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"Echte" Radspuren in der Wilhelmstraße: "Für Verkehrswende jetzt Voraussetzungen schaffen"
OB und Verwaltung wollen Verkehrskonzept forciert umsetzen

"Echte" Radspuren in der Wilhelmstraße: "Für Verkehrswende jetzt Voraussetzungen schaffen"

Der Wilhelmstraße rechnet die Bad Kreuznacher Stadtverwaltung für künftige Verkehrskonzepte eine wichtige Rolle bei. Die bisherigen Lösungsansätze für eine Verkehrswende halten die Verwaltung und Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer nicht für ausreichend. Bislang sind sogenannte Angebotsstreifen im Gespräch, die den Radler mehr Raum, aber nicht mehr Sicherheit zubilligen. Die Stadt ist über erweiterte Lösung mit LBM und Landesregierung im Gespräch.


2016 hat der Stadtrat das Integrierte Verkehrsentwicklungskonzept (IVEK) beschlossen. Für dessen Umsetzung, nämlich eine für alles Verkehrsarten gleichberechtigte Aufteilung des Verkehrsraums, muss jetzt umgedacht werden, fordert Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Sowohl Geh-, Radwege, Busspuren, Grünstreifen als auch Platz für den motorisierten Individualverkehr müssten sich im Straßenraum wiederfinden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Wilhelmstraße.

„Für die Verkehrswende von morgen müssen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit Leben und Arbeiten in Bad Kreuznach zukünftig attraktiv bleibt. Nachdem sich die politische Diskussion zu ,Ost-West ja oder nein‘ totgelaufen hat und sich die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich gegen die alte Ost-West-Trasse ausgesprochen haben, habe ich bereits vor vier Jahren ein aufwendiges Beteiligungsverfahren in den Stadtrat eingebracht“, erinnert Kaster-Meurer. Ziel war, zukunftsorientierte Lösungen für Bad Kreuznach zu erarbeiten, die von einer Mehrheit der Bürger getragen werden. Wichtig seien vor allem gut ausgebaute Rad- und Busspuren, denn, so die Oberbürgermeisterin weiter: „In Bad Kreuznach, einer Stadt in ländlichem Umfeld, wird der Rad- und Busverkehr zunehmen, nicht zu vergessen die neuen Mobilitätsformen wie E-Roller.“

Der Wilhelmstraße als zentrale Verkehrsachse mit der neuen Mobilitätsstation sowie dem Bus- und Hauptbahnhof kommt dabei eine zentrale Rolle zu; die bisher angedachten „Lösungen“ reichen aus Verwaltungssicht nicht aus. „Die Markierung der vom LBM vorgeschlagenen sogenannten ,Angebotsstreifen‘ auf der Fahrbahn entspricht nicht den Zielen IVEK, da sie mit zirka 1,25 Meter zu schmal sind und den Radfahrern keine Sicherheit geben“, erläutert Kaster-Meurer. Die Stadt befindet sich daher weiter in der Diskussion mit dem zuständigen Baulastträger, dem LBM und dem Innenministerium.

Wie sich die Stadtverwaltung die Umsetzung der Mobilitätswende in Bad Kreuznach vorstellt, wird nach der Sommerpause in einer Sondersitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauen, Umwelt und Verkehr Thema sein.


Quelle: Isabel Gemperlein
Stadtverwaltung Bad Kreuznach


Archivbild: Thomas Gierse
 

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