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Hospizarbeit in neun Worte gefasst

Christlich-ambulanter Hospizdienst feierte Zehnjähriges in Kirn

Christlich-ambulanter Hospizdienst feierte Zehnjähriges in Kirn
Der Christlich-ambulante Hospizdienst an der Nahe – bis dahin nur in Bad Kreuznach ansässig – richtete vor zehn Jahren ein Büro in Kirn ein. Der ökumenische Vesper-Gottesdienst in der evangelischen Kirche Kirn anlässlich des Pankratius-Festes schuf einen besonderen Rahmen zur Feier dieses Jubiläums.

„Hausherr“ Pfarrer Michael Zeh und Dechant Günther Hardt gaben dem von Kirchlicher Altenhilfe und Krankenpflege an Nahe und Glan und dem katholischen Caritasverband gemeinsam getragenen Dienst Raum, den Hospiz-Gedanken greifbar zu machen. Die Geistlichen stellten einen Psalm voran, der das Wesen hospizlicher Begleitung im Kern beschreibt: „Du bist vertraut mit all meinen Wegen.“

Haupt- und ehrenamtliche Hospizdienst-Mitarbeiterinnen beschrieben alsdann bildlich, woran sich die Begleitung sterbender und schwerstkranker Menschen orientiert. Die verschiedenen Aspekte ihres Tuns fassten sie in neun prägnante Wortbeiträge – einer für jeden Buchstaben des Wortes „Lebensweg“.

Dabei wurde der Anfangsbuchstabe L „übersetzt“ mit „Leben braucht Liebe, Sterben auch.“ So lautet seit jeher das Motto des Christlich Ambulanten Hospizdienstes. Das E steht für „Ehrenamt“: Rund 50 Freiwillige bilden die tragende Säule des Dienstes im gesamten Landkreis Bad Kreuznach. Dann B wie „Begleitung“, E für „Empathie“... So ging es bis hin zum G: der Glaube. Jeder Mensch bekommt Hilfe, unabhängig von seiner Konfession. Die Aktiven im Hospizdienst respektieren die religiöse Überzeugung und persönliche Weltanschauung eines jeden Begleiteten.

Indem Dechant Hardt und Pfarrer Zeh jeder Haupt- oder Ehrenamtlichen ein kleines Kreuz als Jubiläums-Präsent gaben, unterstrichen sie, was die Hospizarbeit vor Ort stark macht: die verlässliche Unterstützung durch die beiden Kirchen, durch Spender, Fürsprecher und nicht zuletzt den Hospizdienst-Förderverein. Viele Weggefährten setzen sich immer wieder für den Hospizdienst und sein Kirner Büro ein. Hospiz-Fachkraft Ingelore Mades hat keinen Zweifel, dass die Anlaufstelle für Menschen aus den Gebieten um Kirn, Meisenheim und Bad Sobernheim nur mit solchem gesellschaftlichen Rückhalt möglich ist. Die Caritas-Mitarbeiterin, damals in Kirn die „Frau der ersten Stunde“, erlebte den Gottesdienst und das anschließende Beisammensein auf Einladung des Fördervereins als besondere Momente.

Für Ingelore Mades selbst markierte das Jubiläum einen nahenden Abschied: Nach fast zehn Jahren im Christlich Ambulanten Hospizdienst zieht die 61-Jährige sich Ende Juni aus der Arbeit zurück, um sich noch stärker ihrer Familie zu widmen. Details gibt es im Hospiz-Büro Kirn (Bahnhofstr. 35), Telefon 06752/912074 oder im Hospiz-Büro Bad Kreuznach (Bahnstr. 24), 0671/83828-34 bzw. -35. Näheres zum Förderverein des Hospizdienstes erfährt man bei Barbara Hallermann, Fördervereins-Vorsitzende, Tel. 0671/9201036.


Foto: Haupt- und ehrenamtliche Hospizdienst-Mitarbeiterinnen, wie sie das Wort „Lebensweg“ bilden.

Quelle:
Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.