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Nachhaltige Bodenaufbereitung kostet Zeit, Arbeit, Wissen und Geld
Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad im September

Nachhaltige Bodenaufbereitung kostet Zeit, Arbeit, Wissen und Geld

Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen im September.

Endlich ist man ins Haus eingezogen - ein wunderbares Erlebnis. Nun steht noch die Außenanlage an. Bei genauerem Hinsehen bedeutet das auch nochmal richtig Arbeit. Wenn erst mal die Baumaschinen, Gerüste usw. weg sind, sieht man das Schlachtfeld. Da steht in den Fahrspuren das Wasser, der Boden ist verdichtet, ihm wurde regelrecht Gewalt angetan. Klar die Häuslebauer sind voller Tatendrang. Es soll doch endlich fertig werden und die anderen haben es auch gleich durchgezogen. Sieht doch überall schön aus im Baugebiet. Aber eine ordentliche, nachhaltige Bodenaufbereitung kostet Zeit, Arbeit, Wissen und letztlich auch Geld.

Wer hier pfuscht, zahlt Jahre später den nachträglichen Preis. Oh, Oh Konrad Stopp! Ja, genau, irgendwo gibt es Menschen, bei denen hat das alles ohne diese Vorbereitungsaktionen funktioniert. Einen Bombengarten, alles Klasse. Richtig, auch das kommt vor. Nur bei vielen hat es nicht geklappt. Was ist so schlimm daran, ein Jahr mit der Gartenanlage zu warten, weil sie entsprechend vorbereitet wird?

Um einen langfristig brauchbaren Gartenboden nach Baumaßnahmen hinzubekommen, ist schon etwas Aufwand nötig. Selbstverständlich kenn ich auch die schnelle Version. Ein paar Lkw-Ladungen Mutterboden drüber und der Bauschutt ist auch noch mit versteckt. Noch eins der handelsüblichen Zaubermittel streuen, mit der Fräse durch, alles eingepflanzt - sieht gut aus, fertig. Glauben sie mir, so reißen sie nichts. Zu allererst muss die Fläche abtrocknen. Dann ist eine tiefe Lockerung notwendig. Wichtig ist die verdichtete Bodenschicht zu brechen, bis zu 30 cm sind da kein Fehler. In diesem Bereich können später die Pflanzen ihre Wurzeln gut entwickeln und Niederschläge versickern problemlos.

Das Einmischen von Kompost hilft dem Bodenleben, sich wieder aufzubauen. Ist der ehemalige Mutterboden noch vorhanden, weil er zwischengelagert wurde, kommt er wieder dazu. Ein oberflächiges Vermischen ist vorteilhaft. Unter Mutterboden verstehe ich die oberste Bodenschicht eines Ackers (20-30 cm dick), nicht den Kram der aus Baugruben und sonstigen Ausbaggerungen stammt. Eventuell sollten Sie sich mit einem Gartenlandschaftsbauer zusammentun. Vor allem muss diese Bodensanierung vor den angestrebten Neupflanzungen passieren. Das kann die Gartenanlage durchaus ein Jahr verzögern. Weil, ich setze noch eins drauf, eine Zwischenkultur macht die Bodenlockerung so richtig rund.


Einen Gartenplan haben

Es gibt eine Vielzahl von Saatgut, das sich für eine solche Einsaat anbietet. Denn die Pflanzenwurzeln können im tiefgelockerten Boden richtig eindringen und stabile Strukturen bilden. Egal, ob sie kunterbunte Blühmischungen, Bienenweiden, Klee oder Raps einsetzen, dem Boden tut es gut. Ein Klassiker ist der Anbau von Kartoffeln zur Bodenerholung.

So lange soll aber nicht gewartet werden. Möglichst zügig soll die ganze Anlage stehen und was hermachen. Ich habe schon mehr als einmal so was erlebt. Klar mit, ich nenn es mal, Geschick und vielerlei Hilfsmöglichkeiten können für begrenzte Jahre Anlagen entstehen. Doch so ab 3 bis 5 Jahren beginnen dann doch langsam die ersten Ausfallerscheinungen. Gründe sind häufig Bauschutt und sonstiges untergeschafftes Material, schlechte Bodenstruktur, miserabler, aufgefahrener Mutterboden. Natürlich auch die nachlassende Pflege solcher gestresster Anlagen.

Vor allem beim Setzen der diversen Pflanzen wird vergessen, was zu beachten ist um ein problemloses Anwachsen zu ermöglichen. Sie können noch so viel Wurzelaktivator und sonstigen Zauber ins Loch kippen. Wenn da das Wasser wegen hartem Lehmboden zusammenläuft, geht nix voran. Hier ist es wichtig, Pflanzregeln einzuhalten. Nach dem Motto „Das Grüne nach oben“. Also Loch machen, rein damit, bringt nichts Dauerhaftes. Das ganze Grünzeug kostet ja auch Geld.
Es ist nicht unproblematisch Teile der Fläche herzurichten, zu bepflanzen und dann den Rest so nach und nach abzuarbeiten. So gibt es mit Sicherheit Schwierigkeiten, wenn ein paar Gehölze schon stehen und dann um die herumgeschafft wird.

Maschinen können nur noch besonders vorsichtig eingesetzt werden und die Handarbeit nimmt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu. Sie sollten so weit wie möglich einen Gartenplan haben. Also gibt es einen Teich, ist ein Nutzgarten vorgesehen, spielen Obstgehölze eine Rolle, ist eine Hecke als Grundstücksbegrenzung angedacht oder ein Zaun? Wie sieht es mit Rasen, Rosen, Rabatten aus, Staudenbeet, Steingarten, Ziergehölze oder je nach Grundstücksgröße die Pflanzung von großen Bäumen aus? Muss vielleicht sogar noch ein Bereich gestaltet werden? Bedeutet das Maschineneinsatz?


Eine weitere Bauzeit

Natürlich fließt auch eine Terrasse, ein Grillplatz, ein Spielplatz und derlei vieles noch mit in die Flächenplanung ein. Zusätzlich ist es mehr als ratsam, den Bauschutt nicht auf der Fläche verschwinden zu lassen. Nach 5 vielleicht auch erst nach 10 Jahren und später treten Chlorosen an den Gehölzen auf. Blätter und Zweige sterben frühzeitig ab. Wer weiß dann noch, dass an diesen Stellen die Löcher waren, in die großzügig der Abfall verschwand. Und wie soll nun der Schaden behoben werden? Achten sie bitte unbedingt auch auf richtigen Mutterboden. Wie schon erwähnt, keine Steine oder Boden aus Baugruben - das Zeug ist ungeeignet. Verdichtungen in den tieferen Bereichen machen den Wurzeln langfristig zu schaffen.

Schwere Böden neigen zum Verdichten, werden also hart. Bei Nässe trocknen sie nur langsam ab. Bei Trockenheit verhärten sie - auch oberflächig. Besonders ungünstig sind Absackungen des Bodenniveaus. So was passiert, wenn die Fläche keine Zeit hatte, um sich zu setzen. Das ist überhaupt nicht spaßig. Bäume hängen schief, im Rasenbereich bilden sich Vertiefungen in denen sich Wasser sammelt, Hangflächen rutschen ab. Sie sehen an den wenigen Beispielen was Unangenehmes vorkommen kann.

Planen sie einfach für den Gartenbereich auch eine Bauzeit ein. Sie wohnen doch schon im schönsten Haus weit und breit.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

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