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Was tun bei Verfärbungen im Apfel?
Tipps von Pflanzendoktor Hans Willi Konrad im Juni

Was tun bei Verfärbungen im Apfel?

Hans Willi Konrad ist "Pflanzendoktor" beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach. Bei hanz-online gibt er Tipps für die richtige Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen im Juni.

Meine Äpfel haben so komische Flecken - dies stellten Kleingärtner im vergangenen Jahr bei der Apfelernte fest. Komische, helle Flecken, Verfärbungen und dunkle Punkte an ihren Früchten. Diese Auffälligkeiten waren bis ins Fruchtfleisch vorgedrungen. Nicht etwa nur außen auf der Schale. Was ist das? Kann es zukünftig verhindert werden? Sind die Früchte noch verwertbar? Fangen wir mit dem wohl bekanntesten Schadbild an: Braune, stecknadelkopfgroße Punkte auf der Schale, die ins Fruchtfleisch übergehen. Es handelt sich um die klassische Stippe. Dem einen oder anderen Gartenbesitzer ein Begriff. Kalziummangel in der Frucht verursacht dieses Krankheitsbild.

Warum passiert das? In trockenen Zeiten kann der Apfelbaum nicht genug Kalzium aus dem Boden holen. Es liegt, einfach ausgedrückt, fest. Das passiert auch, wenn genug Kalzium vorhanden ist. Zusätzlich macht starkes Wachstum die Sache nicht einfacher. Zweige, Triebe greifen auch bei normaler Witterung mehr von diesem Nährstoff ab. Sie schnappen ihn den Früchten quasi vor der Nase weg. Auch sind, wie so oft, Sortenempfindlichkeiten vorhanden. Boskoop und Jonagold gelten als anfällig. Generell haben großfrüchtige Sorten eher ein Stippeproblem.

Um ein starkes Baumwachstum zu vermeiden, ist es sinnvoll, über seine Obstbaumpflege nachzudenken. Gerade Obstbäume brauchen meist weniger Dünger wie angenommen. Also mal den Ball flach halten. Wichtig ist in sehr heißen Sommern die gleichmäßige Wasserversorgung. Notfalls wässert der Gartenliebhaber von Hand oder überlegt sich, ob Bewässerungssysteme langfristig Sinn machen. Als nächstes spielt der Schnitt keine geringe Rolle. Um einen, in der Fachsprache heißt das so, ruhigen Baum zu haben, können Sommerschnitt und Sommerriss zur Anwendung kommen. Hierbei werden Triebe und Äste in den Monaten Juni bis August weggenommen.

Dadurch bremst das Wachstum. Nicht zu vergessen ist das Ausdünnen der Früchte. Hier brechen oft Herzen. Aber richtig durchgeführt verbessert es Qualität und Ertrag. Als direkte Antistippemaßnahme können sie Kalziummittel einsetzen. Ab Juni, Walnussgröße der Früchte, 2 bis 3 Anwendungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen reichen normal aus. Stippige Äpfel sollten zügig verbraucht werden. Sie werden mürbe und schmecken mit der Zeit bitter.


Zurückhaltende Nährstoffversorgung

Fleischbräune verursacht, wie der Name schon sagt, im gesunden Fruchtfleisch Verbräunungen. Solche Stellen wirken natürlich unappetitlich, außerdem ist der Geschmack nicht mehr der beste. Dieser Befall verschlechtert auch die Lagerfähigkeit. Die Äpfel werden weich, Kerngehäuse und Schale verfärben sich dunkel. Oft ist dieser Schaden bei der Ernte nicht zu sehen. Großfrüchtige Sorten neigen mehr zur Fleischbräune, ebenso trägt Kalziummangel dazu bei.

Weitere Auslöser sind eine zu gut gemeinte Stickstoffversorgung, Überreife, also späte Ernte. Schlechte Lagerbedingungen - zu warm, zu kalt - verstärken diese Erscheinung. Fleischbräune kann auch in feuchten Jahren auftreten. Sie zerstört durch Abbauvorgänge die Zellstruktur.

Glasigkeit hingegen kann durch sonnig, warmes Herbstwetter verstärkt werden. In den Zellzwischenräumen wird durch vermehrte Zuckerbildung Wasser angezogen. Stärke wurde vorher kräftiger zu Zucker abgebaut. Teile des Fruchtfleisches sehen wässrig, durchscheinend aus. Weiter spielt starkes Wachstum des Baumes eine Rolle. Solche Wachstumsschübe werden durch zu gut gemeinte Düngung, egal ob organisch oder mineralisch und starken Schnitt angeregt. Auch ist die Anfälligkeit für Glasigkeit bei manchen Sorten unterschiedlich vorhanden. Fuji, Gloster, Alkmene, Cox Orange gelten als sehr empfindlich. Bei Boskoop, Braeburn, Gala, Golden Delicious, Jonagold und Pinova schlägt sie nicht ganz so hart zu. 

Eine zurückhaltende Nährstoffversorgung ist daher zur Befallsminderung ratsam. Allerdings kann auch ein Nährstoffmangel fördernd wirken. Eine Bodenuntersuchung auf die wichtigsten Nährstoffe hilft die Situation einzuschätzen. Hitze und späte Ernte gelten ebenfalls als Ursache. Ebenso sollte der Baumschnitt überdacht werden. Starker Schnitt kurbelt nämlich den Neuaustrieb erst richtig an. Wodurch die Anfälligkeit für diese Stoffwechselschwierigkeit steigt. Probieren sie stattdessen den Sommerschnitt. Ein Herunterbinden der Äste in die Waagerechte hilft auch.


Aufmerksamkeit

Diese Maßnahmen bremsen das Triebwachstum. Bei herbstlicher Trockenheit ist eine Bewässerung, vor allem auf schwachwachsenden Unterlagen, eine weitere Gegenmaßnahme.

Zusammengefasst sind alle drei beschriebenen Verfärbungen, Stippe, Fleischbräune und Glasigkeit, physiologische Schäden. Heißt, im Apfel funktionieren die Stoffwechselvorgänge nicht ordnungsgemäß. Wenn wir sie bemerken, ist es längst zu spät. Mal schnell eine Spritzung durchführen, hat keinen heilenden Effekt. Bei diesen physiologischen Ursachen ist Vorbeugung das Rezept. Nicht vergessen dürfen wir bei diesen Erscheinungen die Verschlechterung der Lagerfähigkeit. Das Obst wird mürbe, weich und baut auch geschmacklich ab. Stellen sie die Fruchtbeeinträchtigungen rechtzeitig fest können sie mindestens noch einen Teil verwerten. Die beschriebenen Fruchtschäden des Apfels können unter den gleichen Umständen auch an Quitte vorkommen.

Um gegenzusteuern kann der Gartenbesitzer generell folgende Möglichkeiten nutzen: Angepasste Düngung, gleichmäßige Wasserversorgung, zurückhaltender Schnitt bzw. Sommerschnitt, Fruchtausdünnung und Sortenwahl. Solche Störungen der Lebensvorgänge in den Obstbäumen sind nicht immer vermeidbar. 

Extreme Wetterlagen, wie lange Hitze, Trockenheit, Nässe oder starke und schnelle Witterungswechsel, können wir nicht beeinflussen. Aufmerksamkeit und rechtzeitiges Vorbeugen durch die angeführten Pflegemaßnahmen helfen diesen Qualitätsschädigungen entgegenzuwirken.

Freuen wir uns auf die nächste, gesunde Apfelernte.


Quelle:
Hans Willi Konrad

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR)
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Rüdesheimer Str. 60-68
55545 Bad Kreuznach

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