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Bei der Caritas verabschiedet

Hanno Bumb geht nach 25 Jahren in den "unruhigen" Ruhestand

Hanno Bumb geht nach 25 Jahren in den "unruhigen" Ruhestand
Bad Kreuznach, 13.02.2020
Der Caritasverband verabschiedete Hanno Bumb in den Ruhestand. Gut 25 Jahre lang war der Diplom-Sozialpädagoge Teil des Caritasverbandes und dessen Suchtberatung in Bad Kreuznach gewesen.

Bumbs erster Tag in dem Bereich, dem er bis zuletzt treu blieb, war der 1. Juni 1994: Mit dem Schwerpunkt „Aufsuchende Arbeit“ betrieb der Mainzer gemeinsam mit damals noch wenigen Kollegen stetig den Auf- und Ausbau der erst im Vorjahr in der Bäderstadt eröffneten Jugend- und Drogenberatung.

Zur Verabschiedung im Kollegenkreis am Ende des letzten Arbeitstages ergriff Paul Kaiser auch im Namen der Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel das Wort. Nach eigenem Bekunden trägt der ehrenamtliche Caritas-Vorstandsvorsitzende solche Ansprachen gern frei vor. Diesmal brauchte er indes einen „Spickzettel“, um alle verbandlichen Entwicklungen zu skizzieren, die Bumb über die Jahre begleitet hat. Deutlich wurde: Auch neue Aufgaben scheute der Caritas-Mitarbeiter nie.

Zusätzlich zu seinem Einsatz als Suchtberater übernahm er vor dreieinhalb Jahren den Stellenanteil der Gemeindecaritas – jener Fachbereich, der vor allem die Vernetzung mit Pfarrgemeinden und kirchlichen Dienststellen im Landkreis Bad Kreuznach pflegt. Überdies habe Hanno Bumb immer wieder Verantwortung angenommen, hob Kaiser hervor und verwies auf die mehrfache krankheitsbedingte Vertretung des damaligen Geschäftsführers zwischen 2002 und 2004. Anschließend vertrat Bumb diesen dauerhaft bis zur Neubesetzung der Geschäftsführer-Position zum 1. Januar 2007. Bald darauf wurde Hanno Bumb Dienststellenleiter. Mitte 2017 gab er diese Funktion bereits im Hinblick aufs kommende Ende seines Berufslebens ab. Die Abwesenheitsvertretung der Caritasdirektorin im Bedarfsfall hingegen behielt er inne. Paul Kaiser machte in überaus persönlichen Worte deutlich, dass der Verband mit Hanno Bumb einen so beliebten wie wichtigen Mitarbeiter verliert.

Zugleich prognostizierte der Vorsitzende – selbst kaum älter als Bumb und seit einer Weile Pensionär – dem 65-Jährigen einen „unruhigen" Ruhestand. Dieses Szenario erscheint auch Bumbs Suchtberatungs-Kollegen realistisch: Mit einem kollegialen Augenzwinkern vermuteten sie hinter dem unermüdlichen Engagement ihres erklärten „Lieblingsklienten“ eine chronische „Arbeitssucht“.

Augenzwinkernd trug das heute siebenköpfige Sucht-Team also eine eingehende – und selbstverständlich anonymisierte – Fallbesprechung vor. Eine Beraterin, die gerade im Afrika-Urlaub weilte, beteiligte sich per Video-Botschaft an dem humorvollen Vortrag. Vorsorglich hatte man gleich auch alle erforderlichen Unterlagen für den Antrag auf eine stationäre Reha-Maßnahme vorbereitet – Sozialbericht inklusive. Auch die übrigen Kollegen aus der Bad Kreuznacher Caritas-Geschäftsstelle sorgen sich offenkundig um das künftige Wohlergehen des frischgebackenen Rentners: Quasi als Gegenmittel zur unterhaltsam diagnostizierten „Arbeitssucht“ schenkten alle gemeinsam dem bekennenden Hobbygärtner eine Hängematte zum Abschied.

Infos zur Arbeit des Caritasverbandes und seiner Suchtberatung gibt es auf www.caritas-rhn.de.


Foto: Der ehrenamtliche Caritas-Vorstandsvorsitzenden Paul Kaiser (2.v.l.) bei der Verabschiedung des frischgebackenen „Unruheständlers“ Hanno Bumb (3.v.l.).

Quelle:
Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.