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Ehepaar Fahrenholz bringt Vitamine auf die Märkte in Kreuznach, Bingen und Meisenheim
Hallo, Kreuznach

Ehepaar Fahrenholz bringt Vitamine auf die Märkte in Kreuznach, Bingen und Meisenheim

Die Entscheidung fällt am Wochenende. Dann wird festgelegt, wie am Montag auf dem Großmarkt eingekauft wird. Und ist die Ware erst einmal beschafft, kann auch eisiges Wetter den Wochenplan kaum noch umwerfen. „Man ist darauf eingestellt, und für die treuen Stammkunden ist man dann da“, sagt Carsten Fahrenholz. 


Das Familienunternehmen aus Bad Kreuznach hat seine Stammkunden in Bad Kreuznach, in Bingen und in Meisenheim. An fünf Tagen pro Woche beschicken Daniela und Carsten Fahrenholz die Märkte: dienstags und freitags in Bad Kreuznach, mittwochs und samstags in Bingen sowie an den Donnerstagen in Meisenheim.

Als bei dem Kälteeinbruch in der zweiten Januarwoche auch noch viel Schnee fiel, hätten die beiden Marktbeschicker gerne einen Tag Pause eingelegt. Zum einen, weil sich außer Ihnen kaum ein Kollege sich nach Bad Kreuznach aufgemacht hatte und der Kornmarkt nahezu verwaist war, zum anderen, weil an solchen Tagen vor allem die älteren Stammkunden aus verständlichen Gründen lieber zu Hause bleiben. Aber Obst und Gemüse waren gekauft, die Entscheidung somit gefallen. Aber „viel Verderb ist nicht“, sagt Carsten Fahrenholz, denn er hatte auf dem Frankfurter Großmarkt bereits verhaltener eingekauft als normal. Und weil das Ehepaar jeden Tag, ohne Pause, Märkte anfährt, bleibt nicht viel liegen.

Und die Kunden wissen zu schätzen, das Ihre „Vitaminspender“ unmittelbar bei den deutschen Erzeugern, oder, bei den ausländischen Waren, von den Importeuren gekauft werden. Dieses Geschäftsmodell funktioniert auch im 20. Jahr. „Es wird immer ein bisschen schwerer, aber es geht“, sagt Carsten Fahrenholz. „Es macht Spaß, und die Kunden sind freundlich.“ So könne man sein Leben bewerkstelligen. „Man muss sich Mühe geben, und dann klappt das auch.“
 

Spätestens um 5 Uhr beginnt der Standaufbau

Disziplin gehört wohl auch zum Erfolg. „Dienstags bin ich um fünf Uhr hier und freitags um halb fünf“, sagt Fahrenholz. Dann steuert er auf dem Bad Kreuznacher Kornmarkt stets denselben Platz an, wo er den 13-Meter-Stand, einen der größten des Wochenmarkts, aufbaut. Dabei schaut er auf die Uhr, denn um Viertel vor sieben Uhr kommen die ersten Kunden.

Das sind ganz normale Haushaltskunden, die zumeist berufstätig sind und vor der Arbeit den Einkauf erledigt haben möchten. Oder es sind Rentner, die sich den Sinnspruch zu eigen machen, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Sie wollen gerne wieder zu Hause sein, wenn der Betrieb richtig losgeht.

Derzeit wird besonders deutsche, Wintergemüse nachgefragt, etwa Wirsing und Feldsalat, oder Endiviensalat, der aus Italien nach Deutschland kommt. Die Kunden müssen nun auch „in“ den Stand treten, denn rundherum schützt einen Vorhang vor dem manchmal eiskalten Wind. Daniela und Carsten Fahrenholz haben sich dann besonders warm angezogen und, jedenfalls bei wirklich niedrigen Temperaturen, den Boden mit Dämmplatten ausgelegt, um das Gröbste abzuhalten. Denn richtig warm wird es schließlich erst wieder am Nachmittag, wenn gegen 15:00 Uhr der „Feierabend“ beginnt.

Thomas Gierse
 

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