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Neue Wege im Kreuznacher Südosten: Durchstiche und Südtangente
"Rahmenplan Ost" als Verkehrsskizze aus städtebaulicher Sicht

Neue Wege im Kreuznacher Südosten: Durchstiche und Südtangente

Bad Kreuznach, 11.02.2020
Neue Wege für den Autoverkehr im Bad Kreuznacher Südosten sind seit der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr im Gespräch. Als Antwort auf einen Antrag der SPD-Fraktion zu Planung und Umsetzung einer Entlastungsstraße im Südosten legte Stadtplaner Bettino Gagliani einen zweigeteilten „Städtebaulichen Entwurf | Rahmenplan Ost“ vor.

Zweigeteilt ist diese „erste grobe Skizze“, weil sie eine Verkehrsplanung für die kurzfristige und eine zweite für die mittelfristige Umsetzung beinhaltet. Es herrschte aber Einigkeit darüber, dass trotz verschiedener Zeithorizonte beide Teile zusammen betrachtet werden müssen.
 

Kurzfristig: Baugebiet Humperdinckstraße

150 Wohnungen könnten in der Humperdinckstraße entstehen, wenn der Planungs- und Bauauschuss nicht wegen einer unzureichenden Verkehrssituation dagegen gestimmt hätte. Nun kann nach Vorschlag von Stadtplaner Gagliani das Ziel angestrebt werden, aber nicht, indem man den Flaschenhals weitet, sondern indem man eine direkte Zufahrt zur Dürerstraße schafft.

Dafür gibt es zwei Optionen. 

Option A sieht zwei Verbindungen vor, die durch den 2. Abschnitt des Baugebiets „In den Weingärten“ (E) zur Dürerstraße führen. Die Gewobau erschließt dieses Gebiet gerade auf der Basis eines rechtskräftigen Bebauungsplans.

Die Straßen sind schmal und verwinkelt und stellen nach Auffassung des Stadtplaners keine Ideallösung für den Verkehr von zusätzlich rund 150 Wohneinheiten dar, doch wäre diese Variante mit einer Einbahnstraßenregelung „machbar“. Mit Pollern und Ähnlichem könnte man verhindern, dass der gesamte Verkehr aus dem südlichen Wohngebiet diesen Weg nimmt.

 
Option B nutzt einen Wirtschaftsweg („Zweiter Galgenberger Weg“), der direkt auf die Dürerstraße und von dort stadteinwärts oder stadtauswärts führt. Hinsichtlich Steigung und Grundstücken wäre diese Variante ideal, so Gagliani, allerdings liegt eine Gashochdruckleitung nah unter der Oberfläche dieses Weges. Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger lässt die Möglichkeit dieser Variante untersuchen.
 

Mittelfristig: Bau einer Südtangente

Über die Lösung des Verkehrsproblems in dem Wohnquartier hinaus zielte der SPD-Antrag auch auf den Gesamtverkehr via Südumgehung der Stadt ab. Nach Rücksprache mit Norbert Olk, Chef des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Bad Kreuznach, habe er „eine gute Lösung für die Zukunft“ gefunden, erklärte Stadtplaner Gagliani. Ausgehend von einem Kreisverkehr in der Dürerstraße habe er versucht, „mit möglich wenig Landschaftsverbrauch“ eine Straße zu einem Abzweig der Straße Riegelgrube (D) und darüber hinaus auf die B 428 (G) zu führen. 

Dieser Vorschlag greift verschiedene aktuelle Diskussionen auf, unter anderem die Anbindung des in Vermarktung befindlichen Gewerbegebiets (C) südlich von B 428 / Bosenheimer Straße. Ein gemeinsamer Kreisverkehr mit dem gegenüberliegenden Gewerbegebiet über die Zufahrt „Am Grenzgraben“ war vielen Kommunalpolitikern als beste Lösung erschienen, die sich aber auch in „harten“ Diskussionen mit LBM-Chef Olk nicht habe durchsetzen lassen.

Gagliani selbst sieht neben verkehrlichen Aspekten auch diesen: Bei dem relativ kleinen Gewerbegebiet würde ein Kreisverkehr von 40 bis 50 m Durchmesser stark in den gültigen Bebauungsplan eingreifen und zu einer Verkleinerung sowie einer Verzögerung führen. Auch einer schmaleren Rechtsabbiegerspur von der B 428 in das Gewerbegebiet kann der Stadtplaner deshalb nichts abgewinnen. 

Die Distanz von 250 m zwischen „Am Grenzgraben“ und dem nun ins Gespräch gebrachten Kreisverkehr auf der B 428 lasse innerhalb zumutbarer Umwege Abbiegen in jegliche Richtung zu. Außerdem würde dieser Kreisverkehr sich ideal für die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets (G) jenseits der B 428 anbieten.
 

Diskussion

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer: Die Südtangente verbrauche zwar (landwirtschaftlich genutzte) Fläche, biete an den Seiten der Tangente aber auch Flächenpotenzial, das die Stadt für Gewerbe und andere Vorhaben dringend benötige. Die vorgestellte Lösung habe den Charme, dass es sich um eine echte Tangente handele, auch in puncto Lärm, dass sie das Abfließen des Verkehrs aus dem Südosten ermögliche und – gegenüber der anfänglich ins Gespräch gebrachten Streckenführung ab dem Darmstädter Hof – nun den gesamten Berg verschone.

Hermann Holste (Bündnis 90/Die Grünen): Die kleine Verkehrslösung für die Humperdinckstraße nannte Holste „sehr sympathisch“. Zur Südtangente verwies er auf den (vom Stadtrat beschlossenen) Integrierten Verkehrsentwicklungsplan (IVEK), in dem die Südumgehung negativ bewertet werde. Seit dem Beschluss im Jahr 2016 habe sich nicht viel geändert. Als Gemeindestraße wäre diese Umgehung außerdem sehr teuer und würde dazu beitragen, dass andere wichtige Maßnahmen nicht finanziert werden könnten. Das Vorhaben sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll und trage nicht dazu bei, dass der ÖPNV gestärkt werde.

Dr. Claudia Eider, Fraktionsvorsitzende der SPD: Die Antragstellerin begrüßte den Verwaltungsvorschlag und widersprach Hermann Holste: Der Verkehr habe weiter zugenommen, und die gezeigten „Durchstiche“ würden sehr wohl in der Alzeyer Straße eine Entlastung bewirken. Auch die Abführung des Verkehrs zur B 428 sei sehr gelungen. 

Manfred Rapp, Fraktionsvorsitzender der CDU: Zunächst solle man sich auf die Entlastung der Wohnbereiche in der Südstadt konzentrieren – dies sei verkehrlich die dringendste Aufgabe. Mit Blick auf die Anbindung des Gewerbegebiets (C) sprach er sich für die Lösung über den Kreisverkehr (G) an der B 428 aus, weil andere Lösungen die Grundstücksgrößen im Gewerbegebiet weiter beschneiden würden. 

Dr. Heike Kaster-Meurer: Die Entlastungstraße für den Süden der Stadt könne man nicht planen, ohne sich das Gesamtgebiet anzuschauen. Dies sei Aufgabe eines ausgewiesenen Verkehrsplaners. Auch wenn die Verkehrswende kommt, so ihre Meinung, solle man die Entlastungsstraße bauen, weil Bad Kreuznach eine hohe Zahl von Einpendlern aus dem ländlich geprägten Umland habe. Dies dürfe man nicht aus den Augen verlieren.

Günter Meurer (SPD-Vorsitzender) betonte, dass die SPD mit ihrem Antrag nicht nur die Verkehrsproblematik in der Humperdinckstraße lösen wollte, sondern ein Anliegen weit darüber hinaus verfolge. Die Engstelle am Fleischhauer-Kreisverkehr hätte längst beseitigt sein können, wenn sich der Kreisverkehr — in der Verantwortung des LBM — plangemäß seit 10 Jahren in Ausbaustufe drei befinden würde statt weiterhin in Stufe eins. Dies zu lösen sollte man parallel angehen, meint Meurer.

Hermann Holste (Die Grünen) ermahnte den Ausschuss, von Verkehrswende nicht nur zu reden, sondern auch entsprechend zu handeln. Die Verkehrswende werde sich nicht von allein einstellen: „Wir müssen den Verkehr einschränken, so weh wie das tut“, sagte er. Denn: „Wer Straßen baut, der wird Verkehr ernten.“

Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer: Gut wäre ein Beschluss, der die Verwaltung beauftragt, die Optionen A und B an der Humperdinckstraße prüfen zu lassen — vorbehaltlich der Mittel im Haushalt. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Thomas Gierse


 

Nachtrag

Die Handskizze (oben, auf der Basis von mapz.com) wird hier um die offizielle Karte der Präsentation im Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr ergänzt.

2020-02-12 Suedumgehung Suedtangende Rahmenplan


 

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