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Alex Goldenbaums letzter Weg in Begleitung von Freunden
Red Rock Hoppers nahmen Abschied

Alex Goldenbaums letzter Weg in Begleitung von Freunden

Von den Red Rock Hoppers schrieb die Vorsitzende Angi Reusch-Wüsthoff einen Bericht zum letzten Weg ihres Freundes Alex Goldenbaum, der am 16. Oktober 2019 verstarb. Der Bericht ist hier nachzulesen.

 

Alex' letzter Weg

Alexander Goldenbaum, * 22.04.1969 - 16.10.2019
.

„Mist, dass ich nicht dabei sein kann“, waren Worte von Alex. So wurde es auch im Trauergottesdienst gesagt. Die Kirche war voll. Freunde, Hausmitbewohner, Vereine, Diakonie-Mitarbeiter und Angehörige kamen – ca. 150. Alle wollten Alexander Goldenbaum auf seinem letzten Weg begleiten. Auch die Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer mit Ehemann Günter Meurer. Alex hätte seine Freude daran gehabt. 

In einer bewegenden Trauerrede erzählte Pfarrerin Richter aus seinem Leben:

 Alexander, den jeder nur Alex nannte, ist 1969 in Lörzweiler geboren.  Mit drei Jahren kam der kleine querschnittsgelähmte Alex als liebenswerter Blondschopf nach Bad Kreuznach. Das wurde seine Heimat.
 Schon als Kind war er sehr wissbegierig und an allem sehr interessiert, besonders an der Feuerwehr. 

Später hat er auch seine Liebe  zu Amerika entdeckt. Alles was damit zu tun hatte, versuchte er zu erfahren.

Er knüpfte Kontakte und war ein großer Fan von allen Amerikanern und der US-Band. 
Bei dem Footballteam BK-Thunderbirds saß er Spiel um Spiel für Jahre auf den Zuschauerrängen.
 Die Squaredance-Clubs Bridge House Twirlers Bad Kreuznach und Red Rock Hoppers Hüffelsheim e.V. besuchte er regelmäßig und veranstaltete mit der Diakonie und ihnen in den letzten Jahren das sommerliche Rollifahrer-Grillfest. Auch an vielen Veranstaltungen der freiwilligen Feuerwehr Hackenheim nahm Alex teil.

Als glühender Feuerwehrfan, erfüllte er sich dann seinen größten Traum selbst: ein Treffen mit seinen – seit dem 11. September 2001 – großen Vorbildern, den Feuerwehrleuten von New York. 
Nach einer zweijährigen Reisevorbereitung, eisernem Sparen, mit Unterstützung von vielen Freunden und seinem damaligen Pfleger Carsten Fuchs, der auch den Kontakt zur New Yorker Feuerwehr hergestellt hatte, fand im Jahr 2006 das große Ereignis statt: sechs Tage New York. 
Mit dem Besuch der Feuerwehrwache Ladder 1 war Alex am Ziel seiner Träume.
 Hier entstand der Film: 
Alex in New York 2006 - YouTube.

 Große Offenheit und Zuversicht strahlte Alex aus. Er hat immer an seine Wünsche und Träume geglaubt, dass diese sich irgendwann erfüllen werden. Und das hat er auch fast immer geschafft.



Alexander Goldenbaum, der in den Diakonie-Werkstätten arbeitete, war ständig unterwegs, aufgeschlossen und kontaktfreudig, meistens in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone. Jeder kannte ihn. Er gehörte schon zum Stadtbild von Bad Kreuznach.

 Am 22. April 2019 Alex Geburtstag – den 50.. Den wollte er mit Squaredance feiern.
 Die Red Rock Hoppers in Hüffelsheim bereiteten ihrem Best Friend ein großes Fest zu dem besonderen Jubeltag. Auch mit Tanz für Alex in seinem E-Rolli.

 Von da an träumte Alex von einem Aktiv-Rolli, denn der sei viel wendiger. Damit könne er besser und leichter „mittanzen“. Der Verein wollte ihm diesen Wunsch erfüllen und beteiligte sich an der Spendenaktion: Der Traum von einen Sport-Rolli. 


Leider kam alles anders: Im Sommer plötzlich die Diagnose "
Unheilbar krank" ... dann ging es rasend schnell.

 Seine letzten Tage verbrachte Alex im Eugenie Michel-Hospiz in liebevoller Pflege.

 Täglich kamen viele Freunde und Vereine zu Besuch. 
Manche auch mit Überraschungen:
 Die Feuerwehr Hackenheim mit Löschzügen auf die Wiese vor seiner Hospiz-Terrassentür, die Squaredancer Red Rock Hoppers mit einer Tanzvorführung, auch die Footballer BK Thunderbirds, der Verein Kreuznacher Narrefahrt und der Vorstand der Weiße Fräck. 

Sein Freund war immer da.
 Er wich Alex nicht mehr von seiner Seite, bis zur letzten Minute.

 Den letzten Wunsch erfüllte ihm der "Wünschewagen": Eine Fahrt zum Flughafen Hahn, mit Besuch bei der dortigen Feuerwehr, die ihm einen wunderbaren Nachmittag bereiteten. 


Alex hatte mit Unterstützung alles akribisch vorbereitet, für den Tag, wenn es soweit ist. 
„Wie muss ich mir das vorstellen?“, hat er gefragt und dann: 
„Mist, dass ich nicht dabei sein kann.“
 Aber vielleicht doch ...? 

O when the Saints oder Amazing Grace, wunderschöne Songs, die jeder mitsingen konnte, wurden für den Gottesdienst ausgesucht.

 Seine Urne stand vor dem Altar neben einem Helm. Davor ein übergroßes Herz aus weiß-rot-blauen Blumen, gesteckt wie eine USA-Flagge. Links und rechts standen Schalen mit Pflanzen, ebenfalls in den USA-Farben weiß-rot-blau und dem Squaredance-Symbol aus Holz und weitere Blumengestecke.

 Nach dem Trauergottesdienst, dann der Weg zum nahegelegenen Friedhof. 
Dort wartete ein Dudelksackpfeifer. 
Mit den Klängen dieses Instrumentes begleiteten die Trauernden Alex auf seinem letzten Weg.

 Ein würdevoller Abschied.


R.I.P. Alex."


Quelle:
Angi Reusch-Wüsthoff
Red Rock Hoppers Hüffelsheim

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