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Zwischenbilanz als Mensakoch: am besten kostenfreie Schulverpflegung einführen

Lafer: Röka-Mensa ist Vorbild für gesunde Schulverpflegung

Lafer: Röka-Mensa ist Vorbild für gesunde Schulverpflegung
Johann Lafer ist als erster Sternekoch angetreten, die Schulverpflegung in Deutschland zu revolutionieren. Ende 2012 wurde er Betreiber der Mensa des Gymnasiums am Römerkastell in Bad Kreuznach. „Mein Herzenswunsch ist, so vielen Schülern wie möglich in Deutschland zu einem bezahlbaren und leckeren Schulessen zu verhelfen“, sagt Lafer.

Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, 05.02.2014, in Berlin „servierte“ er sein Rezept, wie mit dem Modell [email protected] die Image- und Qualitätsmisere in der Schulverpflegung in Deutschland überwunden werden könnte. Er diskutiert über die Erfolgsfaktoren der Röka-Mensa mit Hans Beckmann, Staatssekretär im Bildungsministerium des Landes Rheinland-Pfalz, mit dem Ernährungswissenschaftler Professor Georg Koscielny von der Hochschule Fulda, mit Schulleiter Hermann Bläsius sowie mit den beiden Schulsprechern Luisa Wermter und Sascha Preis.

Angesichts des Ausbaus von Ganztagsschulen und der häufig negativen Wahrnehmung von Schulkantinen sei die Frage der Akzeptanz ein Thema von großer Bedeutung. Johann Lafer und seinem Team gelang es in nur einem Jahr, Schüler, Lehrer und Eltern von der Mensa mit Bildungsanspruch zu überzeugen. Das zeige die Zahl der Essensteilnehmer – waren es anfangs täglich 140 Essen, wurden bereits Ende 2013 rund 450 Essen an die Schüler des Gymnasiums ausgegeben. Eine Quote, von denen andere Mensanbetreiber träumen. Dabei sei das Budget für das Mittagessen auch nicht größer als beim Durchschnitt der Schul-Caterer im Landkreis Bad Kreuznach.

Einbeziehen der Schüler garantiert große Akzeptanz

„Akzeptanz durch Mitbestimmung“: In der Röka-Mensa arbeiten Schüler, Lehrer, Eltern und die Ernährungswissenschaftlerin Tina Gareis an der Schule Hand in Hand. Schüler entscheiden im Mensa-Ausschuss bei der Menüauswahl mit und tüfteln an Rezepturen. Die Schulsprecher, Luisa Wermter und Sascha Preis, schwärmen: „Johann Lafer und sein Team haben uns mit unseren Vorschlägen stets ernst genommen und zugehört.“

Staatssekretär Hans Beckmann betont: „[email protected] setzt zuerst bei der Akzeptanz der Schüler an. Was dort punktet, ist nicht nur das leckere Essen, es sind auch schulische Bildungsangebote rund um Ernährung und die tolle Atmosphäre in der Mensa, wo sich die Schüler gerne mit ihren Freunden verabreden. Das Mittagessen und die Mensa werden so zu Bestandteilen eines geschlossenen pädagogischen Konzepts.“

Das Pilotprojekt wird von Professor Georg Koscielny von der Hochschule Fulda wissenschaftlich begleitet: „Durch die Feedback-Kultur in der Mensa können wir laufend wertvolles Wissen über Vorlieben, Geschmack und Ernährungsverhalten der Kinder und Jugendlichen gewinnen.“ Lafers Ziel bis 2015: „Wir werden ein praxistaugliches und tragfähiges Modell entwickeln und wollen, dass das Erfolgsrezept auch an anderen Schulen in Deutschland umsetzbar wird.“

Hauptaspekt ist eine neue Preisgestaltung

So begeistert Johann Lafer für „seine“ Schüler kocht, bei der Frage, was Gesellschaft und Politik das Schulessen ihrer Kinder wert ist, kocht er über und serviert gepfefferte Menü-Vorschläge. Die Modell-Mensa sei zwar auf dem besten Weg, wirtschaftlich tragfähig zu sein. Wolle Deutschland aber seinen Kindern Schulmensen mit Qualitäts- und Bildungsanspruch anbieten, dann gelte es über eine neue Preisgestaltung zu diskutieren, denn Qualität sei für Schulcaterer schier unbezahlbar. Lafers Vision ist die kostenlose Schulverpflegung wie in Finnland.

Bis es soweit ist, lautet seine Kernforderung: „Die Bundesregierung soll die Umsatzsteuer für kommerzielle Schulverpflegung auf 7 Prozent reduzieren.“ Und er wünscht sich mehr Wertschätzung auch von Seiten der Eltern für ein Mittagessen in der Schule. Denn der schulnahe Schnellimbiss sei nicht preiswerter, dafür aber auf Dauer ungesünder. Lafers Meinung: „Wer gesund isst, schreibt auch eher gute Noten“.

Johann Lafer fordert eine Qualitätsoffensive für Schulverpflegung. „Es reicht nicht, nur über Preise zu sprechen. Ich appelliere an die Politik, die Qualität deutscher Schulmensen ins Visier zu nehmen. Es gilt, gerade Ganztagsschulen stark zu machen, damit sie ihrer Verantwortung gerecht werden können, Ernährung auch als Bildungsauftrag in ihren Schulalltag zu integrieren“.

Quelle:
Julie Eberlein
LessingvonKlenze Kommunikationsberatung GmbH

 

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