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Ermittler ließen Rauschgifthandel in zwei großen Fällen auffliegen

Mainz: Polizei griff zu, als 550 kg Haschisch verteilt werden sollten

Mainz: Polizei griff zu, als 550 kg Haschisch verteilt werden sollten

















Nach jeweils mehr als einem Jahr Vorarbeit konnten Polizei und Staatsanwaltschaft in Mainz zwei spektakuläre Fälle groß angelegten Rauschgifthandels jetzt erfolgreich abschließen.

Mehr als 600 Kilogramm Haschisch sichergestellt

Alternative Beschreibung
 
 
Als der Lkw in einer Lagerhalle im Industriegebiet Mainz-Mombach abgestellt war und es an das Umladen des Rauschgifts gehen sollte, griffen die Polizeibeamten am Montag, 10.12.2012, zu. Vier Personen im Alter zwischen 30 und 36 Jahren wurden unmittelbar bei dieser Aktion festgenommen.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte an verschiedenen in das Finale dieses seit November 2011 andauernden Ermittlungsverfahrens eingebunden. Es folgten zwölf Durchsuchungen, davon drei im Raum Frankfurt am Main. Insgesamt wurden acht Beschuldigte im Alter von 30 bis 37 Jahren festgenommen, einer ist noch flüchtig. Ihnen wird der bandenmäßige Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen bzw. Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen vorgeworfen.

Auf dem Lkw lagen rund 550 Kilogramm Haschisch, weitere etwa 70 Kilogramm wurden in der Folge noch gefunden. Die gesamte sichergestellte Ware war noch verpackt. Damit haben die Mainzer Ermittler die größte Haschischmenge sichergestellt, die jemals von einer rheinland-pfälzischen Polizeibehörde entdeckt wurde. Der Stoff kam hauptsächlich von Marokko über Spanien nach Mainz, wo das Haschisch weiterverteilt wurde, u. a. nach Frankfurt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden Haftbefehle durch die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Mainz erlassen und die Personen in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

International agierende Opiumhändler ermittelt

Nach neun Monaten intensiver Ermittlungsarbeit, die im Oktober 2011 begann, deckten die Staatsanwaltschaft Mainz und das Kommissariat Organisierte Kriminalität (OK) des Polizeipräsidiums Mainz einen im großen Stil agierenden Rauschgifthändlerring auf.

Bei den Drahtziehern des Rings handelt es sich um zwei Beschuldigte aus Mainz und Wiesbaden. Sie handelten vor allem mit Rohopium, aber auch mit Haschisch und Ecstasy-Tabletten, die sie in nicht geringen Mengen in Südeuropa (überwiegend Türkei) bestellten beziehungsweise abgeholten und mit hoher Gewinnspanne nach Nordeuropa weiterverkauften.

Im Juli 2012 wurden insgesamt sieben Männer im Alter zwischen 31 und 47 Jahren aus Schweden, Norwegen, Irak, Iran und Deutschland (Koblenz, Wiesbaden und Mainz) festgenommen. In verschiedenen Funktionen waren sie an dem Handel beteiligt. Ein weiterer Mann (Mitte 40, aus Rheinhessen) wurde bereits im April 2012 in Österreich in Haft genommen. Im Zusammenhang mit der Festnahme wurde noch ein Mann bei der Übergabe von zehn Kilogramm Rohopium in Rumänien festgenommen. Am 09.11.2012 wurde gegen insgesamt neun Personen Anklage am Landgericht Mainz erhoben.

In einer Pressekonferenz drückten der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus-Peter Mieth und Polizeipräsident Karl-Heinz Weber ihre Freude über diese Erfolge aus. Sie bedankten sich bei den Beamtinnen und Beamten, die fast ein Jahr lang ununterbrochen (auch an jedem Wochenende) an der Aufklärung der Straftaten gearbeitet und „ihren Job wieder einmal hervorragend erledigt“ haben. Des Weiteren dankten sie den Behörden, die beide Verfahren unterstützten: dem Landeskriminalamt, den Polizeipräsidien Frankfurt und Koblenz sowie den beteiligten ausländischen Behörden.

Quelle: Kriminaldirektion Mainz
 
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