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19.11.2019
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19.11.2019
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Arbeiten im Spätjahr - mal etwas ausprobieren
Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad im Oktober

Arbeiten im Spätjahr - mal etwas ausprobieren

Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen - im Oktober geht es um "Arbeiten im Spätjahr - mal etwas ausprobieren".

Natürlich wissen sie als langjährige Gärtner, was Sache ist. Allerdings gibt es auch Neulinge, die für den einen oder anderen Hinweis dankbar sind. Auch soll es bei alten Hasen durchaus zur Betriebsblindheit kommen. Ich will damit sagen, gewisse Abläufe sind so zur Routine geworden, dass man andere Vorgehensweisen einfach nicht wahrnimmt. Wollen wir uns der Arbeiten mal annehmen: Hierfür picke ich mir gängige Beispiele heraus. Gleich vorneweg, wenn sie mit ihrem Verfahren erfolgreich sind, können sie natürlich dabei bleiben. Allerdings ist ein Ausprobieren des Neuen eine Möglichkeit, ihr Wissen und Können zu erweitern. Das mache ich auch. Wobei ich nicht gleich groß einsteige, sondern im kleinen Rahmen mal die Lage peile.

Fangen wir mit der Kompostierung an. Dies ist in den meisten Gärten ein Thema. Da gibt es wahre Kompostrezepturen, um das schwarze Gold des Gärtners zu erzeugen. Es gibt ein paar einfache und bekannte Voraussetzungen, um ein gescheites Endprodukt zu erzielen. Über die sind mehr als ausreichend Veröffentlichungen vorhanden. Was mir immer wieder auffällt, ist die große Angst, krankes Pflanzenmaterial zu verschaffen. Sehr oft höre ich das von Gartenbesitzern und auch aus der Beratung unterschiedlichster Fachleute. Ähnliches gilt für Laub, das im Herbst großzügig anfällt. Hier ist es bei vielen Krankheiten machbar, Pflanzenteile doch noch zu nutzen. Voraussetzung ist ein funktionierender Komposthaufen. Einfach gesagt: Bringen sie schon seit Jahren einen ordentlichen Kompost hin, können sie locker auch mal kranke Pflanzenteile in den Haufen einbringen. 

Als Beispiel nenne ich Blätter mit echtem Mehltau - egal ob die von Rosen, Zucchini, Gurken, Äpfeln oder Zierpflanzen stammen. Sternrußtau und Rost an Rosen geht genauso wie ein paar faule Äpfel, Birnen oder sonstiges Obst. Wichtig ist immer, das Material in den Haufen einzumischen. Oben drauf schmeißen ist falsch. Dort ist keine ausreichende Wärme. Die ist aber als Grundvoraussetzung zum Zersetzen von Blätter, Trieben, Stängeln oder Früchten notwendig. So sterben dann auch die Krankheiten ab. Ohne ausreichende Hitzeentwicklung, um + 60 °C für mehrere Tage, überleben sie und kämen mit der alljährlichen Kompostdüngung in den Garten zurück. Super, alle möglichen Probleme im Garten verteilt. 

Selbstverständlich müssen die Größenverhältnisse stimmen. Ein kleiner Komposter, mit vielleicht 200 Litern, hat mit ein paar Schubkarren Material eher ein Umsetzungsproblem. Experten nannten mir 1m³ Größe als Maßstab für eine gute Komposterzeugung. Alles weitere, was an krankem Material zu braunem Gold verarbeitet werden kann, finden sie auf den Informationsseiten der Gartenakademien. Dort finden sie auch Hinweise zur sinnvollen Falllaubnutzung als Mulch oder Kompost. Zusatzstoffe sind in meinen Augen nicht nötig. An Wurzeln, Pflanzen usw. hängen genug Mikroorganismen dran, um den Umsetzungsprozess in Gang zu bringen.


Viel Luft nach oben

Der Einsatz von Dünger - egal ob Kalkstickstoff oder Hornspäne, Kalk, Gesteinsmehl, Joghurt, Backhefe und sonstige Geheimtipps - sind daher normal nicht nötig. Mein Vater hat über viele Jahre kompostiert ohne diese ganzen Wundermittel. Er hatte einen großen „Haufen“ ordentlich durchmischt und ein paar Schippen alten Kompost dazu getan - fertig. Durch den alten Kompost impfte er quasi alle möglichen Organismen zur Kompostierung mit ein. Außerdem ließ er der Mischung, die Zeit zu reifen. Hat halt ein Jahr gedauert. Bevor ich es vergesse: Auch einige Unkräuter kann der Gärtner so entsorgen. Sie sollten allerdings noch keine Blüten haben. Ihre Samen können bei geringen Temperaturen überleben. Vorsicht ist jedoch bei Wurzelunkraut wie Winde, Giersch oder dem Ungras Quecke angesagt. Erfahrene Kleingärtner gaben mir den Tipp, das ganze Unkraut ordentlich austrocknen zu lassen. Also in der Sonne brutzeln, bis es richtig welk, durchgekocht ist. Einweichen in Wasser, ähnlich dem Ansetzen von Jauchen, soll eine vergleichbare Abtötung bringen. 

Nach wie vor kommt es immer noch zu Düngergaben im Herbst. Generell sind die unnötig. Das Pflanzenwachstum geht zurück, stellt sich auf die kalte Jahreszeit um. Nährstoffe werden nicht mehr richtig aufgenommen. Unabhängig, ob es Blaukorn, Grünkorn oder organische Präparate sind. Bei einem schwächelnden Rasen mag eine kaliumreiche Herbstdüngung noch Sinn machen. Bei vielen anderen Maßnahmen sehe ich diese als eher unnötig an. Ganze Fuhren Mist und Kompost gelangen da auf die abgeräumten Beete und werden eingespatet. Wenn sie den leeren Flächen etwas Gutes tun wollen, bringen sie Gründüngung in Form von Zwischenfrüchten aus.

Gut geeignet sind Phacelia oder Buchweizen, auch Getreide geht. Alle drei sind mit den meisten Gartenkulturen nicht verwandt und übertragen so nahezu keine Fruchtfolgekrankheiten. Düngung im Garten, ich gehe in Rente und dieses Thema überlebt mich. Wer was für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel tun will. Lassen sie ihren Boden untersuchen. Empfehlungen geben Zeitabstände von durchaus 2 bis 3 Jahren vor. Selbst wenn sie nur alle 5 Jahre Bodenproben zur Untersuchung geben, es spart richtig Geld. Nach wie vor sind die meisten Gartenböden überdüngt. „Viel hilft viel“ oder gerne auch „Wo man nichts hintut, gibt es auch nichts“ sind wirklich Schnee von vorgestern. Ich will niemanden beleidigen, trotzdem: Die Erkenntnisse aus dem letzten Jahrhundert haben sich verändert. 

Der Hobbygärtner trägt auch eine Verantwortung für sich und seine Nachkommen. Weil er der Meinung ist, biologisch zu arbeiten, heißt das noch lange nicht, alles ist BESTENS. Da ist, nach meiner Erfahrung, oft noch viel Luft nach oben. Immer die Landwirtschaft in die Verantwortung zu ziehen, ist bequem. Lernen sie zwischen Bauern und Agrarindustrie zu unterscheiden. Spaten ist auch ein immer wiederkehrendes Spektakel. Ich sag es mal grob: Über Jahrhunderte wurden Flächen umgebrochen, bearbeitet, bepflanzt oder eingesät und es wuchs. Allerdings altert selbst Fachwissen oder wird verbessert.


Altes Wissen

So auch hier. Unabhängig, ob Profigartenbau oder Hobbybereich - wer leichten Boden hat, kommt eigentlich ohne Umspaten aus. Schwere Böden, ein Gärtner weiß, was das ist, brauchen dagegen eher die harte Nummer. Harte Nummer deswegen, wer mal 1 Ar, also 100 m², umgestochen hat, weiß, Spaß ist was anderes. Deswegen, nicht spaten, ist nicht automatisch Faulenzer. Eher der Clevere, weil er sich auskennt.
Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete, Schmucklilie, Hibiskus und dergleichen brauchen vor dem Einwintern noch etwas Pflege. Wichtig ist, sie bei Befall mit Schädlingen und Pilzkrankheiten entweder von Hand zu reinigen oder mit Pflanzenschutzmitteln zu behandeln. Eine Handreinigung ist für mich in erster Linie, kranke Triebe wegzuschneiden. Diese Pflege/Behandlung vor Winter läuft meist auch irgendwie.

Übersehen wird aber häufig eins: Die Pflanzen stehen im Herbst, durch Regen bedingt, oft viele Tage in mit Wasser gefüllten Untersetzern. Daher unbedingt die Kübel aus dem Untersetzer nehmen. So kann das Wasser ablaufen und das geringere Gewicht erleichtert die Einräumungsarbeiten. Nasse, kalte Wurzelballen sind außerdem keine guten Überwinterungsvoraussetzungen. Lassen sie die Kübelpflanzen so lange wie möglich unter Schutz (Dachvorsprung) im Freien. Alter Gärtnerspruch: „Möglichst lange im Freien lassen, möglichst früh ausräumen“. Auch zeugen manche Schnittarbeiten noch von altem Wissen.

Da werden Oleander und Engelstrompeten praktisch auf Stock gesetzt bzw. alles in einer Höhe abgesemmelt. Im folgenden Jahr warten die „Schnitter“ dann sehr lange auf eine Blüte. Fragen sie doch den Fachberater vom Kleingartenverein. Der hat sicherlich brauchbare Vorschläge.

Schieben sie Gerätepflege und Reparaturen nicht vor sich hin. Es ist selbstverständlich in Ordnung, mal durchzuschnaufen und etwas langsamer am Ende der Saison zu machen. Doch auf einmal ist es wieder Frühjahr und jede Menge blieb liegen. Deshalb nach und nach einen selbst erstellten Plan abarbeiten. So entsteht keine vermeidbare Hektik. Glauben sie mir, ich weiß, dass es so was gibt.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

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