auf dem Bad Kreuznacher Automobilsalon, und dann wechselte es als Vorführ-Ding in seinen Besitz.

Abends wird nun wie automatisch die Restenergie gecheckt: „Der Ladestand springt ins Auge, die Anzeige ist in den Armaturen ganz deutlich zu erkennen.“ Bei Bedarf – jeden zweiten, dritten Tag – schließt Harald Lips das E-Mobil mit einem Kabel, das unter einer Klappe an der Fahrzeugfront liegt, im Hof seines Hauses an den üblichen Haushaltsstrom an.

Nach dreieinhalb Stunden hat Twizy wieder volle Akkus, die im Sommer 80 bis 90 km und im Winter 60 bis 80 km weit reichen.

„Egal wo ich bin, wenn’s denn mal eng werden sollte mit dem Strom, kann ich das Fahrzeug an jeder normalen Haushaltssteckdose laden.“ Diese Garantie reicht Harald Lips für seinen Bedarf an „Versorgungsicherheit“. Er weiß nicht einmal, ob die Fahrradladestation vor der benachbarten Pauluskirche für seine Zwecke geeignet wäre. Für (Starkstrom-)Ladesäulen wie jene der Stadtwerke am Bourger Platz allerdings bräuchte Twizy einen Adapter, den Harald Lips aber nicht besitzt.

Der Tipp für Alleinfahrer auf Kurzstrecken: "Macht das!"

Alternative Beschreibung
Die Klappe an der Wagenfront birgt Kabel und Ladegerät.
Die Technik des Fahrzeugs – Laden und Fahren – sei im Alltag für jeden ohne besondere Vorkenntnisse zu beherrschen, sofern eine 230 Volt-Steckdose sich in erreichbarer Nähe zum Stellplatz befindet.

Jedem, der wie er selber auch zu 90 % Kurzstrecke und allein fährt, empfiehlt Harald Lips: „Macht das!“ Denn es kommen ja noch andere Aspekte hinzu: Ein winziger Wendekreis und geringe Fahrzeugmaße erleichtern die Parkplatzsuche enorm, und beim Ampelstart lässt Twizy die richtigen Autos hinter sich. „Das macht ganz viel Spaß“, gesteht Harald Lips.

Der Twizy-Fahrer ist kein großartiger Selbstdarsteller (und mochte für diesen Bericht auch nicht fotografiert werden), aber er mag es, wenn Twizy den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und wenn keiner guckt, die Leute etwa mitten auf der Kurhausstraße verweilen, weil das Ding sich leise „anschleicht“? Dann schaltet Harald Lips einen serienmäßigen Soundchip ein, der Geräusche macht wie ein altes Computerspiel. Darauf reagieren die Leute ganz unterschiedlich: von „Huch, was ist das?“ bis „Lustig, wo kriegt man so was, was kostet so was?“

Die Kosten sind natürlich sehr stark davon abhängig, wie regelmäßig Twizy gefahren wird, ob als Erst- oder Zweitfahrzeug. Für seine Zwecke hat Harald Lips eine Amortisationszeit von 12 bis 14 Jahren ermittelt – ganz grob. Weil aber der Spaß an dem Fahrzeug und auch der Umweltgedanke eine Rolle spielen – das Ding wird mit Strom aus regenerativen Quellen gefüttert – fließen in die persönliche Bilanz auch „weiche“ Faktoren mit ein. Twizy fahren, so scheint es, ist ein bisschen wie „Ente“ fahren: unkonventionell, naturnah und sparsam. Und ökologisch sogar A+.

Thomas Gierse



Die Serie entsteht in Kooperation von hanz-online.de und RWE Vertrieb AG.


Im nächsten Serienteil geht es am Donnerstag, 7. November, erneut um Elektromobilität: um Ladesäulen, Standards, Bezahlsysteme. 



Bereits veröffentlicht

Alternative Beschreibung
Energiesparen klug anfangen (1) - eine Serie für Nachdenker und Nachahmer
Sabas klangvoller Dauerlauf schluckte 2453kwh Strom
   








Alternative Beschreibung
Energiesparen klug anfangen (2)
Licht macht Stimmung und will gut geplant sein
  








 
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