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DRK-Bergwacht und Polizeiflieger trainierten Rettung am Rotenfels
Kooperation mit Polizeifliegerstaffel Egelsbach und Berufsfeuerwehr Wiesbaden

DRK-Bergwacht und Polizeiflieger trainierten Rettung am Rotenfels

Bad Kreuznach, 29.10.2019
Wenn es an der größten Steilwand Europas nördlich der Alpen Kletterer oder Wanderer in Not geraten, können sie sich auf das eingespielte Team der DRK-Bergwacht Rotenfels vom DRK-Kreisverband Bad Kreuznach und der Polizeihubschrauberstaffel aus Egelsbach (Hessen) verlassen. Ein gemeinsames Training untermauerten en hohen Standard dieser Retter.


Auch die Berufsfeuerwehr Wiesbaden mit einer Spezialgruppe für die Rettung aus Höhen und Tiefen ist bei Bedarf zur Stelle. Damit die Rettung von verletzten Personen aus den steilen Felswänden und schmalen Schluchten sicher und schnell gelingt, trainierten die Bergretter am Wochenende einen ganzen Tag lang am Rotenfels.

Insgesamt flogen die Luftretter von DRK-Bergwacht, Feuerwehr und Polizei rund 20 Mal vom Startplatz auf dem Rotenfels an verschiedene Stellen im Felsmassiv, um dort vorher abgesetzte Verletztendarsteller fachgerecht zu retten. Dies geschah teils mit einem Bergesack, in welchen der Verletzte eingepackt wurde oder mittels einer Rettungswindel – einer speziellen Vorrichtung, in welcher der Patient sitzend gerettet wird.


2019-10-29 Bergrettung Polizeiflieger (DRK)


Sobald die Bergretter am Boden den Pateinten notfallmedizinisch versorgt und sicher an der Winde des Polizeihubschraubers vom Typ EC145 befestigt hatten, ging es am maximal 90 Meter langen Seil hinauf zum Hubschrauber. Auf der Kufe fixiert und von Luftrettern gut betreut, startete dann der Flug in Richtung Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach oder zur weiteren Behandlung zurück zum Landeplatz auf dem Rotenfelsplateau.

Speziell der Transport eines Patienten auf der Kufe des Hubschraubers in ein Krankenhaus, war in dieser Form vorher noch nicht in Rheinland-Pfalz durchgeführt worden. Thomas Meffert, Leiter der DRK-Bergwacht äußerte sich nach dem Flugmanöver sehr zufrieden: „Die Rettung aus dem Berg und der anschließende Patientenflug ins St. Marienwörth verlief absolut reibungslos. Genau so stelle ich mir dies auch im Realeinsatz vor.“

Auch die anderen „Rettungsflüge“ verliefen nach Ansicht von Hubschrauberbesatzung, Luftrettern und Übungsbeobachtern sehr erfolgreich. Damit der Polizeihubschrauber den ganzen Tag fliegen konnte, hatte die Polizeifliegerstaffel extra ein Tankfahrzeug mitgebracht, um den Hubschrauber vor Ort auftanken zu können. „Vor allem hat mich der Teamgeist und die hohe Professionalität aller Beteiligten begeistert.

Die Piloten hatten die Maschine auf den Zentimeter im Griff und die Luftretter handelten schnell und routiniert – so kann der nächste Einsatz kommen“, schildert Meffert seinen Gesamteindruck der Übung, an welcher 31 Rotkreuzler von Bergwachteinheiten aus ganz Rheinland-Pfalz teilnahmen. Alleine 19 davon stammen aus dem DRK-Kreisverband Bad Kreuznach e.V. Die Polizei war mit sieben Beamten vor Ort und die Berufsfeuerwehr Wiesbaden unterstützte mit rund zehn Mitarbeitern aus dem Einsatzdienst. Für die Absicherung der Übenden sorgten Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe.

Für die Zukunft wünscht sich die DRK-Bergwacht eine noch engere Zusammenarbeit mit der Polizeifliegerstaffel. Doch nach der Übung gilt es zunächst die Szenarien aufzuarbeiten, um künftig noch schneller und zielgerichteter reagieren zu können. 

Zum Ende der Übung danke DRK-Kreisbereitschaftsleiter Thorsten Walg allen Rettungskräften und dem Krankenhaus St. Marienwörth für das besondere Engagement und hoffte auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.
     
Quelle (auch Fotos): Philipp Köhler/DRK

 

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